Dienstag, 31. Dezember 2013

2013 eine positive Bilanz?!

Beim Wichteln hat mir mein Kiddie-Wichtelchen ein wunderschönes Heftchen geschenkt bekommen: "Übungsbuch für Optimismus". Ich weiß so ungefähr, wer es war, auf jeden Fall ein Mädel. Die Gedanken, die sie (oder ihre Mutter) sich gemacht hat, finde ich so liebenswert.
Optimismus brauche ich mit meinen Lieben und jetzt weiß ich, dass sie es auch wissen, zumindest teilweise.

Auf jeden Fall habe ich angefangen in diesem Büchlein zu lesen und möchte eine Übung hier machen: Den Rückblick auf das Jahr, nur mit Fokus auf die positiven Dinge.
Auch wenn dieser Teil vielleicht kleiner ausfällt als der Rückblick letztens, ich gebe mir Mühe.

Das Jahr begann mit meinen Prüfungen, die ich allesamt auf anhieb bestanden habe. Auch die erste.
Während der Prüfung konnte ich sogar lächeln, über das Verhalten eines meiner Schützlinge.
Es gab viele weitere Momente mit meinen Lieben, die mir doch so viel zurück gegeben haben.

Ich habe angefangen im Fitnessstudio zu trainieren, habe dort Kontakte knüpfen können, zwarte Kontakte, aber ich war nicht komplett verschlossen. Es hat mir Spaß gemacht, mich auszupowern.

Es kam die Zeit der Bewerbungen und auch die habe ich einigermaßen gemeistert, ich konnte mich gut verkaufen, habe insgesamt 7 Stellenangebote bekommen. Bei nur etwa 20 Bewerbungen. Ich konnte mir genau die Stelle aussuchen, die ich jetzt habe. Mitlerweile weiß ich, dass mein Chef die Auswahl hatte, auf meine Rückmeldung hoffte und bereits befürchtete, ich würde absagen. Warum frage ich mich zwar, aber den Gedanken unterdrücke ich jetzt mal.

Es kamen meine mündlichen Prüfungen, in die ich seltsamerweise sehr selbstbewusst gegangen bin.Bis zur Prüfung war ich der Meinung, wenig gelernt zu haben, konnte dann aber aus den Aussagen anderer erkennen, dass ich doch genügend und vor allem richtig gelernt hatte.
Meine Prüfer waren zum Teil beeindruckt, lobten mich sehr.  Ich habe einen großen Überblick über die Zusammenhänge. Mein einer superkritischer  Ausbilder konnte zwar noch was finden, aber auch er war beeindruckt. Trotzdem die beste Note bei ihm hätte ich nie erwartet.

Es war klar: Ich bekomme mein Zeugnis, meinen Abschluss. Egal was mein Chef sagen würde, es würde nichteinmal schlecht werden. Und auch er gab mir ein "gut". Insgesamt habe ich nach Studium und praktischer Ausbildung nun eine 1,8 auf dem Zeugnis stehen. Das ist ein gutes "GUT".

Auch im neuen Job konnte ich mich einigermaßen zurecht finden, habe bereits viel Lob gesammelt und konnte mich mit den Kollegen gut...wie soll ich das sagen...arrangieren?!
Ich kenne einige etwas besser, habe noch keine echten Freunde gefunden, weiß aber, dass sie hinter mir stehen würden, wenn ich Hilfe bräuchte.

Privat, war es kein so supergutes Jahr. Aber immerhin leben mein Liebster und ich wieder zusammen, planen doch tatsächlich zum dritten Mal unsere Hochzeit (es muss diesmal klappen).
Mit meinen Eltern, vor allem mit meinem Vater, komme ich immer besser klar. Die Unabhängigkeit von ihnen und der Abstand hat mir sehr geholfen. Ich konnte auch in diesem Jahr "Kotzfrei" bleiben.

Nun gibt es noch einige persönliche Ziele für 2014.
Ich bin überrascht darüber, wie viel mir doch eingefallen ist. Und dabei habe ich noch nicht die einzelnen, ganz kurzen, kleinen Dinge beschrieben. Es gab so viele schöne Momenten mit Freunden und Bekannten, mit der Familie und einfach so in der Natur. Erinnerungen, die auch bleiben sollen.

Ich wünsche euch allen ein schönes, positives und gesundes neues Jahr 2014, in dem ihr die Kraft habt, Ziele zu erreichen, die vielleicht auch jetzt nicht erreichbar scheinen.

Montag, 23. Dezember 2013

Frohe Weihnachten

Ich wünsche euch allen ein fröhliches und gesegnetes Weihnachtsfest!

Für mich, wie immer eine kleine Qual. Trotzdem versuche ich es, zu genießen.

Heute war ich nochmals einkaufen. Eigentlich wollte ich nur raus aus der Wohnung und bin knapp 2 Stunden in die Innenstadt gelaufen. Dabei entstanden einige schöne Fotos. Vielleicht komme ich dazu, ein paar hoch zu laden, aber heute nicht mehr.
Es war kalt, sehr kalt. 0°C zeigte die Anzeige an der Apotheke, mein Handy 3°C. Gefühlt war es noch kälter. Der Wind wehte leicht und es war mal wieder sehr feucht in der Luft.
Aber die Sonne kam raus, schaute immer wieder hinter den Wolken hervor, eine schöne Stimmung.
Außer mir waren nur einige Jogger und Herrchen von Hunden unterwegs.

Der Weihnachtsmarkt öffnete gerade als ich an kam und es war noch recht leer. Also gleich mal in den Bücherladen. Raus kam ich 50€ ärmer, wovon nur 15€ ein Geschenk waren. Den Rest habe ich für mich ausgegeben. Vielleicht kommt bald mal wieder eine Buchvorstellung.
An der Kasse wartete ich dann schon 30Minuten. Es war mir zu voll, also bin ich in die U-Bahn geflohen und Heim gefahren. 5 Stunden war ich unterwegs.

Kein ereignisreicher Tag, doch ein schöner - mit wenig Essen. Ein Wunder, es war auch nichts da.
Wenigstens Platz für die nächsten Tage. Vielleicht komme ich ja zum bloggen.


Sonntag, 22. Dezember 2013

2 Jahre

Nach langer Zeit ein Post von mir...und gleich folgt der zweite.

Vielleicht hat das damit zu tun, dass ich wieder alleine bin und, wie auch anders an einem Wochenende, nichts zu tun habe.
Doch es ist mir wichtig, diesen Tag und diese Erkenntnis mit euch zu teilen:

ICH BIN SEIT 2 JAHREN KOTZFREI

Ja, genau!
Wann genau ich das letzte mal absichtlich die Kloschüssel besucht habe, kann ich nicht sagen, doch am 22.12.2011 ging es auf zu den Weihnachtsbesuchen und da ich, wie ich vielleicht schon geschrieben habe, nur zu Hause und dann erbrochen habe, wenn es niemand mitbekommen konnte, blieb mir nichts anderes übrig, als dem Druck stand zu halten.
Wie ich dann die folgenden Wochen überstanden habe, das weiß ich nicht. Doch es wurden immer mehr Tage, Wochen, Monate und nun sogar Jahre.

Ganz zufällig ist mir das Datum ins Blickfeld geraten und aufgegangen, dass es nun zwei Jahre sind.

Was hat sich geändert?
Gefühlt nichts.
Der Druck ist noch immer da, es ist nur einfacher, ihm nicht nachzugeben.
Die ES ist, trotz gegenteiliger Diagnose, noch immer nicht ganz weg, der Kampf gegen die Kilos geht weiter.
Mein Gewicht ist nahezu das gleiche. Es turnt immer um die gleichen Zahlen herum, mal etwas mehr, mal etwas weniger, aber immer um den BMI 22.
Und der Wunsch: Zurück zu den 54kg, mit denen es mir gut ging.

ich starrte aus dem Fenster in die dunkle Leere

Jetzt gerade ist es hell, ich sitze alleine im Wohnzimmer, habe meinen kleinen Computer mit vor den Fernseher  geschleift, es läuft Ski-Sport. Auf meinem Schoß sitzt mein kleiner Mietz, kuschelt und schnurrt. Jetzt gerade habe ich doch ganz gute Gedanken, sein Schnurren und Treteln tut gut. Es ist dort etwas warmes und sagt mir: Du bist nicht alleine, ich bin da und hab dich lieb!

In den letzten zwei Wochen hatte ich wahnsinnigen Stress. Es standen die letzten Tage Arbeit im Jahr an. Noch einiges zu tun und dann die Nachricht: Die Großmutter meines Liebsten ist gestorben.
Umplanen der Weihnachtszeit. Wir konnten nun statt 4 Tage nur knapp zwei bei meiner Familie verbringen und mussten noch am 21.12. zur Beerdigung zu seiner Familie fahren.
Gestern bin ich dann auch noch wieder nach Hause (ein Kater braucht eben Zuwendung), er blieb bei seiner Familie. Bisher war ich schon knapp 20 Stunden in den letzten gut 3 Tagen unterwegs und es kommen noch etwa 8 Stunden dazu bis kurz nach Weihnachten.
Sehr viel Fahrereri in nur kurzer Zeit. Mich strengt das immer so an. Ich kann auf Autifahrten kaum schlafen und bekomme sehr schnell Hummeln im Hintern, kann kaum sitzen, meine Beine schlafen ein.

Auf der Fahrt am Freitag kamen wieder viele gemeine Gedanken.
Wir mussten meine Heimat, meine Eltern und meine Familie nach nur so kurzer Zeit wieder verlassen. Ein dreiviertel Jahr war ich schon nicht mehr dort und nun wares nach kurzer Zeit vorbei.
Wir fuhren nur weg, weil wir zur Beerdigung seiner Großmutter mussten.
Wie oft würde ich noch meine Eltern sehen?
Sie sind nun die älteste Generation. Sie werden wohl als nächste sterben.
Wenn schon der Tod einer Frau, die nicht mit mit verwandt ist, die ich nur von ein paar Besuchen kenne, mich so mit nimmt;
Wenn schon der Tod meiner Großmütter mich in so tiefe schwarze Gedanken stürzt, zu was werde ich dann noch fähig sein, wenn meine Eltern sterben?

Vor nur wenigen Jahren hätte ich das nicht gedacht. Da wäre ich froh gewesen, sie los zu sein. Doch nun ist alles anders.
In dem Moment im Auto, als wir uns Meter um Meter von meiner Heimat weg bewegten, als es dunkel wurde und kalt, als draußen nichts mehr zu sehen war, da vermisste ich meine Eltern so sehr, bekam ich so Heimweh.
Die Sehnsucht nach dem Vertrauten Geruch von zu Hause, den vertrauten Geräuschen, dem Geschmack des Essens, den es nur zu Hause so gibt, verursachte eine solche Leere in mir.
Eine Leere, wie sie auch dort draußen vor dem Fenster herrschte, denn dort war nichts in der Dunkelheit.
Ich starrte aus dem Fenster in die dunkle Leere, die sich gerade in mir ausbreitete.

Mittwoch, 4. Dezember 2013

2013 eine erste Bilanz

2013 war ein Jahr, das mir lange in Erinnerung bleiben wird.
Es gibt auch positive Dinge doch die negativen bleiben wohl mehr in Erinnerung.
Es ist wie immer: Das Schlechte, Unangenehme, Peinliche, Schlimme, Traurige, es bleibt tief und fest verankert in der Erinnerung.

Mir fällt ein, dass ich nicht zum Geburtstag meiner Oma konnte. Es war noch nicht ganz klar, aber abzusehen, dass es der letzte sein würde, den sie erlebt.

Mir fällt meine erste Prüfung mit einer 3 ein, mit der ich alle und vor allem mich enttäuscht habe.

Mir fallen auch die anderen zwei Prüfungen ein, die beide auch nicht so ausgefallen sind, wie mein Ehrgeiz und mein Perfektionismus das von mir verlangen.

Mir fällt der Tod meiner Oma ein, das Bewusstsein, dass das Leben so endlich ist, die Angst davor, die nächste Generation, also meine Eltern auch zu verlieren.

Mir fällt das Zusammentreffen. It meinem Liebsten ein, das erste nach Monaten, das mir wahnsinnige Angst machte. Angst vor einer Zukunft mit ihm, da nichts mehr war, wie es einmal war.

Mir fällt der Abschied von meiner Heimat ein, die vielen Angsttränen, die Zukunftsängste, das Gefühl, alles zu verlieren und die Angst, auch meinen Liebsten zu verlieren, alleine ohne irgendwen da zu stehen, einsam, verloren und dazu in einer Umgebung, die nicht meine Heimat ist.

Mir fällt die Einsamkeit der letzten Wochen ein, in denen wirklich keiner da war.

Mir fallen die ersten Wochen hier ein, in denen ich viel alleine war, die Einsamkeit nicht enden wollte obwohl ich doch alles aufgegeben hatte um der Einsamkeit zu entkommen.

Mir fällt mein schwerer Start hier ein, mein Heimweh und das ungute Gefühl, das ich noch immer habe, wenn ich Zeit zum Nachdenken habe.

Mir fällt der Sport ein, den ich vernachlässige, die Vorsätze die ich nicht einhalte.
Mir fallen die vielen Kilos ein, die ich verloren und wieder zugenommen habe.

Mir fällt der Satz ein, der mich in ein tiefes Loch hat fallen lassen "Ich weiß nicht, ob ich dich noch liebe!".

Mir fällt ein, dass es mir immer schwerer fällt, körperliche Nähe und Liebe zuzulassen und die daraus folgenden Konsequenzen.

Mir fällt so vieles ein, was ich in diesem Jahr 2013 hätte erreichen können, es aber nicht habe. Warum?
Habe ich zu wenig Kraft investiert? Habe ich zu wenig Ausdauer gehabt?

Wird mein Leben 2014 geradliniger verlaufen?
Es liegt nur an mir!

Samstag, 30. November 2013

All I want for Christmas...

Draußen ist es kalt, eisige kalt. Zumindest für mich.
Es ist nicht mehr so kalt wie noch Anfang der Woche: -10°C am Morgen und den ganzen Tag unter 0°C, die Kiddies laufen auf dem Sportplatz "Schlittschuh".

Hier drinnen ist es schön warm, der Cappuccino in meinen Händen wärmt auch sie.
Mein Ring rutscht noch immer fast von meiner Hand, so kalt sind sie gerade.
Nein, wir waren nicht lange draußen, eigentlich nur den knappen Kilometer zur Bahn und zwischen den Geschäften etwas hin und her. Und trotzdem ist mein Körper durch und durch kalt.

Es riecht gut in diesem Kaffeehaus, nach Kaffee, nach Kuchen, nach Essen.
Wir sitzen uns gegenüber, trinken unseren Kaffee und reden kaum. Mein Liebster wirkt müde, ich bin gerade nicht fähig.

Am einen Tisch neben uns sitzen zwei ältere Paare und scherzen.
"Einen Milchkaffee und einen Apfelstrudel, bitte!", sagt die eine Frau, die beiden Männer bestellen Kaffee und Käsekuchen. Die zweite Frau trinkt einen Eiskaffee mit Schuss und isst auch einen Kuchen.

Am anderen Nachbartisch sitzt ein Paar. Sie haben sich gemeinsam auf die Bank an der Wand gesetzt und auf den Stuhl gegenüber eine ganze Menge an Tüten gestellt.
Beide essen einen Streuslekuchen mit Sahne und trinken heiße Schokolade, auch mit Sahnehaube.

Weiter rechts sitzen drei Frauen. Drei Freundinnen. Sie Essen Ofenkartoffel, später bestellen sie Nachtisch.
Am Fenster sitzen zwei Frauen. Die eine ist sehr dünn, jedoch mit wahnsinniger Oberweite. Der erste Gedanke ist, dass diese nicht natürlich so gewachsen sein kann. Ihr Gesicht ist ebenmäßig und leicht gebräunt. Die andere ist nicht ganz so perfekt. Auch diese beiden essen Kuchen, nein, sie essen Torte und trinken Milchkaffee. Sie nehmen die Gabel voll und schieben sie genüsslich in den Mund.

Um mich herum essen alle. Und alle scheinen dieses Essen zu genießen. Sie haben genau das gewählt, weil sie auf genau das Appetitt hatten, weil genau das für sie in dem Moment genau das war, was sie wollten. Genießen das Essen, ohne darüber nachzudenken, an welcher Stelle des Essens am Tag sie sparen müssen, um sich das zu erlauben.

Meine Gedanken dagegen sind krank. Sie kreisen um Kalorien und zwingen meine Beine, sich zu bewegen, auf dem Stuhl nach vorne zu rutschen.
"Heute hast du schon gegessen: Ein Brötchen mit Honig und du hast diesen Cappuccino getrunken. Heute heißt es am Abend sparen!"
Schon um 15 Uhr mache ich mir Gedanken darüber, was ich an diesem Tag noch zu mir nehmen kann und weiß, dass ich mich, wie immer nicht daran halten werde, dass es am Ende des Tages doch mehr sein wird, als ich zu diesem Zeitpunkt einplane.
Heute ist es nicht arg viel mehr geworden, genügend um das Gewicht zu halten, denke ich, zu viel um abzunehmen.

Und das, was ich mir am meisten wünsche gerade ist, endlich nicht mehr darüber nachzudenken und mir diesen Druck nicht mehr zu machen.
Diesen Wunsch kann nur ich mir erfüllen...aber wie?!

Mittwoch, 27. November 2013

Weihnachten naht

Weihnachten naht mit viel zu großen Schritten. Wann auch immer ich mich um Geschenke kümmern soll, ich komme noch nicht einmal mit der Arbeit nach.
Momentan ist es wirklich schlimm. Ich sehe kein Land mehr.
Zu nichts habe ich mehr Zeit.
Noch nicht einmal mehr die Kraft, mich selbst. Zu disziplinieren.
Seit Tagen macht mein Körper schon nicht mehr mit: Kopf-, Bauch-, Rückenschmerzen, Schwindel, Eiseskälte, schlechte Haut und Haare und seit gestern Tinnitus.
Zu viel Lärm und zu wenig Erholung.

"Du siehst müde aus" hat man nur die letzte Tage unter dicken Schichten auf meinem Gesicht nicht gesehen, heute hatte ich dazu keine Kraft.

Weihnachten naht mit zu kleinen Schritten, ich brauche so bald wie möglich Pause!

Mittwoch, 20. November 2013

6666

6666 ist die Zahl des Tages.
Sie stach mir direkt ins Auge, als ich in meinen Bloggeraccount kam.

Es sind die Aufrufe meiner Seite.

Nicht besonders viel in immerhin schon über einem Jahr und gleichzeitig mehr als 200 Einträgen. Doch die Zahl zu sehen ist ... lustig?!

Zur Zeit läuft nichts besonders gut. Arbeit nervt gerade. Ja, es macht Spaß aber es ist soo anstrengend gerade. Täglich noch zu Hause arbeiten, nie vor 11 ins Bett und doch nichts privat gemacht.
Sport ist zur Zeit zeitlich auch nicht möglich.
Mein Appetitt undbändig, gefühlt. Mein Gewicht nun ja, äh, ok (vielleicht).

Zeit für Hobbies habe ich nicht mehr. Gerne würde ich wieder mehr für mich machen. Am Wochenende gehen wieder meine Kolleginnen weg, diesmal ohne mich. Diese Woche habe ich noch nicht einmal Wochenende, am Freitag arbeite ich von 9 bis Samstag 9 durchgängig - wahrscheinlich. Offiziell habe ich zwischen 22 Uhr und 9 Uhr Pause doch sind zu wenig Aufsichtspersonen für unsere Aktion über Nacht da. Also werde ich wohl in dieser Zeit nicht schlafen sondern versuchen mich wach zu halten und Aufpasser spielen.

Und meine Weihnachtsgeschenke bleiben auf der Strecke. Für meinen Liebsten muss ich noch das Geburtstagsgeschenk fertig machen.
Immerhin hatte ich schon die Idee ;-)

Ich hoffe, ihr habt mehr Zeit, als ich.

Sonntag, 17. November 2013

"Die Nordluft tut dir gut!"

Es war eine anstrengende Woche und die nächste wird nicht besser. Ich arbeite momentan nur noch. Morgens um 6 Uhr aus dem Bett, anziehen, zähneputzen, auf zum Bus, arbeiten, nach Hause fahren, arbeiten, Tasche packen und schlafen gehen...um 11 oder 12 Uhr nachts.

Dazu waren diese Woche Freunde da. Mein Ex und seine anstrengende Freundin.
Wir waren Dienstag essen. Sie (und auch er) hat wahnsinnig zu genommen. In dem Restaurant, in dem wir waren, war es etwas eng, superurig und gemütlich. Wir mussten den Tisch verschieben "Ich bin zwar schlank aber so schlank nicht!" war ihre aussage und ich denk mir nur: "Ich bin schon fett, und du noch weit dicker!". Neben ihr sehe ich aus, wie ein Handtuch.
Die Dame hat ja lauter "Nahrungsmittelunverträglichkeiten" allerdings nur so lange, wie sie weiß, dass die Nahrungsmittel drin sind. In ihrer Soße war 100%ig Sahne, die sie eigentlich nicht essen kann, aber an diesem Abend...

Freitag waren sie dann zum Abendessen (natürlich musst eich kochen, dafür den ganzen Tag hungern) da. Sie hatten noch Knabberzeugs dabei und auch da haben sie reingeschlagen - ich weiß, warum sie so fett sind.
Madame hatte keinen Spaß bei Blackstories, wir drei anderen haben uns köstlich amüsiert.

Gestern war eine Geburtstagsfeier bei einem Bekannten. 40 ältere und jüngere Menschen zusammen unterwegs in einer Stadt und abends in einem Lokal in der Lüneburger Heide. Es war super. Da wir verschlafen hatten, gab es bis 16 Uhr zwei Kaffee und um etwa 16 Uhr einen Wecken. Im Lokal Buffet...raussuchen, was das Gewissen zu lässt ist was tolles. Beim Buffet bekommt auch keiner mit, was man nicht isst, denn es sehen ja nicht alle, was zu Beginn auf dem Teller war. Insofern eine tolle Geburtstagsfeier. Auch sonst war es lustig, viele alte Bekannte aus der Heimat waren angereist. Die Lüneburger haben wir zum zweite Mal gesehen.

Viele haben sich erkundigt, wie es uns geht. Es sind einige auch stolz darauf, was wir erreicht haben "Ihr seid noch so jung und erfolgreich. So viel wie ihr erreichen nicht alle in ihrem Leben" - schön, dass ihr das so seht, gelebt haben wir oder vor allem ich noch nicht wirklich, das merke ich immer mehr. Vor allem,  nachdem hier auch noch Freunde und Hobbies fehlen. Oft bin ich alleine, fühle mich auch so. Fühle mich so abhängig von meinem Liebsten, denn er ist mein Halt hier.
Ich vermisse meine Heimat noch immer so sehr und komme mit dem Leben hier auch noch immer nicht richtig klar. Die Krankheit holt mich immer mehr ein. Die Körperschemastörung ist furchtbar. Wie schlimm sie ist, ist mir tatsächlich dieses Wochenende aufgefallen. Neben anderen Frauen vor einer spiegelnden Fläche stehen, hilft mir dabei, zu erkennen, wie ich aussehe. Doch heute vor dem Spiegel...nun ja.
Beim Abschied sagte einer der älteren Herren (er und seine Frau haben einen Narren an meinem Liebsten und mir gefressen. Sie sehen uns wohl als Musterbeispiel und prahlen immer wieder) zu mir: "Die Nordluft tut dir gut!" - in dem Moment dachte ich mir: Heute tat mir gut! Viele gute Gespräche auf hohem Niveau - wie auch nicht unter lauter Akademikern - mit Menschen, die mir mindestens etwas bedeuten, mir denen ich in den letzten Jahren viel Zeit verbracht habe...Nicht die Nordluft, die wenigen Stunden mit der Heimat in der Fremde haben mir gut getan.
Wenn es solche Momente doch nur öfter gäbe....

Samstag, 2. November 2013

Entscheidungen

Diese Woche war ich mal wieder Strohwittwe, mein Liebster auf Fortbildung.
Ich und das Alleinsein, das passt sowas von gar nicht zusammen.
Noch dazu bin ich krank geworden, musste trotzdem arbeiten, musste zwei Kuchen backen (scheiß Nascherei) und habe wahnsinnig mit dem Drang kämpfen müssen, das, was ich esse, wieder los zu werden.
Seit fast zwei Jahren bin ich kotzfrei und genau das ist es, was mich momentan abhält. Diese etwa 700Tage, die ich nicht einfach auf den Müll werfen will.
Mein Wunderwerk von Körper braucht momentan so wenig Nährstoffe, dass ich mit durchschnittlich 1500kcal am Tag gerade so mein Gewicht halte.
Meinen Kollegen ist diese Woche mein weniges Essen aufgefallen. Ein Wunder, dass es erst jetzt passiert ist. Und was für ein noch größeres Wunder, dass ich auch noch krank bin. Mittagessen war um 11.30Uhr und meine Argumente "Um die Uhrzeit habe ich sowieso nie Hunger und diese Woche ist es mit dem Appetitt irgendwie nicht so gut. Kann ich mir auch irgendwie nicht verübeln!" haben sie zum lachen gebracht und überzeugt.
Abends ging dafür wirklich die Gedankenspirale los. Und damit auch das Essen.
Und was mir so durch den Kopf ging, war vor allem meine Beziehung und meine Zukunft.
Will ich mit einem Mann leben, der mir offen sagt, dass er vielleicht keine Kinder mit mir haben will oder vielleicht noch schlimmer, der offen sagt, dass er nicht weiß, ob er sein Leben mit mir verbringen will?
Mit einem Mann, der bei der Frage nach unserer eigentlich für nächsten Sommer geplanten Hochzeit ausweichende Antworten gibt?

Meine Antwort auf diese Frage war am Abend, bevor er wieder kam: "NEIN!"
Meine Entscheidung war, ihm das in einem Brief mitzuteilen, Ring und Kette dazu zu legen und alles für eine Nacht mit zu nehmen um dann am nächsten Tag zu entscheiden, ob ich auf Arbeit bleibe oder nicht.
In diesem Brief hatte ich ihm auch geschrieben, was mich dazu bewegt und ob er sich vorstellen kann, an diesen Gründen zu arbeiten.

Ich blieb dann so lange, bis er mit Sicherheit zu Hause sein musste. Und es kam dann auch eine SmS mit der Bitte, ich solle doch nach Hause kommen.

Und auch er hatte sich entschieden. Für mich!

Ein Grund war jedoch, dass er in letzter Zeit einige Entscheidungen gefällt hat, die uns beide betreffen. Auch, sollte es diese geben (ich gehe momentan davon aus), unsere gemeinsame Zukunft.
Altersvorsorge, Versicherungen,...
Als ich daran gearbeitet habe, hatte ich ihn vor meiner Entscheidung zu seiner Meinung gefragt. Er hatte das nicht gemacht, mir mitgeteilt, er habe jetzt unterschrieben und mir nur auf Nachfrage gesagt, was er unterschrieben hatte.
Er hatte am letzten Wochenende auch entschieden, dass seine Eltern diesen Freitag am frühen Abend zu Besuch kommen dürfen. Ich stand daneben und dachte nur: "Oh Scheiße, diese Wochenende waren wir nicht da, ich hatte einfach unter der Woche keine Zeit neben der Wäsche und dem Abwasch auch noch zu putzen, die Wohnung sieht aus wie Sau und auf dich kann ich ja gerade nicht zählen. Aber ok, ich habe ja noch 5 Tage Zeit!"
Allerdings war ich dann krank und hatte dazu doch keine Zeit.
Und genau das habe ich ihm an den Kopf geknallt. In den letzten Monaten hat er im Haushalt quasi nichts getan. Und wenn, dann waren es seine Hemden, die er gebügelt hat und meine Sachen blieben liegen.

Er hat sich diese Woche dafür entschieden, zu kämpfen...

Montag, 28. Oktober 2013

Herbstwind

Die Sonne scheint durch das bunte Laub hinunter durch die Bäume.
Am Morgen war noch alles trüb und grau und regnerisch und trotz Winterzeit noch dunkel.

Ich kämpfe mich voran, denn es weht ein strammer Herbstwind, mir entgegen.
Es fällt mir schwer, Fuß vor Fuß zu setzen. Mein Körper ist schwach.

Die Sonne steht hinter mir, vor mir ein Schatten auf dem Boden.
Bin das ich?
Der Schatten fast kleiner als ich und doch so schmal...der Schatten täuscht. Oder bin ich das nicht?

Die Hose flattert im Herbstwind, ebenso die Haare, sie fliegen um meinen Kopf herum.

Jeder Schritt fordert Kraft, die Treppen zu steigen ist schwierig.
Nein, es ist nicht das wenige Essen, am Wochenende war es doch mehr als in den letzten Wochen. das darf ich mir nicht einreden.
Es ist auch nicht das niedrigere Gewicht, denn es ist nicht niedrig.
Es ist auch nicht das lange Stehen - heute immerhin 6 Stunden, das tut sonst auch nichts.

Mal wieder hat es mich erwischt, Erkältung, Grippe oder was auch immer, meine Nase ist zu, ich bekomme schwer Luft, mir tut alles weh.
Ich rede mir ein, mir geht es gut und es ist alles kein Problem, alles normal, kein Kampf die Treppe hoch, kein Kampf zu laufen. Kein Hunger.


Am Wochenende waren wir mal wieder zu zweit bei seinen Eltern. Seine Großmutter ist schwer krank, wie lange sie noch leben wird ist fraglich. Nach einer Blutvergiftung sind ihre Nieren kaputt und für Dialyse ist sie eigentlich schon zu schwach. Dazu kommt, dass sie senil ist, sie hat stark abgebaut seit wir sie das letzte Mal besucht haben. Das war Anfang September.
Jetzt erkennt sie mich nicht mehr, damals war sie noch sehr froh, dass ich da war, hat sich gefreut.

Dafür sind wir 3,5 Stunden hin am Freitag abend und 3,5 Stunden zurück am Sonntag nachmittag zusammen mit seinem Cousin. Wir haben viel gelacht, sein Cousin ist echt ein Freak, aber ein total lieber. Die ganze Zeit läuft sein Mundwerk, plappert vor sich hin. Und er lästert so gerne über die Freundin des Bruders meines Liebsten und auch über den Bruder.
Die beiden hatten sich Sonntag mal wieder in den Haaren.
Hauptleidtragender: Der Hund der Freundin.
Das arme Tier haben die zwei über Nacht alleine gelassen - Zuflucht bekam er bei uns, Gassi waren wir auch, am Abend und am Morgen. Der Hund ist wirklich lieb, verzogen und verwöhnt aber lieb.

Eigentlich ein schönes Wochenende, aber anstrengend. Vor allem mit angehender Erkältung und viel zu tun. Heute ist wieder sooo viel zu tun und ich kann gerade nicht mehr.
Seit etwa 20 Tagen bin ich unter 2000kcal jeden Tag, meißtens unter 1000. Auch am Wochenende habe ich es so niedrig wie möglich gehalten. Heute früh: 58,7kg insgesamt 2,4kg weniger als am Anfang dieser 20 Tage.
Heute dann das Backen von zwei Kuchen...und ich hab mal wieder viel zu viel genascht - bestimmt heute ran an die 2000kcal. Egal, ich schaue, was der Tag morgen bringt, er wird sicher besser.

Es geht mir wieder etwas besser, bin aber in einem tiefen dunklen Loch und schaffe es gerade nicht raus. Das wenig Essen geht auch automatisch, ich habe einfach auf nichts Appetitt oder auf das Appetitt, was ich gerade nicht bekommen kann. Insgesamt esse ich einfach zu wenig, das weiß ich, der angenehme Nebeneffekt ist das Gewicht.

Mal wieder viel zu viel, viel zu unzusammenhängend und schlecht geschrieben (ihr kennt ja nichts anders von mir) mein Hirn ist gerade einfach nur noch Matsch, glaube ich.


Mittwoch, 23. Oktober 2013

Was wurde aus mir?

Über meinem Schreibtisch hängen Bilder: Fotos meiner Familie, meiner Lieben, meiner Heimat.

Dort sind Bilder meiner Großmütter, beide schauen lachend in die Kamera.

Die eine trägt den Pullover, den sie so sehr liebte, er ist blau, ihre Lieblingsfarbe. Sie lächelt so liebevoll in die Kamera, ihr Blick und ihr Lächeln sind freudig und geben so viel Liebe.

Die andere steht mit meiner Tante vor der dem Haus, in dem sie mehrere Jahre lebte.
Genau diese Zeit hat meine Oma geprägt, depressiv gemacht.
Doch auf diesem Bild lacht sie ehrlich, so ehrlich, wie es nur meine Oma konnte. Sie lachte insgesamt nicht oft, ihr Leben hat sie so gemacht. Doch wenn sie lachte, dann lachte sie ehrlich.

Dort hängen Ansichten auf meine Heimatstadt, die mich immer wieder daran erinnern, wie wunderschön es dort ist.

Dort hängt eine "Kollage" von Bildern meines Liebsten mit einer Erinnerung an unsere Verlobung, Erinnerungen an wundervolle Zeiten, an Zeiten, als alles möglich schien und die Zukunft so rosig war.

Dort hängt ein Bild meiner Familie, 2009 haben wir dieses beim Fotografen machen lassen - ein letztes wirkliches Familienbild, es war kurz nachdem ich ausgezogen war.

Und dort hängt ein Bild von mir. Ein Bild von meinem ersten Schultag. Ich sehe in meine eigenen Augen, in ein Gesicht voller Neugierde und Spannung, Fröhlichkeit, Vorfreude aber auch etwas Angst.
Ich sehe dort mich selbst, mein eigenes Gesicht und erkenne mich. Das bin ich.
Ich gehe zum Spiegel, schaue hinein und erkenne nicht dieses kleine Mädchen, erkenne nicht die Neugierde, Spannung, Vorfreude, Fröhlichkeit, ich erkenne Angst und Traurigkeit.
Das Bild ist schön, ist es wirklich. Es entstand in der Schulaula, die Sonne scheint auf meine Haare, der Hintergrun ist schwarz, als ob der Hintergrund von einem Fotografen dort hin gesetzt wurde. Es ist ein Portrait, ein Zufallsbild udn doch ist es, als ob es lange Zeit und Übung gekostet hätte, es zu stellen. Es ist wundervoll, eine wundervolle Erinnerung.
Meine Augen strahlen auf diesem Bild, ich lächle, unbeschwert, absolut nicht gestellt. Es war ein schöner Tag.
Im Spiegel sehe ich das gleiche Gesicht, 20 Jahre älter (und so sehe ich nicht aus) und so viel bitterer.

Was ist aus mir geworden? Warum bin ich so geworden, wie ich bin?
Wie konnte ich so traurig werden?

Ich versuche ein Lächeln, ein Lachen und sehe keine Ehrlichkeit, keine Liebe.
Ich schaue in meine Augen, dort ist kein Glanz mehr, dort ist Leere, dort ist nichts.

Und wäre das Licht wundervoll und es der beste Fotograf, der das Bild von mir versucht, es wäre nicht so ehrlich und unbeschwert, nicht so wundervoll und schön, wie das Bild von mir am Tag meiner Einschulung. Die 20 Jahre haben mich gezeichnet. Äußerlich nicht so stark, mein Gesicht sieht eher aus wie 10 Jahre älter, doch mein Blick sieht aus, als sei ich schon lange tot.

Sonntag, 20. Oktober 2013

leer und nutzlos

Ich fühle mich so leer und nutzlos.
Ja, ich habe eine Aufgabe und erfülle diese auch, doch sie erfüllt mich gerade nicht.
Es sind andere Probleme, die mir zu schaffen machen.

Seit fast zwei Wochen hat mein Leben keinen richtigen Sinn mehr, also mein momentanes Leben.
Ich frage mich, warum ich hier her gekommen bin und finde darauf keine Antwort mehr.
Ich frage mich, warum ich alles aufgegeben habe und finde darauf keine Antwort mehr.
Ich frage mich, warum ich meine Heimat hinter mir gelassen habe und finde darauf keine Antwort mehr.
Ich frage mich, warum ich meine Familie und meine Freunde hinter mir gelassen habe und finde darauf keine Antwort mehr.

Der einzige Grund, hier her zu kommen war die Liebe und jetzt?
Jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher, ob der Spruch im Ring stimmt:

Amor vincit omnia - die Liebe siegt immer

Es ist sein "Verlobungsring" und als ich ihm diesen geschenkt habe, vor noch nicht einmal 2 Jahren, fing alles an, auseinander zu gehen. Und ich bin hier her gekommen, um alles zu flicken. War genau das die falsche Entscheidung?
Waren alle Entscheidungen in diesem Jahr falsch?

Es sind so wenige Worte, die alles, aber auch wirklich alles verändern können, ein tiefes Loch aufreißen und einen hineinstoßen.
"Ich weiß nicht, ob ich dich noch liebe, ob ich dich heiraten und mein Leben mit dir verbringen möchte!"
Ach hätte ich dich nur nicht gefragt, hätte ich doch nur weiter alles ertragen und geschwiegen. Wieder eine falsche Entscheidung.
Und ich frage mich, warum er mir das nicht früher gesagt hat...

In mir ist alles leer und kahl, doch keine weißen Wände, nichts ist aufgeräumt, alles ist schwarz und grau und fliegt unaufgeräumt durcheinander.

Wozu bin ich hier? Weshalb bin ich von denen los gegangen, die mich mein (oder ihr) Leben lang lieben werden, egal was kommt?

Montag, 14. Oktober 2013

Hungertagebuch die Xte

Und es ist soweit: Aus der Fressphase wurde eine Hungerphase.
Wie immer mit Essenstagebuch. Oder sollte ich es Hungertagebuch nennen?

Wie es dazu kam ist eine gemeine Geschichte. Ob ich sie erzählen möchte?
Ja, doch ich kann nicht. Es klang alles zu absurd und ist ne Beziehungskiste.
Auf jeden Fall geht es mir noch gut, einigermaßen, vor allem körperlich.

Samstag, 5. Oktober 2013

und mit jedem weiteren Schritt kommt die Traurigkeit wieder

Es sind Bahnhöfe, die mein Leben momentan verändern.

Abfahrt und Ankuft, gelbe und weiße Tafel.

Eigentlich sollten es schwarze und weiße Tafel sein, zumindest sind sie das für mich.

Montag, kurz nach 14 Uhr weiße Tafel: Gleis 14
Noch über eine halbe Stunde, wo sie wohl dort ankommen? Wo sie dort wohl sitzen? Ob sie erwarten, dass ich am Gleis stehe?
Nervös gehe ich auf dem Bahnsteig auf und ab, wippe mit den Beinen, wenn ich stehe. Mein Herz klopft schneller, die Zeit vergeht zu langsam. Die Musik in meinen Ohren ist ausnahmsweise mal fröhlich: Georges Bizet Farandole aus der Suite L'Arlésienne
Der Zug fähr ein, ich sehe das Gesicht meines Vaters, glaube ich, kann es nicht glauben, warte ab. Der Zug hält, hinten steigen sie nicht aus, das vorne muss er gewesen sein. Ich laufe nach vorne, sehe die strahlenden Gesichter meiner Eltern. Ich kämpfe mit den Tränen und bin fröhlich, erleichtert, von ihnen in den Arm genommen zu werden.

Dienstag, Mittwoch und Donnerstag haben wir große Teile des Tages gemeinsam verbracht.
Dienstag waren wir Vormittag und frühen Nachmittag unterwegs in der Stadt, gemeinsam Kaffeetrinken und Mittagessen, abends kamen sie zu uns.
Mittwoch haben wir uns am späten Nachmittag getroffen, waren abends zusammen essen - Fisch (ja, ich esse ab und zu Fisch, aber nur ganz frischen und auch nicht wirklich oft).
Donnerstag: Zoobesuch - vielleicht irgendwann mal Bilder davon? Ich brauche eine richtige Kamera!

Freitag, kurz nach 14 Uhr schwarze Tafel Gleis 14
Ich laufe von zu Hause los. Noch mehr als eine Stunde, bis sie abafahren. Unendlich lange kommt es mir vor, dass ich sie nicht mehr gesehen habe, unendlich kurz die Zeit, die wir noch zusammen verbringen können. Die Musik in meinen Ohren macht meine Stimmung nicht besser.
Nervös laufe ich am Bahnsteig auf und ab, bis meine U-Bahn endlich kommt. Die Fahrzeit bis zum Bahnhof zieht sich unenedlich lange hin.
Ich schaue auf die gelbe Abfahrttafel, Reiseziel: Gleis 12. Ich laufe zu Gleis 12, Bahnsteif rauf, Bahnsteig runter, die Zeit vergeht, meine Eltern sind nicht da. Ich schaue auf die Zugnummer, ziehe mein Handy aus der Tasche, lese die SMS meines Vaters...ein anderer Zug, ein anderes Gleis - Mist, kostbare Zeit verloren.
Anderes Gleis, da stehen sie, ich sehe sie von weitem, sie mich nicht.
"Wie schön, dass du da bist, wir hatten gar nicht damit gerechnet, dass du kommst." und eine herzliche Umarmung, meine Mutter küsst mich, ich könnte weinen.
Wir reden die letzten Minuten noch miteinander, der Zug fährt ein, wir laufen zum richtigen Wagen, meine Eltern steigen ein.
Das war also die lang herbeigesehnte Woche mit meinen Eltern.
Die letzten Momente, durch die dunkel getönten Scheiben des ICE sehe ich sie noch den Platz suchen und finden, mein Vater wuchtet die Koffer auf die Gepäckablage, beide bleiben stehen und winken mir lächelnd zu. Ich lächle zurück. Es ist ein falsches Lächeln, innerlich weine ich und kämpfe mit meinen nervös wackelnden Beinen.
"Am Gleis 14 bitte einsteigen" schnarrt es aus dem Lautsprecher, die Türen schließen, ein Pfiff ertönt.
Sie winken, ich winke.
Sie lächeln, ich lächle, so lange, bis ich sie nicht mehr sehen kann.
Noch immer winke ich doch ich lächle nicht mehr, ich weine.
Meine Wangen fließen dicke Tränen hinab. Ich wende mich vom Zug ab, von den Menschen, die am Gleis 13 aussteigen, wische mir über das Gesicht, schnäuze die Nase und gehe Richtung Ausgang.

Mit jedem weiteren Schritt entferne ich mich weiter von meinen Eltern und mit jedem weiteren Schritt kommt die Traurigkeit wieder, die in den letzten Tagen nicht da war - ich bin allein zwischen all den tausend Menschen hier am Bahnhof, Muttervaterseelenallein.


Sonntag, 29. September 2013

Impressionen


Bilder vom Strand, bei einem unserer abendlichen Ausfüge.

Ich vermisse die Zeit, ständig auf trab, immer eine Funktion.
Jetzt bin ich einfach ich ohne Aufgabe.

Ich vermisse die Zeit, ständig unter Beobachtung, immer mit Menschen, die nichts wissen dürfen.
Jetzt zählt wieder jede Kalorie und jedes Gramm zu viel auf der Waage.

Bin ich hier einfach nutzlos?

Donnerstag, 26. September 2013

Verpasster 1. Geburtstag und der Sinn meines Lebens

Happy Birthday lieber Blogg, du bist schon ein Jahr alt!

Nach nicht einmal einem Jahr vernachlässige ich dich, als wärest du ein Stück ungeliebter Dreck!
Nein, das ist nicht so. Doch fällt es mir zur Zeit einfach schwer, zu schreiben. Oder besser gesagt, mir die Zeit zu nehmen, zu schreiben. Ich hoffe, es wird besser, denn ich habe gerade frei. Eigentlich nicht, erst nächste Woche sind Ferien, aber auch diese Woche ist für mich "Ferien". Anderer Stress als sonst, guter Stress, er tut mir nicht so weh wie der sonstige Alltagsstress, auch wenn er eigentlich sehr viel aufreibender ist, denn es gibt viel mehr schöne Momente.

Ja, Mir geht es momentan ganz ok. Ich bin mit 28 Jugendlichen in einem Feriendorf.
Es tut gut, das ganze Leben um mich zu haben.
Es tut gut, die ganzen Mädels und Jungs länger als nur wenige Stunden zu sehen.
Es tut gut zu wissen, dass es ihnen (so einigermaßen) gut geht.

Meine Aufgabe ist es auch, zu erkennen, ob es einem von ihnen psychisch schlecht geht. Doch wie soll man das bitte bewerkstelligen, wenn man nur eine Momentaufnahme sieht.
Es sind einige sehr sehr sehr ... dünne Mädchen dabei. Doch jetzt weiß ich, dass sie weder A noch B sind. Sie sind einfach nur dünn. Wenn man sie Stunden lang beobachten, ihnen beim freudigen futtern zu sehen kann und sie auch noch lange Zeit später nicht auf dem Klo verschwunden sind, dann ist das Gefühl der Erleichterung doch groß.

Um zwei mache ich mir noch immer Sorgen. Sie sind sehr introvertiert aber ich glaube, sie sind einfach so. Gut aufgehoben sind sie in ihren Gruppen trotzdem und fühlen sich da wohl. Das ist die Hauptsache.

Mir tut die Anwesenheit, das Spielen, das Lachen, ... es tut mir einfach alles gut.

Und dann, in so Momenten wie jetzt, wo sie in ihren Häusern sind, mit der Aufgabe, aufzuräumen, zu packen und abzuspülen, mein Begleiter mit 8 im Schwimmbad ist, ich eigentlich ganz froh bin, dass ich nicht mit musste - wenn mehr gegenagen wären hätte ich mit gemusst - in solchen Momenten werde ich wieder schlagartig traurig. Jede Nacht, wenn die Kiddies im Bett sind, alle Lichter aus sind und auch ich mich hin legen kann, die Tagesabrechnung gemacht ist und ich nichts mehr zu tun habe, genau dann werde ich so unendlich traurig, wie ich es auch war, bevor wir gefahren sind.
Genau jetzt, in diesem Moment wäre es mir lieb, ich müsste hier nicht weg. Wir könnten doch zwei Wochen bleiben, wie sie es sich gestern gewünscht haben. Noch eine Woche das Geschrei, das Lachen, das Leben, das ständige Klopfen an der Türe.

Gerade eben hat es wieder geklopft. Ich hatte die zwei schon gesehen, mir gedacht, sie kommen her. Laufen lachend den Hügel herauf, klopfen an die Türe.
Klar, Netbook zu, aufpassen, dass keiner was merkt, Pokerface auf, Lachen ins Gesicht.
"Frau ..., wir haben ein Problem!" - "ein großes Problem!" - "Wir haben kein Klopapier mehr!"
Ich: "Na wenn das euer einziges Problem ist, dann ist das keins!", ich laufe zu unserem viel zu großen Vorrat an Drogerieartikeln, fische ein Klopapierrolle heraus "Wir brauchen auch nur eine Scheibe...äh Rolle" beide Lachen herzhaft, ich versuche mit zu lachen, wenigstens einen blöden Spruch zu bringen "hätten Sie's gerne am Stück oder geschnitten?"...der war blöd genug, beide lachen weiter, bedanken und verabschieden sich, laufen lachend, hüpfend den Hügel runter "J. wir haben Klopapier" ruft die eine beim Betreten des eigenen Hauses.

Genau das macht mich momentan glücklich und ich weiß, dass es meine sind, meine 28 Kinder, für die ich gerade verantwortlich bin, was anstrengend ist, was Kraft kostet und doch so wundervoll ist, dass es mich erfüllt. Gerade jetzt weiß ich, wozu ich hier bin, was meine Aufgabe ist und es geht mir gut.
Ich hoffe, dass bald aus jeder Ecke jemand gehüpft kommt und "ein Problem" hat, denn dann hat mein Leben, habe ich einen Sinn.

Samstag, 14. September 2013

Zu müde um zu leben

Es sind depressive Posts, die ich zur Zeit verfasse.
Seltsam, dass ich überhaupt wieder poste.
Eigentlich geht es mir nicht besser als in den letzten Wochen, sondern schlechter. Habe noch weniger Kraft. Vielleicht gerade deshalb zieht es mich wieder zu blogger.
Nicht, um die wenigen Belastungen von mir zu schreiben, sondern um Kraft zu bekommen. Kraft, indem ich einfach los werde, was in mir ist.

Einfach so aus welchem Grund auch immer habe ich letztens einen Test aus einem meiner Psychobücher gemacht. Heraus kam: Es kann sein, dass Sie unter einer mittelschweren bis schweren Depression leiden. Lassen Sie sich von einem Arzt untersuchen.
Nichts Neues, das hätte ich mir selbst auch schon sagen können.

Ich weiß auch, warum das alles so ist und wie ich das alles behebe, aber ich habe einfach nicht die Kraft, es zu ändern.
Kennt das noch jemand?
Lang genug therapiert worden zu sein, um genau zu wissen, was mit einem los ist und auch Methoden an die Hand bekommen zu haben, diese anzuwenden und genau zu merken, wie die Depression einen daran hindert?
Ich bin einfach zu müde, um leben zu wollen.

Nein, ich meine damit nicht, dass ich akkut selbstmordgefährdet wäre. Mit leben meine ich: richtig leben.
Momentan arbeite ich nur, lege mich hin, lass mich mitnehmen, aber genieße es nicht.
Heute habe ich abgesagt, morgen werde ich mitgenommen.
Doch wie viel werde ich mitbekommen?
Wie viel werde ich davon mitnehmen?
Dinge, die ich vor weniger als zwei Monaten noch konnte: Kraft aus kleinen Dingen ziehen, ich kann sie nicht mehr.

Die Kraft reicht nicht mehr um irgendwas zu genießen. Alles zieht an mir vorbei.
Ich bin wie in Watte gepackt.
Worte dringen nur noch dumpf zu mir, Gerüche werden gefiltert, vor meinen Augen ein weißer Schleier, der meine Sicht trübt, meine Hände haben kein Gefühl mehr.
Es ist, als ob ich in einem Traum lebe, der keinen Sinn hat, keine Handlung. Er ist nicht schön aber auch kein Alptraum nur so lange und ätzend, dass ich aufwachen möchte. Doch wie wacht man so einfach auf?

Donnerstag, 12. September 2013

Und die Sehnsucht in mir wächst und wächst

Der Zug rollt an, in mir steigt ein Gefühl der leere auf.
Plötzlich fühlt sich mein gefüllter Magen an wie ein Loch, mein Hirn leert sich bis auf einen Gedanken - raus, zurück, alles umkehren.

Vor dem Fenster sehe ich meine Eltern stehen und winken, ich schlucke die Tränen runter, versuche zu lächeln und winke. Drehe mich um und winke weiter, auch sie winken, bis ich sie nicht mehr sehen kann. Die Tränen wollen nicht mehr zurück halten. Auch der Himmel weint, es regnet zum Abschied. Wie auch die ganzen letzten Tag: Es hat fast nur noch geregnet und dabei ist Hochsommer.

Das Gefühl in mir ist absolute Traurigkeit, der Wunsch, umzukehren und diesen Weg niemals mehr zu betreten. Noch einmal fahre ich entlang des Parks, über den Fluss, entlang der Häuserfronten, die ich in meinem Leben so oft gesehen habe. Schaue auf die Menschen, die dort gehen und weiß, ich werde hier nur noch selten sein.
Der Weg führt noch ein Stück entlang des Flusses. Auf dem Berg oben die Kapelle, in deren Nähe meine Schwester wohnt; auf der anderen Seite auf dem Berg die zwei Kirchen, zwischen denen das Haus meiner Eltern steht. Unten im Tal: Der Ort in dem ich aufgewachsen bin.
Der Weg führt entlang an Erinnerungen, an meine Kindheit, meine Jugend.
Ich bin erwachsen und doch fühle ich mich zu klein, zu schwach, zu kindlich um zu gehen.
Es ist die Sehnsucht, dass alles so bleibt, wie es war.
Die Sehnsucht, nie erwachsen zu werden.
Die Sehnsucht, immer mit dem gleichen Spielzeug zu spielen.

Je weiter sich der Zug entfernt, desto unausweichlicher wird der Gedanke zurück zu kehren; Auf dem Absatz umzudrehen und einfach nicht zu fahren. Doch ich sitze in diesem Zug, der nur noch wenige Male hält bis zu meiner neuen Heimat.
Ich fahre in eine unbekannte Fremde, die mir doch bekannt ist.
Es ist keine Fahrt ins Ungewisse wie sie viele tausende, millionen Menschen vor mir tun mussten doch frage ich mich, ob es nicht besser wäre, gar nichts zu wissen.
So weiß ich auf dieser Fahrt schon, dass die Sehnsucht nicht so schnell versiegen wird.

Mit jedem weiteren Kilometer fühle ich mich unwirklicher. Baum um Baum, Feld um Feld, Stadt um Stadt ziehen an mir vorbei, das rattern der Räder auf den Gleisen wird zur Melodie des Abschieds.
Stunden vergehen, ohne dass ich sie merke, denn das einzige, was ich merke, ist diese Sehnsucht.

Die Sehnsucht nachHause.

Mittwoch, 11. September 2013

200

Eintrag 200
Lange aufgespart, um etwas Besonderes zu werden.
Lange die Zeit gespart, um nicht wieder ständig hier zu sein.
Lange aufgeschoben, um nicht wieder Gedankenschrott des Tages abzuliefern.

Und doch wird es ein Eintrag, wie jeder andere auch: Einfach nur langweilig.

In den letzten Tagen und Wochen war ich einfach nur überfordert - schön wenn es das jetzt gewesen wäre, ich bin es noch immer.

Hattet ihr schonmal Heimweh?
Als ich in der 8ten Klasse auf einem Frankreichaustausch war, da hatte ich Heimweh.
Ich kam in dem Haus an und es war stockdunkel, es stank, mich blickten zwei grüne Augen eines riesigen Hundes an.
Ab dem Moment hatte ich für diesen Abend Heimweh.
[Ich habe keine Angst vor Hunden, aber im Dunkeln sieht man einfach nicht, ob der Hund gerade neugierig und schwanzwedelnd oder mit angelegten Ohren auf eine zukommt. Und diese arme Hündin war wirklich sehr groß und wurde später und im Jahr darauf meine Zuflucht in Frankreich]

Dieses Gefühl habe ich seit 51 Tagen mehr oder weniger.
Ja, so lange wohne ich schon hier. Fast 1/7 Jahr und ich fühle mich noch so gar nicht zu Hause.
Oft wünsche ich mich nach Hause.
Gerade jetzt, wo alle meine ehemaligen Kollegen und Mitleidende wieder anfangen zu arbeiten, wird es wieder noch stärker.

Noch immer ist alles gewöhnungsbedürftig, auch wenn ich viel Lob bekomme und mich viele Kollegen sehr mögen und mir das auch sagen. Auch wenn es schöne Tage und schöne Erlebnisse gab.
Es ist nicht meins hier.

Momentan habe ich darum eine Fressphase. Es ist noch nicht so schlimm, aber ich habe das Gefühl bald wieder in eine Hungerphase zu fallen und ich hoffe, aus beidem irgendwie wieder raus zu kommen. Noch immer darf es keiner wissen, wie es mir wirklich geht.

Meine Eltern wissen von meinem Heimweh, aber nicht, wie schlimm es ist. Ich hätte es ihnen auch nicht verheimlichen können. Seit ein oder zwei Jahren kennen sie mich so gut, wie nie zuvor. Das mag ich zwar, weil es uns näher gebracht hat, aber sie merken alles...

Meine Schwester weiß etwas mehr, hat aber gerade selbst genügend um die Ohren um alles zu erfahren - ich werde es ihr auch nicht sagen.

Kollegen vertraue ich nicht besonders und wissen sollten sie es erst recht nicht, denn die Gefahr, dass sie es den falschen Leuten erzählen ist zu groß.

Meinem Liebsten will ich nicht ganz alles sagen. Ich habe zu viel Angst, ihn noch unglücklicher zu machen.
Er versucht alles, mich glücklich zu machen. Doch es klappt nicht. Er selbst merkt, dass es mir an Tagen, an denen wir nicht hier sind, besser geht.
Als wir an der Nordsee waren mit Kollegen, als wir letztes Wochenende bei seiner Familie waren, es ging mir einfach besser.
Ich hasse mich dafür, dass ich mich bei ihm nicht mehr gut fühle. Nicht mit ihm, sondern bei ihm. Ich will nicht weg von ihm, sondern weg von hier.

Kennt ihr das Gefühl von Heiweh? Kennt ihr das Gefühl, machtlos gegen ein Gefühl zu sein? Kennt ihr das Gefühl, von euren Gefühlen überwältigt zu werden?
Mischt alles und es kommt mein Gefühl heraus.

Samstag, 17. August 2013

Niemals

Dies wurde ein langer, wirrer, negativer Post. Entschudligt das bitte! Ich wollte doch versuchen positiver, geordneter, sinnvoller zu schreiben.


Niemals werde ich diese Stadt mögen
Niemals ihre Bewoner mögen
Niemals mich hier wohl fühlen
Niemals mit dieser Mentalität klar kommen
Niemals mich an dies alles hier gewöhnen

Blogeintrag Nr. 199. Die 198 ist 13 Tage her.
Man könnte denken, mir geht es gerade gut. Mir ging es ja auch ganz gut in der Zeit vorher. Ich hatte mich darauf gefreut, hier her zu kommen. Aber ich hatte seither schlichtweg keine Zeit mehr, Blogs zu lesen oder auch zu schreiben.
Tagelang 4 Stunden Schlaf und den Rest des Tages arbeiten. Mir fehlt schlichtweg die Vorbereitung auf den Job. So vegetiere ich von Tag zu Tag, versuche zu überleben.

Warum nochmal bin ich hier her gekommen?
Ach ja, der Liebe wegen.
Doch was bringt die Liebe, wenn sie doch trotzdem noch eine Fernbeziehung bleibt.
Er ist dauernd auf geschaftsreise. Seit ich hier wohne war er jede Woch weg, kam Freitags, teils erst um 23.30 Uhr zurück und ist montags wieder geflogen. Es ist alles liegen geblieben, wirklich alles. Er wollte sich darum kümmern, dass unsere doppelten Sachen weg kommen, dass der Keller aufgeräumt wird,...nichts ist gemacht. Klar, er ist ja nicht da.
Diese Woche die Überraschung: "Ich muss erst am Donnerstag fliegen" war die Nachricht am Montag. Und das, obwohl er mit gepackter Tasche auf Arbeit ist.
Normalerweise wäre das wirklich toll gewesen. Aber genau diese Woche habe ich Montag und Mittwoch von 7 bis 20 Uhr bzw. 22 Uhr arbeiten müssen. Wunderbarer Zufall.

Gestern Abend ist dann alles eskaliert. Als ich endlich fertig war mit arbeten - ein anstrengender 11 Stunden Tag mit vielen Erkenntnissen, die mich eh schon aus der Bahn geworfen haben - habe ich 2 Sms, 10 Nachrichten in Whatsapp und zwei verpasste Anrufe auf meinem Handy. Alles von ihm:
Er kommt nicht!
So mal schnell musste er 2 Stunden länger arbeiten, was dann dazu führte, das er keinen Flug mehr nach Hause hatte.
Mir ging es eh schon schlecht. Hatte mal wieder massiv Heimweh und dann...dann kommt diese Nachricht.
Ich bin nur deshalb hier her gekommen, in die schlechteren Arbeitsbedingungen, um keine Fernbeziehung führen zu müssen. Und dann ist er für mich gar nicht da.

"Wir machen dann am Samstag was besonderes, ich überlege mir was!" - hatte er mir gesagt. Das besondere ist es jetzt, den Samstag allein zu verbringen.

Ich hatte mich gefreut, mir überlegt, für ihn zu kochen, wollte nur noch einkaufen gehen, hatte vor, mich heraus zu putzen, die Wohnung zu richten. Weils bei mir länger ging als gedacht war da schon eingies nicht mehr drinnen. Aber dass so ein Arschtritt kommt.

War ja nicht so, dass sich die Rückflug aber auch die Hinflugzeiten ständig geändert haben. Es war eingetlich in jeder Woche so, dass er mal statt am frühen Abend mitten in der Nacht an kam. Oder statt mittags plötzlich früh am Morgen fliegen musste. Das ging ja alles noch. Aber jetzt hat sein Arbeitgeber den Vogel sowas von abgeschossen. Und die Höhe von allem ist, dass er die Überstunden gar nicht bezahlt bekommt oder abfeiern kann, er muss sie eben machen.

Ich hatte mich gefreut und dann...

Es war nicht meine Absicht, mir selbst etwas anzutun, aber ich war kurz davor so richtig zu fressen, hatte das Bedürfnis, zu kotzen, mir weh zu tun, noch mehr zu machen...und habe dann immer wieder Schmerztabletten genommen. Nur um mich zu betäuben. Keiner hier, mit dem ich hätte reden können, der einzige, den ich hier habe war ja nicht da.

Heute konnte ich dann zählen, es waren wohl um die 25 Schmerztabletten, viel weiß ich nicht mehr von. Was auch immer sonst noch gestern Abend passiert ist: Ich kann mich an nicht mehr viel erinnern.
So viel weiß ich noch: Es ist alles drin geblieben und ich bin wieder aufgewacht (leider?!).

Nachwirkungen: Mein Gesicht sieht meinem nicht ähnlich, meine Beine und Hände sind unendlich dick, mein Bauch aufgebläht, schmerzt und mir ist übel. Ach ja: Ich hab Kopfschmerzen von den Schmerztabletten und dabei dürfte ich noch eine riesige Konzentration des Wirkstoffes im Blut haben.

Die letzte Nacht hätte anders enden können. Vielleicht hat mich mein kleiner weißer Kater davor bewahrt. er weicht mir nicht von der Seite, lag heute früh, als ich aufgewacht bin - kurz vor 6, die Nachbarn haben durchgefeiert - lag er auf meinen Beinen, ist mit mir auf Klo gegangen, hat seinen Napf links liegen gelassen, als ich ihm Futter gemacht habe und kam wieder mit mir ins Bett.
Auch jetzt liegt ein kleiner weißer Kringel auf meinen Beinen und schaut mich aus hellblauen Augen fragend an. "Warum ist hier alles anders?" fragen sie. "Bitte bleib bei mir!", sagen sie mir.
Sein Schnurren beruhigt mich. Es tut gut.

Es gibt immer wieder Argumente dafür, dass Katzen es nicht merken, wenn es ihren Menschen schlecht geht. Meiner merkt das; vielleicht nicht, dass es mir schlecht geht, aber dass was anders ist.

Es gibt auch Studien darüber, dass Tiere und vor allem das Schnurren von Katzen zur seelischen und teils auch körperlichen Genesung beitragen.
Am liebsten würde ich ihn schnappen und wieder nach Hause fahren. Nicht meinen kleinen Mietz hier lassen, in dieser mießen Stadt.

Zu den Menschen hier kann ich auch mal etwas schreiben. Nur so viel: Die Mentalität passt überhaupt nicht zu mir. Hier sind die Menschen verlogen. Und genau diese Erkenntnis hat mich gestern auch getroffen. Leider.

Sonntag, 4. August 2013

Fast 200

Zunächst: Vielen lieben Dank für eure Kommentar!

Es ist schwierig, die Heimat los zu lassen und sie wird nie nicht meine Heimat sein. Trotzdem werde ich mich hier (hoffentlich) irgendwann wohl fühlen. Und glaubt mir, ich gebe mein Bestes.

Gerade ist es mir aber alles zu viel. Ne, eigentlich nicht. Aber mir fehlt die Zeit zu vielen Dingen.
Es gab auch noch eine Aufgabe, von der ich nichts wusste, die jetzt viel Zeit in Anspruch nimmt, weil meine Vorgängerin geschludert und wahrscheinlich auch Geld unterschlagen hat.
Das wird aber bestimmt alles.
Nach 6 Arbeitstagen muss ich heute auch noch was machen und morgen beginnt die Woche wieder.

Immerhin habe ich sehr sehr liebe Kollegen. Freitag war ich mit zwei davon unterwegs. Wir waren in einer Kneipe bzw. saßen davor. Die haben vor der Kneipe einige Biertische aufgebaut und man kann sich da einfach davor setzen. Alkohol gabs trotzdem nicht für mich. War mir einfach nicht danach.
Ein Eis gabs auch noch. Das ging sogar ohne große Scheu aber leider nur, weil ich den Tag über zu wenig gegessen hatte. Ich glaube bei dem immernoch (für mich) zu heißen Wetter verständnlich.
Gegen halb 11 war ich auch wieder zu Hause, mein Liebster kam da auch zurück - von seiner 5tägigen Geschäftsreise.
Morgen darf er wieder weg, für - tatatata: 5 Tage!


Bald ist mein 200ster Post. Eigentlich wollte ich da mal wieder was schönes schreiben. Also was mit Sinn und Verstand.
Aber genau hierfür fehlt mir die Zeit.
Mir geht es gerade wirklich nicht schlecht. Eigentlich sogar recht gut.Und trotzdem fehlt mir etwas, weil mir die Zeit fehlt.
Zum Sport komme ich nicht so, wie ich will oder wenn ich Zeit hätte ist es mir wirklich zu heiß.
Die Wohnung ist noch nicht so aufgeräumt, wie ich das gerne hätte. Dazu fehlt aber auch meinem Liebsten die Zeit. Da fehlen noch Haken in der Wand, damit mehr Stauraum da ist. Da müssen noch Unmengen an Dingen beseitigt werden, weil wir sie doppelt haben, da müssten noch ein paar Fuhren zum Müllplatz,...

Irgendwann werden wir genügend Zeit dafür haben.

Ich arbeite jetzt mal weiter, damit ich morgen vielleicht zufriedener werde.

P.S.: Essen geht sogar einigermaßen. Es ist manchmal zu wenig, aber dafür wieder regelmäßiger mit weniger Süßem. In der letzten Woche habe ich eine Tafel Schokolade (nicht ganz) gegessen. Und das über die ganze Woche verteilt und nicht auf ein Mal!

Dienstag, 30. Juli 2013

Erster Arbeitstag und Heimweh

Meinen ersten Arbeitstag habe ich hinter mir.
Es war in Ordnung, aber stressig. Viel Neues, viel zu tun, viele Menschen kenn zu lernen.

Entsprechend fertig bin ich.
Dazu kommt, dass ich die ganze Woche alleine bin. Von wegen Zweisamkeit und so.
Super fertig, keine Kraft auszusteigen, alte Muster.
Vielleicht habe ich gar nicht so viel gegessen heute Abend, aber mehr als in den letzten Wochen. Vielleicht gerade so viel, dass die Menge abgedeckt würde, die mein Körper laut Tabellen bräuchte.

Am schlimmsten ist das Heimweh.
Vorletzte Nacht bin ich nach einem Albtraum aufgewacht und wollte erst nach meiner Mutter rufen. Wie ein kleines Kind "Mama" schreien, in den Arm genommen werden und weinen, weil der Traum so furchtbar war - er war es wirklich, die Frage, was und warum in meinem Unterbewusstsein abläuft beschäftigt mich immernoch.
Meine Eltern fehlen mir. Es ist nicht mehr so, dass ich nach Feierabend zu ihnen fahren könnte und am nächsten Tag doch wieder pünktlich zur Arbeit kommen. Das hätte bisher funktioniert, jetzt nicht mehr.
Der Gedanke, nicht zu ihnen zu fahren, weil die Zeit fehlt und irgendwann nicht mehr zu können, weil sie nicht mehr leben, macht mich traurig.

Es gefällt mir hier. Die Wohnung ist wirklich schön. Vielleicht noch nicht ganz so, wie ich sie gerne hätte, aber das kommt noch. Mein apfelgrün-weißes Arbeitszimmer habe ich ja schon.

Abwarten und eiskaltes Wasser trinken.

Freitag, 26. Juli 2013

10 Tage Funkstille

Gerade habe ich mich durch eure Blogs gekämpft.
Mh, wohl geht es mir mit am Besten hier?!
Die letzten Tage sind nur so an mir vorbei geflogen. Seit über einer Woche hatte ich keine Zeit und am Ende kein Internet mehr. Ok, ich hatte noch Zugang, aber nicht mehr privat und da zu bloggen war mir zu gefährlich.

Auf jeden Fall hatte ich meinen Arzttermin, der schickte mich noch zum "Nervenarzt" meinte aber, dass er körperlich keine Probleme sieht. Er hat extra ausführlich meinen Hals abgetastet und nichts festgestellt. Wie auch, nachdem ich schon seit über 1,5Jahren (verdammt lange Zeit, wie ich finde) kotzfrei bin.
Ihm war ein konstantes Gewicht wichtig und das ist es ja mehr oder weniger. Es lässt sich darüber diskutieren, ob vielleicht ein bisschen zu hoch aber auf jeden Fall konstant  und im Normalgewicht.


Ansonsten war die Zeit schön aber stressig. Viele kleine Feiern, viel unterwegs, keine Zeit zum Sport machen (außer meinem Umzugsworkout) aber auch oft einfach keine Zei und/oder keinen Appetitt zum Essen. Wie auch, wenn es so heiß ist?!
Mein sonstiger Lieblingsbegleiter light-Limos - Cola, Colamix,... - wurde weitgehend durch gekühltes Wasser oder wahlweise lauwarmen Tee ersetzt. Und das Literweise.
Folge: Ich habe die Zeit, in der meine Waage in einer Kiste ruhte tatsächlich überlebt und trotz Grillfesten über ein Kilo abgenommen.

Es gab auch einige wirklich mieße Momente, in denen ich aber gemerkt habe, dass es Menschen gibt, die hinter mir stehen.

Auf jeden Fall bin ich umgezogen, werde in den nächsten Tagen - wenn ich die Zeit finde - mehr von den letzten 10 Tagen berichten.

Dienstag, 16. Juli 2013

Die letzten Kisten

Ich packe (fast) die letzten Kisten in meiner Wohnung.
Gardinen sind abgenommen, es fehlen noch die Familienbilder.
Papier liegt ausgebreitet auf dem Tisch. Nein, kein zeitungspapier, richtig echtes Packpapier. Sie zählen zu den wichtigesten Dingen hier.
Ich betrachte jedes einzeln. Denke an die schönen Tage mit meinen Großeltern. Denke daran, wie liebevoll meine Eltern meist zu mir waren. Lächle bei ihrem Anblick.
Und werde traurig.
Meine Omas sind tot und meine Eltern werden bald so weit weg wohnen, dass es nicht einfach mehr so schnell geht, sie zu besuchen.
Klar, von hier aus müsste ich auch zwei Stundenmit dem Auto fahren, mit dem Zug habe ich alle 2 Stunden eine Verbidnung hin und bräuchte über 3 Stunden. Doch dann wird es bei weitem nicht mehr so sein.
 Am Liebsten würde ich wieder alle Kisten auspacken, einfach bleiben, meine Heimat nicht verlassen.

Auf dem letzten Bild ist mein Liebster zu sehen. Ich nehme auch dieses Bild ab, wickle es in Packpapier und lege es zu den anderen in die Kiste.
Ich weiß, warum ich gehe und es ist auch gut so. Doch heißt das noch lange nicht, dass die Schritte sich einfach setzen lassen. Es sind schwere Schritte. Jeder Schritt schmerzt und ist anstrengend.
Ich werde irgendwann am Ziel angekommen sein und noch lange meine Muskeln spüren, von den vielen schweren Schritten, die hinter mir liegen.

Montag, 15. Juli 2013

Sonnenstich?!

Ein heißer Tag mit viel viel viel Sonne ohne Schatten.
Ja, wirklich, da durfte ich den gesamten Vormittag nicht in den Schatten - dank Aufsicht über einige Kiddies. Lauter pubertierende Mädels. Anstrengend, vor allem, wenn die sich verteilen wollen aber nicht dürfen.
Lief aber ganz gut, viele waren verständig, dass ich mich nicht aufteilen kann. Und punkten konnte ich mit einigen Flaschen Wasser und Süßigkeiten, ja sogar Taschentücher und Pflaster haben Freude ausgelöst.
Es hilft, vorausschauend zu denken. Ging eigentlich nur darum, mal schnell den Blutzucker hoch treiben zu können oder mit Wasser die Mädels vorm Umfallen zu bewahren.
Eigentlich war es ganz schön, mit ihnen da zum Teil einfach nur rum zu sitzen und zu quatschen.
Nachteil: Ich kam schon mit heftigen Kopfschmerzen nach Hause. Ich selbst hatte zwar etwa einen Liter getrunken, dafür nichts gegessen und eben die ganze Zeit in der Sonne verbracht. Mit Baumwollshirt und langer Hose habe ich zum Glück nur im Gesicht Sonnenbrand aber ich glaube, ich habe einen leichten Sonnenstich. Auf jeden Fall konnte ich den Nachmittag erstmal auf dem Sofa verbringen und übel war mir auch. Selbst Schuld, ich hätte auch an ne Mütze denken können.

Eigentlich wollte ich mal sinnvolles schreiben, mich wieder mehr mit Literatur, Philisophie und was anderem als Essen beschäftigen, aber irgendwie fehlen mir die Themen. Meine Gedanken kreisen sehr ums Essen.
Vielleicht finde ich dann bald mal die Zeit, wirklich zum Lesen und Nachdenken zu kommen. Ich hoffe doch.

Das Wochenende war lang und einsam. Ich fühle mich zur Zeit richtig einsam, weil ich das Gefühl habe, mich will hier keiner haben. Heute hatte ich ein anderes Gefühl. Ich hatte das Gefühl, dazu zu gehören, auch wenn es anders als Freundschaft ist. Ja, ich bin Respektsperson und will auch gar nicht Kumpel sein, aber ich habe zu der Gruppe gehört, als Spielverderber, als der, der Regeln aufstellt, aber auch als Ansprechpartner bei Problemen, als Vertrauensperson, als Helfer - das tat richtig gut. Und genau darum weiß ich wieder ganz genau, dass ich nichts anderes will, weil dieses Gefühl mir nur Menschen geben können. Ein Computer wäre da der falsche Ansprechpartner.

Freitag, 12. Juli 2013

Malala Tag - ein etwas anderer 16. Geburtstag

Sie ist gerade einmal 16 Jahre alt geworden. Feiert ihren Geburtstag nicht mit einer wilden Party im Kreise ihrer "best friends".
An ihrem 16. Geburtstag steht sie vor vielen anderen Jugendlichen, vor vielen wichtigen Menschen, vor Fernsehkameras aus aller Welt und spricht Worte, die viele andere 16-jährige gar nicht kennen.

Während einige meiner Kiddies Mathe, Englisch, Deutsch, Französisch,...für so unwichtig halten, darüber fluchen, die Fächer hassen und erst recht nicht zur Schule wollen, weil Schule langweilig und uncool ist, sagt sie, dass ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift die Welt verändern können.
Wie recht sie damit hat. Bildung ist eines der wichtigsten Güter, die die Menschheit besitzt.
Egal wie ausgeprägt diese Bildung im Laufe der Zeit war, sie war das, was den Menschen zu dem gemacht hat, was er ist. Nur die Bildung ermöglicht es uns doch so schwachen Kreaturen, zu überleben - ohne Bildung stünden wir irgendwo in der Mitte irgendeiner Nahrungskette.

Sie sieht die Welt mit anderen Augen, denn für sie ist es nicht selbstverständlich, lesen und schreiben zu können. Ob ihr auch das Rechnen Spaß macht? Wer weiß. Doch sie wird es sicherlich mit Wissensdurst lernen, nur um zu lernen um des Lernens willen.
Diese Motivation und ihr Einsatz dafür, allen Menschen Zugang zu Bildung zu schaffen machen diese junge Frau schon besonders.

Hinzu kommt ein verzeihender Blick auf diese Welt. "Stünde der Mann vor mir, der mir das angetan hat und hätte ich eine Waffe in der Hand, so würde ich ihn nicht erschießen.", sagt sie und meint damit den Mann, der ihr in den Kopf geschossen hat, vielleicht auch den Mann, der die Kinder neben ihr erschossen hat oder auch den Mann, der einem Mädchen nur deshalb den Zugang zur Bildung verwehrt, weil es ein Mädchen ist.

Es mag sein, dass sie priviligert ist, es mag sein, dass sie vorgeschoben wird;
Es mag sein, dass sie zur Märtyrerin erhoben wird;
Es mag sein, dass ihr zu viel auf die Schultern geladen wird;
es mag sein, dass es nicht ihre Worte sind, sondern ihr in den Mund gelegte Worte.

Doch sie steht für die vielen tausend Kinder dieser Welt, die kein rauschendes Fest zu ihrem 16. Geburtstag feiern können, die nicht die ersten legalen Erfahrungen mit Alkohol machen können, sich Gedanken über die Frisur zum nächsten Schultag, der nächsten Party am Wochenende machen können.
Sie steht für die vielen tausend Kinder, die gerne das tun würden, was hier durch seine Selbstverständlichkeit an Wert verloren hat: LERNEN

Dienstag, 9. Juli 2013

Hallo Körper, aufwachen!

Der Tag heute hat extrem verschlafen angefangen.
7.36 Uhr: "Guten Morgen, ich fahre jetzt los auf Arbeit."
"Mh, gut dass du an mich denkst, mein Liebster, aber ich schlafe heute noch ein wenig aus", denke ich mir und schlafe schon wieder ein.


Die Nacht war etwas strange.

Mein Körper wollte schlafen aber mein Kopf hat ihn nicht gelassen. Es war so abartig zu merken, dass ein Teil von mir schon fast weg ist, der andere aber noch wach ist und durch die Gegend springen könnte.
Das gab es bei mir schon in der Kindheit immer mal wieder.
Meine Mutter hatte immer ihre liebe Not mit mir als Kleinkind, weil ich nicht schlafen konnte, wenn es hell war, obwohl ich müde war. Hach ja, das am Abend dann quängelnde Etwas hätte ich ungern als Kind gehabt. Wegen diesen Schlafstörungen habe ich erste Erfahrungen mit dem EEG machen dürfen.
Das alles nehme ich eigentlich mit Humor, nur war es gestern eher lästig.
Und heute habe ich mir dann die Zeit genommen, "etwas" länger zu schlafen. Es war dann 11 Uhr, als ich aufgewacht, über die Uhrzeit erschrocken und aufgestanden bin. Aber was solls, dafür habe ich heute den Mittag/Nachmittag über effektiv gearbeitet.

Schlimmer war eher der Traum. Es war mal wieder Weihnachten in meinem Traum. Warum ich seit Tagen von Weihnachten träume, das frage ich mich gerade.
Abgesehen davon habe ich von meinen Ängsten geträumt. Den Ängsten, dass irgendwer diesen Blog mit mir als reale Person verbinden kann, jemand heraus bekommt, dass ich noch immer nicht gesund bin, ich mir mit irgendwas doch noch die Zukunft versaue. Das ist gerade recht präsent wegen der neuen Stelle. Da gibt es noch ein paar Entscheidungen, die getroffen werden. Darum habe ich mich auch dagegen entschieden, ein Bild von mir zu posten. Noch kann ich ja irgendwer sein, ein Bild würde die Wahrscheinlichkeit, dass mich wer erkennt doch noch vergrößern.

Wahrscheinlich war es einfach nur gut, dass ich so viel geschlafen habe. Heute habe ich einige wichtige Telefonate erledigt und wer schon länger liest, weiß, dass das mit dem Telefon nicht so mein Ding ist.
Und insgesamt so effektiv wie heute habe ich schon lang nicht mehr gearbeitet.

Noch zum letzten Post:
Mein Abiballkleid fällt wirklich groß aus. Zum Zeitpunkt, als ich es gekauft habe, habe ich (34/)36 getragen.
Ich bin ein Zwerg und nur knapp 1,65m groß; bin und war lange Zeit normalgewichtig.
Momentan liegt mein bmi bei etwa 21,5.
Nichts dramatisches, es braucht sich keiner Angst zu machen um mich, ich falle nicht auseinander und habe alles, was eine Frau so braucht ;-).
Ich weiß, dass mein Selbstbild falsch und auch mein Schönheitsideal nicht gesund ist.
Das zu ändern schaffe ich aber einfach (zur Zeit) nicht.

Und da meine Motivation gerade noch wirklich groß ist, schaffe ich noch etwas.

Montag, 8. Juli 2013

"So wirst du niemals dünn!"

"So wirst du niemals dünn!" schreit die Stimme in meinem Kopf.
Heute schreit sie unaufhörlich.

Gestern hat es mich nicht drin gehalten. Ich bin laufen gegeangen. Wie deprimierend. Also nicht, dass ich es getan habe, sondern dass ich so schlecht bin 7km in knapp 42min, dafür fast 300 Höhenmeter.
Mein Gewicht: Einigermaßen konstant.

Und was will ich? Ich will nicht mehr so fett sein. Denke mir heute morgen: "Super, heute Abend Sport, bis dahin hast du viel zu tun, kannst nicht so viel Essen!"
Doch der Tag lief anders. "Hier, iss!" und dann von der nächsten Seite "Hier, iss!" und dann nochmal...
Bis ich zu Hause war hatte ich einen kleinen Muffin, ein Schnittchen mit Tomate und Mozzarella, ein Brötchen und einen Apfel gegessen. Und weils so schön war noch zwei Müsli (eins davon heute Abend) hinterher.

Und die Stimmen schreien so laut in meinem Kopf.

Noch schlimm dazu: Ich habe mein Abiballkleid anprobiert und nein, ich bekomme es nicht zu. Es ist Größe 32 aber fällt sehr groß aus. Ein total enges Kleid, ja wirklich ganz ganz eng mit tiefem Rückenausschnitt.
Mein damaliges Gewicht weiß ich noch ziemlich genau, weil ich quasi direkt nach dem Ball in die Klinik bin. Erst am Abiball haben einige angefangen mir zu glauben, dass ich krank bin. Erst, als sie mitbekommen haben, dass ich in ne Klinik gehe um mich behandeln zu lassen haben sie es ernst genommen. Andere glauben mir bis heute nicht. Damals war ich ziemlich genau 5kg leichter und ich bekomme das Kleid nicht mal annähernd zu. Ein Jahr nach dem Ball war es viel zu weit. Traurig, wie fett ich geworden bin!

Sonntag, 7. Juli 2013

FA?!

Ja ja, ich und das liebe Essen.
In letzter Zeit geht es sogar einigermaßen. Habe seit zwei oder drei Wochen keine Süßigkeiten, Schokolade, Eis,... mehr im Haus, ernähre mich fast nur noch von Müsli, Obst und Gemüse und komme oft auch kaum zum Essen.

Gestern war ich einkaufen. Klar, irgendwann muss mal was in den Kühlschrank. Und genauso klar: ohne Essen, dafür mit Hunger.
Mein Einkauf war dementsprechend etwas größer aber gar nicht so schlimm. Massig Obst und Gemüse, ein Brot, Müsli, Milch, Käse das wars.

Tja, den Tag über habe ich dann einiges an Käsebrot gegessen, weil das Brot so lecker ist - ja es existiert noch mindestens die Hälfte eines 500g Brotes!

Dafür hatte ich einen FA. Ich konnte nicht aufhören zu essen. Richtig schlimm. Allerdings nur Obst, ca. 500kcal aber ich konnte nicht aufhören, musste immer wieder noch was nehmen.
So stark war des Gefühl schon lange nicht mehr.
Auch Trinken hat nichts gebracht.
Es war so gegen halb 11 und mein Liebster wollte eigentlich schon ins Bett, ich habe ihn dann wach halten dürfen. Wir haben dann telefniert. Ich fresse nicht, wenn jemand dabei ist. Und wenn ich auch nur mit demjenigen rede. Das ging dann so lange, bis ich es geschafft hatte, mir die Zähne zu putzen. Danach geht es eigentlich immer. Gestern auch.
Mir war so schlecht. Mein Bauch so dick. So viel Essen und Trinken.
Das Ergebnis heute früh: Gewicht gehalten, bauch wieder leer, Unterzucker.

Samstag, 6. Juli 2013

Sehnsucht

Es ist nicht mehr lange hin, wenige Tage, weniger als ein Monat, weniger als 3 Wochen, nur noch wenige Stunden.
Ich freue mich, habe Sehnsucht nach ihm, dem kleinen Knuddel, danach, wieder zusammen zu sein.

Doch ich habe Angst, große Angst.
Was, wenn es doch nicht klappt?
Was, wenn mich der volle Job überfordert?
Was, wenn ich mit der Vorbereitung darauf nicht fertig werde?
Was, wenn diese vielen neuen Situationen zu viel für mich sind?

Und dann das Gefühl, die Sehnsucht wird nie gestillt werden.
Sehnsucht nach Hause, nach meinen Eltern, meiner Schwester, meiner Familie, meinen wenigen verbleibenden Freunden.
Habe in letzter Zeit wieder mehr Kontakt zu meinem Ex, der ja mein bester Freund ist - nur leider ist er total schreibfaul. Wie viel Kontakt werden wir dann noch haben?
Die Sehnsucht, allein nach meiner Heimatstadt wird riesig sein und genau davor habe ich Angst.
Was, wenn ich mich nie heimisch fühlen werde?
Erst durch den Umzug, hat alles angefangen. Was, wenn der Umzug jetzt mein Leben wieder so sehr beeinflusst?
Angst und Sehnsucht, Sehnsucht und Angst.

Dienstag, 2. Juli 2013

XXXXXL-Ich

Ja, die habe ich noch immer und sie wird gerade wieder ziemlich heftig.
Mein Kopf sagt: "Du fette Sau, du Walross, du Schwabbel, schau dir nur die Rollen an!"
Stelle mich vor den Spiegel.
Erster Gedanke: Es geht doch.
Zweiter Gedanke: Nein, guck mal dort: Fett, Fett und noch mehr Fett.

Auch wenn es vielleicht nicht ganz so ist.
Mit meinem Liebsten war ichPfingsten shoppen. Dabei hatte ich ein Top an, das mir in 38 viel viel zu weit war, in kleiner gab es das nicht mehr.
Aber kleiner als 38 kann mir doch eh nicht passen. Mir dickem, fettem Walross.
Das Problem: Ich bestelle mir Klamotten in M oder 38 und muss dann erkennen, dass sie viel zu weit sind.
Ja, es gibt auch welche, die sind mir in S einfach zu eng, aber das, was ich in der letzten Zeit an hatte...
Aber akzeptieren kann ich es nicht.

Heute kam ein neues Paket. Da waren Sachen drin, die ich schon in 38/M anprobiert hatte. Diesmal in 36/S. Und manche davon sind noch immer zu weit. Wenn weit fallende Klamotten doch nur aussehen, wie ein Sack...

Und was sagen meine Gedanken: Das bist nicht du. Diese Saison wurde einfach etwas größer geschnitten. Warte mal ab bis zur nächsten, bis zum Herbst oder Winter, wenn richtig enge Sachen wieder Trend sind. Dann kannst du 40, L oder größer kaufen. Das passt eher zu dir.

P.S.: Ich hatte Fotos gemacht, um euch mal meinen Walrosskörper zu zeigen. Auch um die neuen Klamotten zu zeigen. Aus dem Grund habe ich sie meinem Liebsten geschickt. Er darf immer mit entscheiden, er muss mich ja angucken. Sein Kommentar : "Das darfst du nicht zurück schicken und wenn ich es dir kaufen muss. Aber du siehst total dünn aus!" - ach echt, das musst du ja sagen. "Ich weiß, dass du das nicht hören willst und es nicht siehst, aber es ist so!"
Tja, das mit den Fotos trau ich mich nicht. Nein, nicht wiel ich Angst vor den Kommentaren habe (fett nenne ich mich ja selbst und es ist ja auch so - und das andere kann ich nicht glauben), sondern davor, dass mich wer erkennt - paranoid.

Samstag, 29. Juni 2013

leer und nutzlos

Ich fühle mich leer und nutzlos.
Ein Haufen Arbeit wartet dieses Wochenende auf mich, aber motivieren kann ich mich nicht. Vielleicht 1/4 habe ich, aber mehr auch nicht.
Doch was bringt es, wenn ich hier in meinem Keller meine Arbeit mache - ok, Tiefparterre aber bei dem Wetter ist hier kaum Licht?
Und zu was bin ich hier unten? Interessiert sich eh keiner für mich hier.

Da sind Situationen wie, dass zwei Mitauszubildende noch ein Praktikum für die Ausbildung machen und mich noch nichtmal gefragt haben, ob ich das mitmachen will. Ich hätte nicht mit gemacht, weil mir was anerkannt wurde. Geht um Arbeit mit Kleinkindern und ich habe Jahre lang ehrenamtlich mit Kleinkindern gearbeitet. Das wussten sie aber beide nicht. Und nichtmal verschweigen haben sie hin gebracht:
"Nein, morgen habe ich auch nicht frei! ... und ich machen das Praktikum. Hast du da schon gemacht?"
Teil 1 Bis zum Punkt mit einem Unterton von "Bemitleide mich, ich bin so arg dran" und Teil 2, also die Frage mit: "Du hast da wahrscheinlich nicht dran gedacht du dämliche, hössliche, fette Kuh!".
"Ja, mir wurde mein Ehrenamt anerkannt."
Der Blick...das war am Mittwoch. Erst habe ich es ignorieren können, dafür war es abends laut in meinem Kopf "WIR WOLLEN DICH NICHT - DU BIST NUR LÄSTIG!!!"

Die eine meiner Mitazubinen geht mir momentan so auf den Keks. Sie hat eine Stelle zugewiesen bekommen, die zufällig eine mit Prestige ist. Sie ist eben so ein Glückskind, so ein Mensch, der immer das bekommt, was er will oder etwas bekommt, das toll ist. Einfach so. So ein Mensch, der immer alles hat und dessen Selbstbewusstsein damit auch gesund oder sogar zu ausgeprägt ist. Solche Menschen kennt jeder.
Sie gibt jetzt mit ihrer Stelle an. "Ich habe gehört, die Frau... hat eine Stelle. Sie ist ganz begeistert davon. Haben Sie auch eine?" - äh ja, die habe ich schon länger. Aber ist das ein Grund, das allen zu erzählen?

Ich komme gerade mit mir selbst gar nicht klar. Kann noch nicht einmal hungern. Kann es einfach nicht. Auch körperlich nicht. Am Freitag hats mich quasi umgehaun. Hatte noch nichts gegessen, kaum was getrunken und stand lange. Da habe ich gemerkt, dass es nicht mehr lange geht, setze mich hin und schon war ich kurz weg. Hat keiner mit bekommen, noch nichtmal ich wirklich.

Ach ja, im Sport war ich wieder nicht. Auch das bekomme ich nicht hin. Keine Lust drauf, raus zu gehen. Da könnte mich wer anschauen, ich muss mich sehen - lauter Spiegel, spiegelnde Fenster. Kein Weg, meinem Spiegelbild auszuweichen und mein Spiegelbild schaut mich immer an und sagt "Du fettes, hässliches, nutzloses, furchtbares Etwas, was guckst du so? Dich will doch eh keiner! Geh weg, mach dich fort und komm nie, niemals wieder!"

Mittwoch, 26. Juni 2013

Hochmut kommt vor dem Fall!

Vor noch nichtmal 12 Stunden bin ich fröhlich, fast lächelnd durch die Straßen nach Hause gelaufen.
Die Sonne schien und ich fühlte mich gut.
Sport, ja es war klar, dass ich gehen würde.

Irgendwie kam ganz viel hoch. Warum auch immer. Es ging so schnell.
Und das Glück scheint so weit weg.

Heute geht es mir gut!

"Das finde ich super!" - "Du gehst so toll mit ihnen um. Mit der Autorität, die man braucht, aber immer freundlich und zugänglich, das gefällt mir sehr!" - "Und was mir auch sehr gut gefällt, du strahlst so eine Ruhe aus, dass sie die gleich mit übernehmen und richtig diszipliniert sind."

Die letzten begleiteten Arbeitsstunden. Die allerletzte Phase der Ausbildung. Und es läuft super.
Meine Begleitung ist eine sehr sehr liebe Frau, die ich selbst sehr bewundere, weil sie mit kleinen gut klar kommt. Sie ist so mütterlich. Trotzdem wird sie von den Großen ernst genommen.
In der Besprechung sind mir noch ihre Augen aufgefallen, die sind so krass blau und schön. Aber das ist Nebensache.

Bisher dachte ich, ich kann die Kleinen nicht so gut. Jetzt arbeite ich aber seit Montag mit ihren Kleinen und es funktioniert toll. Da war sofort was da. Das ist wichtig.
Mein einer Ausbilder hat mich so sehr kritisiert. Ich sei nicht zugänglich, sehr abweisend und vielleicht sogar zu streng zu den Kleinen. Aber es waren so tolle Stunden mit ihnen. Ich freue mich so, noch eine Woche mit der Gruppe arbeiten zu können.

"Warum heißt das Elefantenbaby so? Das ist ein so komischer Name!" - ich: "Na vielleicht, weil der Name afrikanisch klingt" - "Mh, aber das ist ein komischer Name." - ich: "In München gab es mal ein Elefantenbaby, das hieß Ludwig..." die Kiddies lachen: "Der Name ist wirklich doof für ein Elefantenbaby!"

Und genau darum geht es mir heute gut.

Nein, mein Körper hat nicht einfach so aufgehört, seine Spielchen mit mir zu treiben und ich habe heute Nachmittag mal schnell 3 Stunden geschlafen - auch wenn ich nicht mitbekommen habe, dass ich eingeschlafen bin - aber mir geht es psychisch gut.
Es tat gut, Lob zu bekommen. Vor allem bei dem, wo mir "Arbeitsbedarf" bescheinigt wurde.
Und das von nem Ausbilder, über den mir meine 12jährigen gesagt haben, dass sie Angst vor ihm haben ;-)

Ich glaube meiner Begleitung, auch wenn ich davon ausgehe, dass nicht alles so super toll war, wie sie sagt. Auch ich selsbt hätte viel Kritik an mir. Ich nehme ihr Lob aber an und freue mich drüber.

Dienstag, 25. Juni 2013

Leichte Sprache und ein Fastunfall

Leichte Sprache kennst du bestimmt noch nicht.

Leichte Sprache ist sehr einfach.
Jeder kann leichte Sprache verstehen.

In der schweren Sprache gibt es lange Wörter.
Und lange Sätze.

Schwere Sprache kann nicht jeder verstehen.
Aber leichte Sprache.

Leichte Sprache ist wichtig.
Ein Miet-Vertrag ist sonst nicht für alle zu verstehen.
Einen Miet-Vertrag musst du unterschreiben, wenn du eine Wohnung mietest.
Dort stehen Wörter wie Kaution.
Das sind ganz schwere Wörter.

Aber jeder hat das Recht, alles zu verstehen.
Das steht so in einer UN-Konvention.
Eine UN-Konvention ist ein Vertrag, den viele Länder unterschreiben.
In der UN-Konvention steht, dass alle Menschen die gleichen Rechte haben.

Frauen haben die gleichen Rechte.
Und Männer auch.
Und Kinder.
Auch behinderte Menschen haben Rechte.
Und das gilt auf der ganzen Welt.

Es ist schwierig in leichter Sprache zu schreiben und zu sprechen. Ein Satz wie dieser ginge gar nicht. Kein Genitiv, kein Konjunktiv, nur wenige Satzzeichen, die kein . sind. Dafür viele Punkte.
Ich hatte gerade eine Fortbildung zum Thema Inklusion. Ein Thema, über das ich Stunden lang schreiben könnte. Da gibt es ein Idealbild, das nicht verwirklichbar ist.
Könnt ihr euch vorstellen, mit einem Kind in einem Klassenraum zu sitzen, das nie lesen und schreiben lernen wird, weil es zu schwer behindert ist?
Doch genau das will die Inklusion.
Nun ja, jetzt habe ich auf jeden Fall mal das Wissen, wie ich in leichter Sprache formuliere. Und ich verwende doch so oft und gerne den Konjunktiv und Genitiv.
Toll finde ich, dass das "Und" am Satzanfang stehen darf ;-)
Interessant ist auch, dass ich meine eigenen Sätze nach dem untersuche, was jetzt nicht leicht ist. Es ist sehr viel nicht leicht an meinen Sätzen.

Auf der Rückfahrt kam es mal wieder fast zu einem Unfall. Nur diesmal war es so kurz davor, wie noch nie.
Landstraße. Ich mit 100km/h unterwegs. Muss es ja ausnutzen, mal wieder mein Auto ausfahren zu können. Nie wirklich über der Geschwindigkeitsbegrezung. Dabei wurde ich mehrmals überholt. Wie bekloppt kann man sein, in Kurven, bergauf zu überholen, obwohl das Fahrzeug vor einem Maximalgeschwindigkeit fährt.
Tja und dann das: Vor mir taucht ein Auto auf, auf meiner Spur, ich mit Vollkaracho, der von gegenüber sicherlich noch schneller. Ich bin voll auf die Bremse gestiegen. Lenke so weit wie möglich nach rechts um auszuweichen. Hinter mir war zunächst eine richtige Lücke, am Ende war das Auto vielleicht noch 50cm von mir entfernt, weil der das zu spät gesehen hat. Direkt vor mir schert das Auto von gegenüber ein, gerade noch so gut gegangen.
Im Nachhinein denke ich mir: Die Hupe wär auch nicht schlecht gewesen.
Der da, der mir entgegen kam, zeigte keinerlei Reaktion, nur der hinter ihm, auch stark auf der Bremse stehend hebt die Hand. Wahrscheinlich hätte es auch ihn erwischt.
Horrorvorstellung.
Gut, dass es keine Möglichkeit zum Rausfahren gab und ich gezwungen war, weiter zu fahren. Ich glaube, ich hätte nie wieder ins Auto steigen können....
Ich bin so froh, wenn ich hier weg bin und diese Raserei nicht mehr mit machen muss - es ist hier wirklich schlimmer als anderswo.


Montag, 24. Juni 2013

Ein Teil von mir ist schon weg

Der Körper ist noch da, doch ich fühle ihn nicht.
Es ist, als ob er nicht zu mir gehören würde: Fett, ekelhaft, hässlich, fett,...
Schmerzen? Fehlanzeige. Quälen kann ich ihn, bis zum Umfallen quälen, ich bin ja schon wo anders. Ist der Körper eines anderen Menschen mit meinem Gesicht.

Mein Hirn klinkt sich aus, wartet auf mich, bis ich nachkomme. Es ist weg, schon umgezogen, hat alles zusammen gepackt und abgebaut und in den Umzugswagen geladen. Nur ich bin noch hier.

Habe meinen Schrank abgebaut, nur noch wenige Sachen in einer Kommode, ein Regal, meinen Schreibtisch.
Habe mein Bett abgebaut, schlafe auf dem Sofa. Für den Rücken feindlich, aber das ist ja egal, denn mein Körper erträgt das schon, irgendwie.
Habe die Fahrkarte gekauft, es ist noch einige Zeit hin, doch dann kann ich nachreisen.

Es fühlt sich so leer an, mein Hirn ist weg, ein Teil von mir mit, mein Kopf ist leer, Nachdenken schwierig, Kontrolle nicht möglich, ich vegetiere nur noch, brauche dringend Pause und es wird nur mehr zu tun.

Mir reichen 7 Stunden Schlaf einfach nicht. Wahrscheinlich würden 20 auch nicht langen. So teilsteils lebt es sich eben schlecht.

Zum Sport bin ich am Freitag nicht gegangen: nach 12 Stunden Arbeit ohne Pause war ich einfach zu fertig und habe mich nur noch hin gelegt.
Zum Sport gehe ich heute nicht. Mein Kreislauf ist am Boden, wenn ich aufstehe, geselle ich mich zu ihm - natürlich nur gefühlt, richtig umgehauen hat es mich noch nie!

Morgen ist eigentlich mein freier Tag, aber nein, ich gehe trotzdem arbeiten und tatsächlich noch zu einer Fortbildung. Dazu muss ich 60km fahren und weiß noch gar nicht, wie ich das mit dem Auto schaffen soll...mal sehen.

Zum Glück ist nicht nur bei mir die Luft raus, meine Kiddies sind noch schlimmer.

Freitag, 21. Juni 2013

YOLO

Nein, ich benutze YOLO normalerweise nicht.
Es ist ein Ausdruck, den ich nicht, aber sowas von absolut nicht leiden kann.
You only live once - man lebt nur einmal. Ja, das ist wahr und es ist sicher nicht schlecht, das zu beherzigen.
Carpe Diem, nutze den Tag! Genau das ist doch, was "man lebt nur einmal" bedeutet.
Nutze die Zeit, die dir gegeben ist.
Nimm dir die Zeit, um das zu genießen, was das Leben ist.
Mal ganz davon abgesehen, dass ich das nicht kann, genau das bedeutet für mich "man lebt nur einmal".
Aber Carpe Diem ist bei weitem nicht das barocke Synonym für YOLO oder besser anders herum: YOLO reicht Carpe Diem bei weitem nicht das Wasser.

Ich hatte heute eine kleine Diskussion über das Benutzen diesen Ausdrucks mit meinen Schützlingen.
Bestand der Diskussion: Einer der 14-jährigen Jungs hatte in der Schule eine Bemerkung für unangemessenes Verhalten bekommen, weil er, als er aufgerufen wurde "YOLO" sagte.
Er meinte "Na ich wusste halt die Antwort nicht und da habe ich das halt gesagt." - ob genau dafür nun das unangemessene Verhalten eingetragen wurde oder für die Summe an Verstößen gegen die Verhaltensregeln, das weiß ich nicht.
"Würden Sie das machen?" - "Das kommt darauf an, in welcher Situation und was du sonst noch so gemacht hast" - "Was halten Sie von YOLO?" - ich versuche mich rauszureden: "Ich finde es nicht gut, das in jeder Situation zu sagen, vor allem in Situationen, in denen es absolut sinnlos ist"  - "YOLO ist nie sinnlos!"
Oh doch, das ist es. Weiß man eine Antwort nicht, ist es doch sinnlos zu antworten "man lebt nur einmal, genieß dein Leben!" oder etwa nicht?
You only live once - soll das wirklich nur noch ein Ausdruck der eigenen Coolness sein? Ich sag da nur mal SWAG und bleibe lieber bei Carpe Diem.

P.S.: Mir geht es fast schon besser, allerdings schlafe ich in den letzten Tagen viel mehr.
Gestern war zwar mein Kreislauf am Ende, aber es war auch superschwül und heiß. Da hat nicht nur mein Körper schwach gemacht.
Keine Posts, nur noch wenige Blogs, die ich lese; wenn, dann kaltes Essen; meine Wäsche und das Geschirr türmt sich und meine Wohnung sollte auch mal geputzt werden. Alles, was nicht zwingend nötig ist, bleibt liegen, nur damit ich mehr Schlaf bekomme.
In den letzten Tagen bin ich am Nachmittag/frühen Abend immer eingeschlafen und schon geht es mir ein wenig besser. Aber das mit Haut, Haaren und Gewicht ist so lala. Sport geht kaum, trotz Hitze war ich die Woche insgesamt 6 Stunden, heute ging einfach nicht mehr. 11 Stunden arbeit waren einfach wirklich genug.

Samstag, 15. Juni 2013

Zeit

Zeit ist ein kostbares Gut und ich wäre gerne unendlich reich!


In den letzten Tagen geht es mir einfach nur mieß. Es gibt diverse Gründe.
Eines davon ist die Zeit, die ich nicht habe. Irgendwie trete ich auf der Stelle. Arbeit häuft sich auf meinem Schreibtisch und es kommt immer mehr auf mich zu.
Dazu noch ewig lange Arbeitstage. Donnerstag 10 Stunden, Freitag 11 Stunden allein auf Arbeit. Donnerstag ging es dann noch länger, am Freitag hatte ich nicht einmal mehr die Kraft, Sport zu machen. Ich war mit allem da: Auto, Sporttasche. Aber es ging nicht. Ich war so froh, als das Auto wohbehalten auf dem Parkplatz stand und ich mich mit einem heftigen Migräneanfall auf dem Sofa lag. Insgesamt 14 Stunden Schlaf, mein Kopf tut mir noch immer weh, mir ist noch immer schlecht und schwindelig und ich sitze schon fast den ganzen Tag am Schreibtisch und arbeite.

Mein Körper macht mir auch sonst zu schaffen. Montag konnte ich nicht in den Sport gehen (Termine über Termine), Mittwoch war ich dann. War auch ganz in Ordnung, mehr Verbraucht als zu mir genommen und trotzdem mehr Gewicht am Donnerstag. Donnerstag habe ich mal schnell 2! kg zugenommen. Ja, war ein FA aber so krass war der gar nicht (max. 2500kcal den ganzen Tag über). Freitag, dank der Migräne nur max. 500kcal. Aber abgenommen habe ich nicht wirklich. Was soll das bitte werden? Soll ich jetzt bitte gar nichts mehr essen um mein Gewicht zu halten?

Insgesamt bin ich nur noch müde, meine Haut sieht furchtbar aus, meine Haare fallen aus und sind ständig fettig. Frei habe ich das nächste Mal irgendwann Ende September und ich bin jetzt schon kurz vorm Umfallen.

Blogger muss auf jeden Fall kürzer treten. Sind gerade sowieso kaum Einträge mehr. Aber eure Beiträge zu lesen, versuche ich trotzdem.
Ich hoffe, ihr könnte die Sonnentage mehr genießen!

Montag, 10. Juni 2013

Ich bin so müde

So unsagbar müde. Kann aber nicht schlafen.
Schon am Sonntag früh konnte ich nicht ausschlafen. Es ging einfach nicht.
Habe mich heute Nachmittag kurz hin gelegt, war aber so unruhig. Auch jetzt merke ich, dass ich einfach nur durch die Gegend rennen könnte.

Das liegt aber vielleicht auch daran, dass ich heute keinen Sport gemacht habe. Bedanken kann ich mich beim Makler meines Vermieters.
Da ich ja in etwas mehr als einem Monat umziehe, wird die Wohnung neu vermietet. Der Makler ist aber ein klein wenig unfähig. Er hat grandiose 2 mal versucht, mich auf meinem Handy zu erreichen um mir zu sagen, wann Besichtigungen sind - wir hatten schon Termine vereinbart, die für mich in Ordnung sind. Tja und diese Termine hat er verstreichen lassen, danach auf meinem Handy angerufen um dann bei meinem Vermieter zu petzen. War nicht der erste Termin, den der Makler verpennt hat und das habe ich dann dem Vermieter auch so gesagt. Auf jeden Fall habe ich keinen Bock mehr auf den Makler und mir war jeder Termin recht, Hauptsache bald. Und der war eben heute Abend während meiner Trainingszeit. Genialerweise!
Eigentlich hätte ich noch gehen können, aber der Makler dann meint "In einer Stunde kommt nochmal wer" und bis jetzt kam keiner. Ohne mir abzusagen oder so. Super toll!

Morgen hat "mein" Auto einen Termin beim Autohaus und ich am Abend ein Elterngespräch. Ich hasse das, vor allem wenn beide Eltern kommen. Das sind immer 2:1 Situationen, die ich gar nicht mag, sowas von gar nicht. Mal gucken, was kommt. Ich kanns mir schon denken und male mir natürlich Horrorszenarien aus. Wenn ich weniger Kopfkino machen würde, wäre meine Arbeit effektiver.

Sonntag, 9. Juni 2013

"sieht man dich auch mal wieder..."

Zunächst einmal "Danke!" für eure lieben Kommentare zum letzten Post.
Ich hatte gestern Spaß, zumindest soweit ich das haben kann. Ab etwa 11 war es aber kein Spaß mehr, weil ich nur noch alle war, total müde, um 2 war ich dann endlich im Bett und bin wie ein Stein eingeschlafen.

Aber mal von Anfang an:
Gegen 12 war ich bereits am Ort des geschehens und habe ein wenig geholfen alles vorzubereiten. Männer sind sowas von unorganisiert. Die Jungs - es leben ja da nur Kerle - haben einen Pool im Garten. Und weil die Männer sich noch einige Zeit alleine gegönnt haben, saß ich mit zwei anderen Mädels am Pool. War eine schöne Zeit. Einer von den Kerlen meinte dann, unbedingt ohne Vorwarnung in den Pool springen zu müssen, danach waren wir nass von oben bis unten. Super, wenn man, wie ich genau eine Hose und ein Kleid dabei hat und das Kleid noch nicht tragen will. Von einem der anderen Mädels habe ich mir eine Hose geliehen. Die war frisch gewaschen und am Anfang zumindest an den Beinen eng. Bis dahin meinte ich, sie sei dicker als ich. Deprimierend, weil ich sie als pummelig erachte - ok, mich als fett aber gerade an solchen Dingen merke ich mein gestörtes Verhältnis zu meinem Körper. Aber gut, die Hose leierte über die Zeit heftig aus und ich brauchte am Ende einen Gürtel und sie erklärte mir dann irgendwann, dass sie mir fürs Eintragen ganz dankbar sei, weil sie fast nicht rein kommt in die Hose - Erleichterung.
Deprimierend dann wieder: Zwei Mädels sind schwimmen gegangen und ich fand beide schlanger als mich und die eine so super fett. Mein Liebster musste eingreifen, damit ich nicht tief falle.

Gut, irgendwann ging es dann auch los, ich mit einem blauen Kleid, 10cm hohen schwarzen Pumps und einer "tollen Frisur" durfte mal wieder alte Leute bespaßen weil "du das wenigstens kannst" und "wir ja keine Akademiker sind". Toll, nur wegen meines tollen Abschlusses...egal.
Die netten alten Damen fanden es toll, mich "mal wieder zu sehen" und ich durfte mich auch mal wieder rechtfertigen, warum ich jetzt seit über einem Jahr nicht mehr zu sehen war. Und dann sind sie alle verständnisvoll. Die alten Damen, die ich so mag, waren gar nicht da, aber dafür paar alte Herren. Vor allem im angetütterten Zustand, wenn sie Anekdoten auspacken sind sie so toll. Da steht einer in Anzugkombination, glattgestriegelt, mit superkonservativem Auftreten vor dir und erzählt dir, wie er vor x Jahren mit dem Moped durchs Haus gefahren ist. Oder "ich bin dann volltrunken mit meinem 911er Heim gefahren, den Stich rauf und dann kreuzte da der Gehweg, einfach so, ohne Vorwarnung!". So super, die waren auch nur ganz normale junge Menschen, die ihren Spaß hatten. Andere von denen haben quasi die ganze Welt bereist und können Geschichten aus diversen Ländern erzählen. Das finde ich echt gut.

Tja und nebenher halt Alkohol. Na ja, bei mir war es nicht wirklich viel, aber nach den ersten Schlucken habe ich es schon im Kopf gemerkt und wollte eigentlich gar nicht mehr. Zu wenig gegessen, zu viel Sonne, zu wenig Übung. Gab einige schöne Situationen an dem Abend.

Und die liebe Freundin meines Ex war natürlich auch da und sie hatte einen "sehr guten" Tag. Ich sehe schon an ihrem Gesicht, wenn ihr irgendwas nicht passt. Und es schien ihr viel nicht zu passen. Viel geredet habe ich nicht mit ihr. Ich selbst bin negativ mir gegenüber eingestellt, anderen aber eher zu positiv. Sie eher andersrum. Was sie sagt muss gemacht werden, sonst ist sie sauer. Auf mich jetzt bestimmt. "Kommt ihr mit rein? Sie will rein und ich soll nach wem suchen, der mit rein kommt!" - äh nein, wir stehen grad hier und unterhalten uns...oder: sie sitzt da, ich in einer Unterhaltung, sehe aus dem Augenwinkel, wie sie mit diesem Gesichtsausdruck herüber schaut. Mein schlechtes Gewissen meldet sich bei mir, zum Glück wurde ich in dem Moment "entführt", um mal schnell nach was Trinkbarem zu gucken.
Gut um sie rum manövriert. Eigentlich ist sie ja ganz nett. Und ich war auch schon einige Male mit ihr was machen bzw. bei ihr. Sie geht nicht wirklich weg. Klar, wer immer so ein Gesicht zieht, der hat eh keinen Spaß. Und ja, ich hatte auch schon schöne Erlebnisse mit ihr. Dann hat sie auch mal einen halben Tag nicht gemeckert. Aber oft ist es eben so, dass sie anfängt zu meckern, jede Mücke zum Elefanten macht und gar nicht mehr aufhört. Du kommst gar nicht zu Wort, ja sogar das unterbrechen, um mal aufs Klo zu gehen ist schwierig. Und genau das finde ich so nervig an ihr. Sie kann einem die Laune super vermießen.
War gestern zum Glück nicht so.
Ich bin auf jeden Fall stehend k.o., bin froh, manche wieder gesehen zu haben, andere kennen gelernt zu haben, weiß wieder, dass es Menschen gibt, die sich freuen, mich zu sehen (und nicht aus meiner Familie stammen) und bin traurig, dass es nur ein Abend, eine Nacht und ein Vormittag mit meinem Liebsten war. Und ich freue mich heute sehr darauf, zu ihm zu ziehen und mit ihm Zeit zu verbringen und was auch immer folgen wird. Ich bin auch froh, dass sich so viele, die mal gegen unsere Beziehung waren, sich freuen, dass wir noch immer glücklich sind. Also alle 3 bzw. 4.

So langes Geschwafel, kurzer Sinn: Ich hatte sowas wie Spaß, mit und vielleicht auch wegen des Alkohols aber insgesamt war das Wochenende schön und anstrengend.