Dienstag, 3. Mai 2016

Kopfsachen: Fasttrennung, eine Freudschaftsfrage, Vielleichtschwangerschaft und ein Umzug in ein neues Leben

Der Titel ist lang, noch länger sind die Geschichten dahinter doch eigentlich hängen sie alle miteinander zusammen und schlussendlich führten sie eben noch nicht zum lang ersehnten neuen Leben, sondern zu weit über 100 Linien auf meinen Beinen, zum ersten Mal für andere sichtbar...

Aber vorne begonnen und strukturiert.
Der Zusammenhang: Wir gründen eine Familie, irgendwann und irgendwie, wenn mein Körper das zulässt.
Was dazu gehört: Eine Hochzeit, Junggesellenabschied, keine Verhütungsmittel, eine größere Wohnung

Und das ist passiert:
Wie fleißige Leserlein wissen, heiraten mein Liebster und ich bald. Nun gehören da auch Junggesellenabschiede dazu. Also seiner und meiner.
Seiner war eine Woche, bevor meiner hätte stattfinden sollen.
Und weil ich eine etwas seltsame Einstellung bezüglich Sexualität und nackten Körpern habe - wen wundert dies?! - habe ich lange vor dem Termin mit ihm geredet, was er sich vorstellt und was ich ungern hätte.
Zu meiner Erleichterung wollte er einfach nur einen echten Männerabend mit gutem Essen, ein paar Bier und vielleicht noch dem Besuch in einer oder zwei Bars und hat mir versprochen, die Hände und Augen von anderen Frauen zu lassen, weil er das selbst nicht will.

Sein Trauzeuge und "bester Freund" hatte aber etwas "besonderes" geplant und so waren die Herren nicht einfach so in einer Bar, sondern im Separé einer Bar, in der, ich sage es mal freundlich: Leicht bis unbekleidete Damen die Herren mit ihren Reizen erfreuen, vor allem diejenigen, die ihren Junggesellenabschied feiern. Alle beteiligten Freundinnen und Ehefrauen wurden um Erlaubnis gebeten, nur ich nicht.

Der gute Trauzege hatte, so denke ich, bereits Tage vorher ein schlechtes Gewissen und hat mich nur dumm angemacht, sodass ich an dem besagten Abend allein und depressiv dasaß und kaum geradeaus denken konnte, weil ich eine böse Vorahnung hatte.
Mein Kerl hat in der Nacht noch gebeichtet und ab dem Moment war es bei mir aus. Ich bin ins Bad gerannt und habe die Kontrolle verloren. Bis ich an Verbandsmaterial kam, war mein Schlafanzug durchgeblutet. Ich erinnere mich an nichts mehr, totaler Filmriss. Den blauen Flecken nach zu schließen, habe ich aber nicht nur geschnitten.

Zum Glück war ein guter Freund von mir mit dabei. Er konnte mich am nächsten Tag beruhigen.
Ich war kurz davor, die Hochzeit abzusagen und mich zu trennen, da hat der Freund mir von dem Abend berichtet und immerhin wurde dann klar, dass mein Liebster mich nicht angelogen hat. Ja, er hat mein Vertrauen missbraucht, mich sehr verletzt und sein Versprechen gebrochen, aber angelogen hat er mich nicht und, er saß wohl an seinem Junggesellenabschied irgendwo in der Ecke, hat sein Bier getrunken und anderen den Vortritt bei den Damen gelassen. Zugeschaut hat er wohl trotzdem. Immerhin war allen klar, dass er gerade nicht so den Spaß hat, wie ursprünglich gedacht.

Meinen Abschied habe ich komplett absagen lassen, keine Lust auf feiern und doofe Ideen und vor allem nicht, einige (ehemalige) Freundinnen zu treffen, die genau wussten, was laufen wird, ohne bei mir mal anzufragen, ob es ok ist, wenn mein zukünftiger "betanzt" (oder sogar mehr) wird.

Für mich stellt sich nun nicht nur wiedereinmal die Frage, ob das alles richtig ist - also mit ihm und uns und überhaupt und warum er seinem Freund nicht gesagt hat, dass er das gar nicht will, mir statt dessen wissentlich weh getan hat - sondern auch, ob ich überhaupt echte Freunde habe.

Kennt mich jemand wirklich gut?
Weiß jemand, was ich gerne will und nicht?
Was ich denke?
Kann jemand mit mir befreundet sein?
Was mache ich falsch, dass das offensichtlich keiner kann?
Wie kann ich mich änder?

Und schwup die wup wieder Jahre zurückgeworfen im Selbstwert und Selbstbewusstsein.

Nun war ich zu dem Zeitpunkt eventuell gerade schwanger. Ich war gerade so überfällig und Anzeichen gab es auch. An dem Abend hatte ich einen Test gemacht, um ihn beim Heimkommen noch zu überraschen. Der Test war so semipositiv, ein leichter, zweiter Strich. Mein Liebster sollte an dem Tag doch einfach nur glücklich sein - jetzt hat er keine schönen Erinnerungen daran.
Und bei mir? Am nächsten Tag: Starke Bauchschmerzen; am zweiten Tag alles ok; am dritten Tag starke Schmerzen und Krämpfe im ganzen Unterleib und am vierten Tag hatte ich meine Periode. Viel zu spät, aber sie kam (leider)! Spekulationen sind nun auch nicht das, was mich weiter bringt. Also weitermachen, als sei nichts gewesen.

Nun aber noch etwas Positives: Der Umzug in ein neues Leben sollte es werden, nun habe ich viel alten Ballast mitnehmen müssen. Immerhin habe ich, seit wir mitte April umgezogen sind, wenigstens das mit dem Essen hin bekommen. Und bis auf das eine Mal das mit dem Schneiden auch. Vielleicht klappt ja wenigstens das?!

Montag, 14. März 2016

Kopfsachen:

Mal wieder Zeit!
Endlich!

Nach langem Quälen, Tag für Tag endlich Zeit, mal etwas weniger zu arbeiten.
Manchmal scheint es mir, als ob ich nur versage, ich schaffe nichts in der vorgegebenen Zeit...gut, das schafft keiner der Kollegen und voll arbeiten ist der Burn-out mit Vorankündigung, aber für mich ist die vorgesehene Zeit das, was ich mir erlaube - Perfektionismus!

Zwei Kollegen sind gerade wegen Hörstürzen krank geschrieben, einige (darunter ich) haben dauerhaften Tinitus und immer wieder Ohrdruck, jeder Arzt würde uns krank schreiben.
Dazu dauerhaft "ist doch nur eine Erkältung, die geht schon wieder weg, da bleib ich nicht zu Hause!"

Warum tun wir uns das an?
Ging so weit, dass ich nach der Arbeit mit Fieber ins Bett bin, nur um mich spät abends wieder zum Arbeiten zu bewegen, um dann am nächsten Tag wieder gehen zu können. Wie blöd kann man sein!

In dem Stress finde ich nicht die Kraft, es zu schaffen. Hamsterbacken inklusive, vor allem jetzt gerade. Und meine Eltern kommen in einer Woche.

Angst, dass sie was merken, noch mehr Druck, noch mehr Hamsterbacken. Es ist zum K..... - ach, das mache ich ja, schon wieder, seit über einem Jahr extrem regelmäßig!

Immer wieder nehme ich mir vor, es zu schaffen. Geht dann auch, ein paar Tage und dann...dann kommt irgendwas in die Quere, irgendein doofer Gedanke, Druck, Fressen, K....., Schneiden, Schuldgefühle, Spirale abwärts.

Dazu kommt, dass mein (bald) Mann oft weg ist. Scheißjob, bei ihm auch! - Ich muss mal einen Post über meine Gedanken zur Gesellschaft schreiben und darüber, welchen Druck das auf mich ausübt.

Trigger:
Der tägliche Gang auf die Waage
Der tägliche Blick in den Spiegel
Jeder Gedanke an mich, mein Verhalten, meine Leistung...
Jedes glückliche Paar (warum?)
Jede schwangere Frau (dabei soll ich es doch auch bald sein)
Jedes kleine Kind
Jede (vermeintlich) dünne Frau
Jeder (vermeintlich) dünne Mann
Jedes (vermeintlich) dünne Kind
ach und fast alles andere auch!

Gewicht: Etwas gesunken, aber noch immer (viel) zu hoch! Wollte bis zur Steckprobe meines Kleides Ende April eigentlich bei -7kg sein; stagniere seit ewig (dank Hamsterbacken) bei -3kg.
Sport: Durch die vielen "Erkältungen" im Februar kaum möglich, momentan wieder bei max. 10km laufen und 4-5mal Sport die Woche.

Samstag, 2. Januar 2016

Hallo 2016!

Liebes neues Jahr!

Momentan sieht es so aus, als ob du mein Jahr werden könntest.
Es gibt schon einige Vorsätze für dich, die können alle nachgelesen werden!

Der wichtigste ist wohl der, einige "Laster" los zu werden. Laster ist das falsche Wort, aber "die Krankheit endlich los werden" empfinde ich als überheblich.
Wäre ich Alkoholiger, würde ich sagen: Ich möchte trocken werden.
Die Krankheit ist dann noch immer nicht weg, aber sie ist still gelegt.

Vielleicht ist das der richtige Ausdruck: Ich will die Krankheit still legen.

Das ist wichtig, denn du sollst ja DAS Jahr werden!
Das eine Jahr, in dem so viel passiert.

Wir werden am Ende sehen, ob alles geklappt habe.
Wenn ich dir dann sagen kann, dass ich nicht mehr Wolff heiße und nun eine Schmetterlingsfamilie habe, ein Kokon an mir hängt, dann hat vieles funktioniert.

Und vielleicht kann ich am Ende auch stolz sagen, dass du eines der wenigen Jahre in meinem Leben bist, in denen die Krankheit still gelegt war (oder noch nicht existierte).

Liebes 2016, auf dich!