Montag, 27. Januar 2014

Augen voll Tränen

Wie eine Seifenblase ist meine "heile" rosarote Welt zerplatzt.

Ihr habt ja teil nehmen dürfen an der Beziehungskrise, die ich gerade durchmache. Doch es kam noch schlimmer.

"Aber das nächste wird dann unser Wochenende!", habe ich noch vor einer Woche gesagt, glücklich, weil er sein Versprechen, mich zu heiraten doch einlösen wollte, obwohl er zweifelt(e).
Die letzten zwei Wochenenden hatten wir kaum etwas voneinandern, er am Samstag jeweils nen dicken Kater und ich musste auch arbeiten.

Ich hatte Pläne: Samstag vormittag einen gemeinsamen Spaziergang, Mittag oder Abendessen zu zweit in einem Restaurant, das wir schon lange ausprobieren wollten, gemeinsam den Tag ausklingen lassen, vielleicht Kino, das hatten wir schon seit Weihnachten vor.

Es kam anders.

Schon die Woche über wurde er wieder stiller, ja stumm könnte man es nennen.
Am Samstag früh eröffnete er mir, er wolle shoppen gehen. Mein Vorschlag, statt mit der Bahn zu fahren doch zu laufen prallte an ihm ab. Ja, -15°C über 1,5h wäre schon sehr kalt...aber danach so einen schönen warmen Kaffee?!
Gut, also fahren, kein Problem, ich komme mit, es soll ja unser Wochenende werden.
Er hat meine Hand kaum gehalten, als ich sie ihm gegeben habe, er hat mich kaum angesehen, er hat kaum ein Wort mit mir gesprochen, wie die Woche über schon.
So aus dem Augenwinkel bekomme ich mit, wie er mit einer Kollegin schreibt.

Kaum waren wir wieder zu Hause, knallt er sich vor den Fernseher, sagt kein Wort, macht nichts mit mir. Schaut mich nichtmal an. Ich koche ihm, damit wir wenigstens was zusammen machen.

Er schaut den Rest des Tages fern und ich traue mich nicht, ihn anzusprechen. Dafür nehme ich sein IPad und dank Cloud sind natürlich die Fotos von seinem Handy auch darauf geladen. Fotos vom letzten Samstag, er kann sich ja angeblich an nichts mehr erinnern, die Fotos zeigen ihn mit der Kollegin, so nah, wie er mich seit Samstag oder länger nicht mehr an sich läst.
Irgendwie zerreißt es mir das Herz, auch wenn ich mir sicher bin, dass es nur mein Empfinden ist.

Am Abend konnte ich den Schein nicht mehr länger bewahren, habe mich ins Bett gelegt, eine runde geweint wie so oft in den letzten Tagen und später gelesen.
Irgendwann schaltete ich das Licht aus, schlief ein, wachte auf, er war nicht da. Lag im Wohnzimmer, bei laufendem Fernseher, eingeschlafen.

Sonntag lief genau gleich weiter, er wortreich wie ein Fisch, ich kurz vorm zusammenbrechen. Saß in meinem Zimmer und habe geweint. Hoffte, er käme zu mir, um mich in den Arm zu nehmen, um nur ein Mal in dieser Woche zu zeigen, dass er mich lieb hat.
Am Nachmittag war es dann auch so weit. Ich konnte nicht mehr und habe ihn konfrontiert, damit, dass es mir zu viel ist, damit, dass ich mit seinem Verhalten nicht mehr klar komme. Irgendwann konnte ich natürlich auch nicht meinen Scheißverdacht bei mir behalten.

Immerhin erklärte er mir etwas: "Es ist nunmal so, dass ich nicht mit Menschen auskomme. Und ich will momentan einfach lieber alleine sein. Das hatt um Gottes Willen nichts mit dir zu tun! Und auch nicht mit meinen Gefühlen zu dir, aber ich will einfach lieber alleine sein!"

Ich weiß nicht so genau, wie viele Tränen ich seither geweint habe, wie viele Taschentücher klatschnass im Müll gelandet sind, ich weiß nur, dass meine Augen rot sind, ständig voller Tränen, meine Kollegen heute bei meinem Anblick erschrocken sind, mein Gesicht nach Salz schmeckt und die Haut unter meinen Augen brennt.

Ich weiß nicht, wie viel Kraft ich in den nächsten Tagen haben werde, sicherlich nicht genügend, zu bloggen.
Vielleicht sind ein paar von euch so lieb und wünschen mir einfach Kraft und das Glück, dass er sich besinnt.

Bis dahin bleiben meine Augen wohl doch weiterhin voller Tränen.

Mittwoch, 22. Januar 2014

Traumwelt - Bett

Würde am Liebsten liegen bleiben, tagein tagaus.
Im Bett die Kraft sammeln, die ich brauche...doch die Tage sind lang.
Im Bett weit weg träumen in eine Welt in der noch träume wahr werden, nein, wahr sind.
Im Bett liegen, den Kater auf den Füßen, den Beinen, in den Kniekehlen, auf dem Bauch, der Brust, seine Wärme und Nähe spüren.
Ewig im Bett bleiben um vor dem zu fliehen, was mich draußen erwartet: Kälte.

Meine Träume in der Nacht sind wirr, kaum zu verstehen, furchterregend, doch meine Träume am Morgen, halb wach, halb schlafend, sind wundervoll warm, erfüllt von Freude und Liebe.
Aus ihnen aufzuwachen: Ein harter Fall in die Realität.


Aus meinem Leben:
Momentan muss ich nur zu Sitzungen, habe kaum was zu tun. Kann die Zeit aber nicht effektiv nutzen, denn mir fehlt die Motivation. Ich kann gerade einfach nicht. Bin zu blockiert im Kopf.
Mir fehlt ein Mensch mit dem ich über alles sprechen kann und fresse es im wahrsten Sinne des Wortes in mich hinein. Heute kann ich mich noch nicht einmal zum Laufen motivieren, das zur Zeit doch ganz gut läuft, aber meine allgemeine Motivation macht mir zu schaffen. Zwei Mal die Woche war ich jetzt trotzdem immer und merke Fortschritte.
Und was meine Beziehung an geht...da fragt mal lieber nicht nach. Auf Anfang stellen konnte auch er nicht. Da waren wohl die Hormone Vater des Gedankens. Es ist blöd so zu denken, aber ich glaube, er hat kalte Füße und Erkennt es in den Massen an Gefühlen, die er momentan haben müsste aber unterdrückt nicht.

Euch danke ich für
eure offenen Ohren bzw. Augen, denn wenigstens hier hört mir jemand zu.
und für eure lieben Kommentare
Und eure Unterstützung

Sonntag, 19. Januar 2014

Leben oder nichtleben

Um mich herum Leben





Ich laufe nach Hause, nach einer anstrengenden Nacht, nach einem anstrengenden Tag.
Mir entgegen kommt ein Vater mit seiner Tochter.
Es ist eindeutig seine Tochter.
Sie hält ihn an der Hand, schlenkert den Arm nach vorne und nach hinten.
Sie strahlt.

Vom Spielplatz her höre ich lachen.
Eine Familie spielt Tischtennis.
Sie sehen so fröhlich aus.

Auf dem Parkplatz balgt ein junges Pärchen herum.

Wann beginne ich zu leben?

frage ich mich und werde traurig.
Die letzten 27 Jahre kann ich mich nur an wenig Leben erinnern.
Ich bin nicht tot und doch nicht richtig am Leben.
Ich bewege mich zwischen Arbeit und isolierter Einsamkeit zu Hause.

Wie sehr wünsche ich mir Menschen um mich, Freunde, jemanden, der mir zuhört.
Und doch schaffe ich es nicht, mich zu überwinden, Freunde zu machen.

In Kürze

denke ich mir. Doch genau das habe ich schon oft gedacht.
Es gab auch immer wieder Menschen, doch waren die wohl nie echte Freunde, denn es blieb irgendwann bei Funkstille. Wohl auch, weil ich mich nicht traute, Kontakt zu halten.

Es liegt in meiner Hand, eigentlich, oder?!
Leben oder nichtleben!

Freitag, 17. Januar 2014

Einfach wieder zurück auf Anfang?!

"Ich habe mich entschieden: Ich will dich heiraten!"

So einfach per SMS, so wie mein erster Freund mit mir Schluss gemacht hat (ja ehrlich!), sagt mir der jetzige, er habe so einfach mal von jetzt auf nachher eine Entscheidung gefällt, die ihm doch so schwer fällt.

Schön, oder?
Nein, ich kann es nicht so richtig glauben.
Hat das sein Kopf, sein Herz oder sein... entschieden?
Kann ich mir sicher sein, dass er das jetzt ernst meint?
Ich sollte mich freuen und zweifle.

Er scheint alles ausblenden zu können, zurück auf Anfang zu gehen.
Aber geht das so einfach?
Ich kann nicht so einfach zurück auf Anfang!

Es tut weh, daran zu denken, was er zu mir gesagt hat, wie er mich behandelt hat, dass er mir nicht in die Augen schauen konnte.
Und so plötzlich soll alles wieder gut sein?

So als ob der Gips von einem gebrochenen Bein abgenommen wird ohne schlaffe Muskeln zu haben.

Egal, hauptsache er hat sich entschieden...und dazu für micch.

Sonntag, 12. Januar 2014

Leere

Ich fühle mich leer.
Gefühlsleer?!
Oder gefühlsvoll?
Zu viele Gefühle auf ein Mal.
Möchte sie herauslassen.

Mir ist übel, so übel, dass ich leer sein möchte.
In meinen Gedanken leere ich mich.
Fühle leere, echte wahre leere.
Ein Hohlraum in mir.
Verhindere es, halte stand.

Brauche ein anderes Ventil.

In meinen Gedanken färbt sich das Wasser an meinen Beinen rot.
Doch nur in meinen Gedanken.
Ich bleibe voll, voll von Gefühlen
oder ist es doch Leere?

Wochenrückblick

Diese Woche war absolut nicht meine Woche.
Zwischen meinem Liebsten und mir ist sozusagen Eiszeit. Nein, wir machen uns nicht gegenseitig Vorwürfe oder streiten, jeder macht sich schön für sich selbst Vorwürfe.

Es sind Dinge vorgefallen in den letzten Monaten, die er anders wahrgenommen hat, als ich.
Meine Sicht hat ihn in ein Loch gestürzt. Ich hätte meinen Mund halte sollen.
Unsere Hochzeit ist nicht mehr sicher, wie sie das an Weihnachten war. Auf jeden Fall kümmert er sich um seinen Teil der Organisation, und das sind die essentiellen Teile, gar nicht.
Die Vermutung liegt nahe: Er will nicht.
Und er ist sich auch wirklich nicht mehr sicher. Kann aber auch nicht erklären, warum.

Genau das macht mich fertig.
Warum bin ich denn hier her gekommen? Doch nur wegen ihm.
Warum habe ich wirklich alles außer ihm aufgegeben? Natürlich nur wegen ihm.
Was, wenn nun er mich aufgibt?

Wenn dann auch noch im Bekanntenkreis Menschen sich verloben, heiraten,...
Ich lass den Gedanken daran.


Arbeit läuft semigut. Es gibt vieles zu tun, viel mehr, als die Zeit her gibt.
Mein Laufvorsatz läuft auch nur semigut. Ich gehe laufen und komme auch meinem Ziel schneller näher, als gedacht, allerdings finde ich tatsächlich unter der Woche kaum die Zeit zum Laufen.
Das liegt vielleicht daran, dass ich momentan fast jeden Tag bei Dunkelheit aus dem Haus gehe und bei Dunkelheit wieder komme, aber ich muss einen Rhythmus finden, mit dem ich klar komme.
Mein Plan Dienstag, Freitag, Sonntag laufen zu gehen, ist nicht aufgegangen.
Weder Dienstag, noch Freitag habe ich die Kraft, noch irgendwas zu machen am Abend.
Ich werde verscuhen, am Wochenende für Dienstag vor zu arbeiten und Montag, Mittwoch, Wochenende je eine Runde zu laufen.

Meine Runde musste ich schon erweitern und muss ab nächster Woche nochmal etwas dran hängen. Ein wenig bin ich schon stolz auf mich...mal sehen, wie es weiter geht.

Freitag, 3. Januar 2014

2014 - ein Fehlstart

Zunächst euch allen ein wundervolles neues Jahr! 

2014 startete für mich eigentlich schön. Leider ist es das nicht mehr!

Zunächst zu Silvester: 
Es waren zwei Freunde bei uns, einiges an Alkohol und natürlich Essen gesellten sich dazu.
Wir haben zu viert getrunken, gelacht, Musik gehört, Dinner for one geschaut und sind um kurz nach 23 Uhr mit einer Flasche Sekt und Gläsern im Gepäcke los, um auf einer Brücke das Feuerwerk anzuschauen.
Es war wirklich toll, aber eisig kalt.
Gegen 2 Uhr waren wir wieder in der Wohnung, haben noch etwas weiter getrunken, geredet, gelacht und sind um 5 Uhr ins Bett.
Vielleicht klingt der Abend nach nichts besonders Tollem, es war auch nicht die Superparty des Jahres, aber es war sehr schön.

Der erste Januar:
Wie auch immer ich das geschafft habe, aber ich war um 9 Uhr laufen. Ja, guter Vorsatz und gleich am 1.1. etwas davon geschafft. Auf  Laufen, Laufen, Laufen werde ich euch auf dem laufenden halten, was meinen Sportvorsatz angeht.
Nach dem Duschen habe ich noch Früstück gemacht und irgendwann waren mein Liebster und ich wieder alleine und machten uns noch einen schönen Nachmittag zu zweit auf dem Sofa.

Ich fand es schön, was er dazu sagt?
Ich denke ihm war es zu wenig. Aber körperliche Nähe zuzulassen fällt mir momentan sehr schwer. Mein Körper ist für mich momentan nur noch ekelig. Gewichtsmäßig geht es, aber ohne Sport...
Eigentlich dachte ich, es war für ihn auch ein schöner Abend. Wir haben irgendwann beschlossen, auf dem Sofa zu übernachten.

Der zweite Januar:
"Was ist eigentlich mit uns los? Ich komme nicht damit klar, wie du dich verhälst. Du machst dich nur fertig, sagst immer du seist so fett und müsstest was machen, Sport und abnehmen...und dann lässt du mich auch nicht an dich ran!" - rums! Seid ihr schonmal morgens so begrüßt worden?

Wahrscheinlich hat diese Aussage ihre Wurzeln im alten Jahr. Mein Kerl hat sich immer mehr in sich zurück gezogen, teilweise hat er noch nicht einmal mehr "guten Morgen" und "gute Nacht" gesagt, hat wieder angefangen, an den Nägeln zu kauen usw.
Mit Psychosomatikerfahrung und -ausbildung und den Kenntnissen über das, was in seinem Leben gerade so vor sich geht, ist ziemlich klar, warum das so ist.
Ich habe ihn darauf angesprochen. Er meint, er würde das auch bemerken, aber es sei nichts mit ihm, darum müsse er auch nicht mit mir darüber reden. Wunderbar!
Auf jeden Fall habe ich ihn dann gebeten, sich mal darüber Gedanken zu machen. Eventuell wollte er mir mit seiner Aussage nur seine Gedanken dazu mitteilen, aber das ist gründlich in die Hose gegangen.
Ich bin wortlos aufgestanden, habe mich angezogen und bin in mein Arbeitszimmer verschwunden. Daran, dass er eigentlich nur noch dann was mit mir zu tun haben will, wenn es darum geht, dass er jemanden zum kochen,..., herzeigen oder zum Druckabbauen braucht, bin seiner Ansicht nach also ich schuld?!

Er hat sich in den letzten Wochen so sehr verändert, aber das sieht er nicht.
Es tut verdammt weh, dass er, beim Versuch, sich zu erklären, noch nichteinmal das Wort "Entschuldigung" in den Mund genommen hat, sondern nur mit "Ich"-Sätzen und Vorwürfen kam: "Du hast das falsch verstanden!"

Wir wollten eigentlich dieses Jahr heiraten, aber so, wie das Jahr begonnen hat, werde ich im Sommer nicht in die Flitterwochen gehen, sondern alleine in irgendeinem Loch vor mich hin vegetieren und darauf hoffen, dass die Arbeit bald wieder anfängt und ich Menschen um mich habe...