Donnerstag, 28. Februar 2013

ich mal wieder

schon lange kein Post mehr von mir, aber das ist ja eh keinem aufgefallen oder fast keinem. Es lesen ja nur sehr wenige meinen Blog, also ist es der Welt auch herzlich egal, ob ich poste oder nicht.

War am Dienstag bei einem Bewerbungsgespräch, 3 Stunden Anfahrtzeit mit dem Auto. Auf dem Hinweg hat das auch hin gehaun. Hat angefangen zu schneien während der Hinfahrt.
Die Rückfahrt war Horror.
10 Minunten bin ich mit Dauerblinken von ESP und ABS gefahren, 10cm schmierige Schneedecke und dann auch noch eine kleine Landstraße bergauf. Nach 5 Stunden war ich endlich zu Hause.
Insgesamt 8 Stunden Autofahrt, das ist so schlimm für mich, 3h am Stück sind für mich das maximalste Maximum, mehr geht einfach gar nicht. Ok, ich habe 5 Studen hin bekommen, war aber total am Arsch danach. Mehrere Fastunfälle, klar: Unbekannte Strecke, Schneetreiben und glatte Straßen.

Wirkt bis heute nach.
Bin gestern dann am Mittag eingeschlafen und war am Abend immernoch total müde. Im Sport war ich dementsprechend auch nicht, einfach keine Kraft dazu!
Heute kam ich kaum aus dem Bett, musste aber: Arbeit!

Mehrere Absagen habe ich zusätzlich bekommen, aber eben alles nur hier.
Wenigstens habe ich ein weiteres Bewerbungsgespräch in Hamburg.

Auf Arbeit war heute auch nur Stress angesagt, ich hab mich sooooo aufgeregt. Muss noch zuästzlich arbeiten, weil gerade viele krank sind, also etwa 1/3 mehr arbeiten diese Woche, als normalerweise.

Ich bin also total im Stress.
Was mich zusätzlich ärgert und aufregt: Mein Liebster hat noch immer kein Internet. Das liegt meiner Meinung nach auch daran, dass er anderen nicht die Meinung sagen kann, weil er keine Probleme machen will. Aber ok, muss ich mich eben damit abfinden, dass ich mein olles Handy dauerhaft ans Ohr drücken und die Arbeit mit einer Hand machen muss - der Lautsprecher meines Handys ist so schlecht, dass man auf 30cm Entfernung fast nichts versteht.
Nun ja, entsprechend "gut" ist mein Essverhalten.

So, ich arbeite jetzt, nachdem ich gerade von der Arbeit gekommen bin.

Montag, 25. Februar 2013

Wahnsinnig fett

ja, das bin ich wirklich.
Von wegen abnehmen und so.
Ich weiß, dass ich an Kalorien recht viel zu mir nehme, jeden Tag rund um die 1500kcal liege. Dafür normalerweise 3 Mal die Woche Sport, viel stehen bei der Arbeit jeden Tag.
Noch weniger Essen? Meinen Stoffwechsel noch mehr einschläfern um dann an einem Tag, an dem ich wirklich nicht sparen kann nur umso mehr zuzunehmen?
Was auch immer mit meinem Körper los ist, ich hasse es.

Sport fiel heute etwas knapp aus. Ich habe morgen und übermorgen Bewerbungsgespräche auf Jobs, die ich gar nicht haben will und auch mit 99,9%iger Wahrscheinlichkeit nicht bekomme. Bei mehreren hundert Bewerbern auf eine Stelle...und ich kenne bei beiden Stellen leute, die bessere Noten haben als ich oder besser qualifiziert sind.
Und dann auch noch die Möglichkeit, dass morgen der Brief für die nächste Prüfung kommt - oder dann eben erst nächste Woche Montag oder Dienstag.
Dann noch vorarbeiten, ich weiß nicht, wo mir mein Kopf steht.
Juhu, morgen auf jeden Fall mal 6 Stunden auf Deutschlands Straßen. Am Mittwoch vielleicht nicht. Sage ich ab, wenn der Brief kommt. Die wollen sehr gerne wen, der Russisch spricht und andere Anforderungen hat, wie ich. Aber eine Freundin, die sich auch beworben hat und heute Gespräch hatte, spricht Russisch und hat genau die Anforderungen, die die wollen. Mal sehen.
Ich nehme es als Übung für Hamburg, für die momentan noch zwei wichtigsten Gespräche meines Lebens im März.

Werde jetzt noch was warmes zum Trinken machen - es ist schon jetzt affig kalt, innherhalb von einer Stunde von 0°C auf -5,5°C abgefallen - programmier mein Navi und schaff auch sonst noch was weg um dann morgen pünktlich um 6.25 Uhr aufzustehen... 

Sonntag, 24. Februar 2013

Wozu gibt es Wochenenden nochmal?

Ich könnte darauf verzichten.
Klar, am Freitag bin ich froh, am Samstag nicht früh aufstehen zu müssen, mich erholen zu können.
Aber ab Samstag früh ist mir langweilig.
Warte darauf, dass etwas passiert, mein Telefon klingelt, endlich wer mit mir redet, ich nicht ganz alleine bin.
Hier ist ja keiner. Meine Kollegen fahren entweder nach Hause oder sind hier richtig zu Hause und verbringen ihre Zeit mit ihren Familien. Sau raus lassen mit irgendwelchen fremden leuten? Nein, nicht ich!!!

So verbringe ich meinen Samstag hier, in meinem Loch. Futtere den halben Tag und nehme jeden Samstag, aber auch wirklich jeden Samstag zu.

Sonntag ist nicht viel besser. Etwas ausschlafen - wenn mein kleines Stinktier = Kater mich lässt, Telefonat mit meinen Eltern und arbeit vorbereiten ach und ich vergaß: Essen.

Es ist gar nicht so viel, das ich esse, aber ich nehme am Wochenende immer zu. Unter der Woche sind es nicht weniger Kalorien, aber am Wochenende setzt es an.
Dazu kommt, dass mir am Wochenende grundsätzlich Bewegung fehlt. Ich war zwar gestern und heute draußen, aber irgendwie fehlt mir trotzdem Bewegung, weil ich sonst fast den ganzen Tag stehe und ja auch noch in Sport gehe.

Auf jeden Fall ist die Waage unerbittlich.

Wohl fühle ich mich absolut nicht. Meine Beine fühlen sich nicht nur an, wie die eines Elefanten, sie sehen auch noch so aus. Vom vielen nicht stehen werden meine Unterschenkel nämlich abartig dick. Sie spannen richtig. Wahrscheinlich muss ich morgen wieder ständig aufs Klo rennen.

Nein, ich brauche Wochenenden nicht wirklich. Man könnte sie abschaffen. Nur die Nacht zwischen Freitag und Samstag, die könnte ein wenig länger sein. So 48 Stunden oder so...

Samstag, 23. Februar 2013

ein prächtig gekleideter Schmetterling

"Die Freude ist ein Schmetterling,
der dicht über den Boden flattert,
der Kummer dagegen ist ein Vogel
mit großen, starken, schwarzen SChwingen,
die tragen uns hoch über das Leben,
das unten im Sonnenlicht im Grünen liegt.
Der Vogel des Kummers fliegt hoch oben,
dort, wo die Engel des Schmerzes Wache halten
über die Lager des Todes.
Edith Södergran, 16 Jahre"
aus Jostein Gaarders "Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort"

Jostein Gaarder hat mich viele Jahre begleitet. Das erste Buch von ihm, das ich gelesen habe: Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort. Weil ich es vielfach gelesen habe, hat mein Vater mir sein Exemplar geschenkt.

Jostein Gaarder, mein "Lieblingsautor"? Ich weiß es nicht. Er war es auf jeden Fall.
Mein Großvater war 1999 gestorben. Sein Bild stand seither in einem Regal in unserem Wohnzimmer. Direkt neben diesem Bild stand das Buch. Es zog mich an, immer wieder habe ich das Titelbild betrachtet. Ein Bild, kein Spiegel oder doch?! Zumindest zum Teil. Es faszinierte mich und so begann ich zu lesen. Mein Vater hat mich erwischt, als ich dort stehend auf einer der ersten Seiten war. Damals sollte ich das Buch nicht lesen. "Ich glaube nicht, dass das momentan was für dich ist." - heute glaube ich, er hatte recht. Eine emotional nicht stark belastbare, vom Tod des geliebten Großvaters erschütterte Zwölfjärige sollte solch ein nachdenkliches Buch nicht lesen. Es hat mich aber immer und immer wieder angezogen, und nur kurze Zeit später habe ich es mir heimlich genommen, gelesen und heimlich wieder zurück gestellt und wieder genommen und wieder gelesen. Und immer wieder geweint.

Das Buch zog mich immernoch an. Genau, wie das Buch direkt daneben und das daneben. Das Kartengeheimnis, eines der weiteren Bücher von Jostein Gaarder (über das Buch muss ich auch einmal schreiben, vor allem, weil es mit einem Lied von Sting sowas von zusammen passt, dass es fast unheimlich ist), auch das habe ich gelesen, Sofies Welt und weitere folgten.
Vielleicht war es der Stil des Autors, der mich faszinierte, vielleicht auch nur die Themen. Oder aber auch etwas anderes?! Er war der Autor, der meine Jungend bestimmt hat, mich zur Philosophie gebracht hat. Ja, das Interesse wurde etwas getrübt von einem Professor der Philosophie. Und Zeit habe ich momentan auch zu wenig zum über sinnvolle Dinge nachdenken. Ich hatte auf jeden Fall das Gefühl, in den Büchern zu sein, als ich sie gelesen habe.
 
2005 habe ich den Herrn Gaarder getroffen, auf einer Lesung, Bücher signieren lassen, mit ihm sprechen. Damals war ich schon krank, auf einem Tiefpunkt, was das Gewicht anging, nicht der Tiefpunkt, aber einer. Ihn anzusprechen war nicht einfach. Um uns standen viele Menschen, die erstaunt waren, dass da so ein junges Mädchen sich mit diesem weltbekannten Autor auf Englisch unterhält. Es ging um Leben, Tod, Glaube, Religion. Ich fragte ihn, ob er an Engel glauben würde und was Engel für ihn sind. Er wusste sofort, um wen es geht: Ariel.

Später wurde mein Bild von ihm erschüttert. Ein Essay in dem er sich angeblich antisemitisch äußert. Erst als ich die englische Übersetzung des Essays oder Auszüge daraus gelesen hatte war wieder das vertraute Gefühl da. Ob er nun wirklich so denkt, wie ich die Auszüge verstanden habe? Wer weiß das schon? 
Wenn es anders ist, will ich eigentlich nie wieder von ihm lesen. Doch ich hoffe einfach, dass er doch so denkt, wie ich und das Handeln einzelner Personen mit jüdischem Glauben im Namen des jüdischen Gottes verurteilt, nicht allgemein gegen Juden bzw. das israelische Volk geschrieben hat.

Auf der letzten Seite steht: 
"Beide blickten auf Cecilies Bett. Sie fand es seltsam, daß sie sich selbst dort liegen sehen konnte. Ihre blonden Haare waren über das Kissen gebreitet, und auf die Bettdecke hatten sie den alten Weihnachtsstern gelegt.
"Ich finde mich auch schön, wenn ich schlafe", sagte sie.
Ariel hielt ihre eine Hand. Er blickte zu ihr hoch und sagte: "So, wie du hier sitzt, bist du noch schöner."
"Aber das kann ich nicht sehen, jetzt bin ich doch auf der anderen Seite des Spiegels."
Erst, als sie das gesagt hatte, ließ Ariel ihre Hand los.
"Du siehst aus wie ein prächtig gekleideter Schmertterling, der von Gottes Hand losgeflogen ist", sagte er."

Mein erster Sohn soll als Erstnamen (bei uns nicht der Rufname) den Namen Ariel tragen. Ariel, der Löwe Gottes.

Danke Denise, dass du mich wieder zur Philosophie gebracht hast.
 

Freitag, 22. Februar 2013

kein Sport

Habs heute ienfach nicht geschaff in den Sport zu gehen.
Der Plan war:

Einkaufen gehen. Brauche schon wieder Trinken und mein Kühlschrank ist auch leer.
Einkaufsliste: Trinken, Brotbackmischung, Knäckebrot, löslichen Kaffee, Krümelkäse x 5, Quark

Danach ins Fitness 
30 min Radfahren (500kcal)
2 Runden Kraftzirkel insgesamt etwa 20 min
30 min Radfahren
2 Runden Kraftzirkel
30 min Radfahren
eventuell noch eine Stunde Zumba

Auf dem Heimweg ging es mir schon ziemlich schlecht, war total schwach, warum auch immer. Hab beschlossen doch noch für den Mittag einkaufen zu gehen. Eine Packung Krümelkäse und einen Apfel. Das ist aber auch schon alles, was ich heute gegessen habe.
Da stand ich im Supermarkt vor dem Kühlregal, merke, dass ich einen wahnsinnigen Hunger habe, denke "Darauf hätte ich Appetitt" nehme es aus dem Regal "Du musst erst schauen, was da so alles drin ist!" also lese ich Zutaten- und Nährwertliste. "Nein, das kannst du nicht essen, da sind Geschmacksverstärker drinnen. Nein, das auch nicht, viel zu viel Fett/Kohlenhydrate/Kalorien!". Nur "meine" Lebensmittel kann ich kaufen und essen. Die haben zum Teil auch mehr Fett/Kohlenhydrate/Kalorien als anderes, was ich weg lege, aber ich kann sie mir erlauben, anderes nicht. Warum? 

Nach dem Mittag habe ich mich aufs Sofa gelegt, ich konnt einfach nicht mehr. Hab jetzt 3 Stunden geschlafen und finde es einfach zu spät, um noch in Sport zu gehen. Mein Programm könnte ich eh nicht mehr durchziehen, weil das Fitnesscenter ja auch inrgendwann schließt.
Was auch immer mit mir gerade los ist, es ist nicht gut. Kann mich nicht überwinden, normal zu essen oder auch nur normale Lebensmittel zu mir zu nehmen. Kann mich zu so wenig motivieren, noch nichtmal mehr immer zum Sport. Bin trotz Sport total unausgeglichen, nage, wenn ich alleine bin auf meiner Unterlippe rum. Bin unsicher, habe wieder sehr viel weniger Selbstbewusstsein. Wo anzurufen oder nachzufragen mancht mir wieder so viel aus, kostet so viel Kraft, dass ich ständig total fertig bin. Warum?
Ich dachte, wenigstens das hätte ich überwunden.

Donnerstag, 21. Februar 2013

Kälte

Ich schaue aus dem Fenster, es wird schon hell, die Sonne scheint heute einen langen Tag vor sich zu haben.
Kein Neuschnee.

Eigentlich hätte ich es ahnen müssen bei dem Anblick draußen, aber es sah so schön warm aus.
Bin ich eben los: Langarmshirt, Jacke ohne Innenfleece, wenigstens Handschuhe in der Jackentasche.

Kaum draußen, schlägt mir eiskater Wind ins Gesicht. Es brennt, brennt wie tausend Nadelstiche auf ein Mal. Ich laufe los. Weiter bis zum Laden, bin froh, dass ich heute noch etwas einkaufen muss. Kaufe eine Packung Krümelkäse, einen Apfel und eine Schachtel mit Milka Herzen.

Ich bin froh, meine Beine wieder etwas zu spüren. Es liegt noch ein guter Kilometer vor mir, einen knappen habe ich hinter mir. Der Wind wird heftiger, der Weg wengier von Häusern geschützt. Meine Beine fangen wieder an zu frieren, bald spüre ich meine Oberschenkel nicht mehr, die Vorderseite ist, glaube ich, eingefroren, ein Mal drauf schlagen und sie bröckelt ab.
Meine Ohren schmerzen, meine Wangen auch, mein Kiefer klappert, das scheint aber auch die einzige Bewegung zu sein, zu der mein Kiefer noch fähig ist.

Ins Haus zu kommen tut gut, kurz, dann kommt dieses Brennen. Die Ohren werden heiß, die Beine sind noch eiskalt, mein Körper wird fast zerrissen von der Kälte. Eine Viertelstunde später ists wieder alles in Ordnung.

Kollegen erzählen von -15°C, das kann ich nach den Wettervorhersagen nicht glauben. Der Wind machts aber mit Sicherheit kälter, als es doch tatsächlich ist. Ich sollte mich wohl wieder dicker anziehen, vor allem eine Mütze mit nehmen.

Mittwoch, 20. Februar 2013

1344

Aufm Rad und dem Crosstrainier verbrauchte Kalorien insgesamt: 1344kcal und dann noch eine halbe Stunde Krafttraining.
"Sind Sie immernoch da?" ein Kollege, der auch schon Sportliteratur geschrieben hat ist echt erstaunt, dass ich so lange durchhalte. Ok, er hat mich immer nur Ausdauer machen sehen.
Ich finds wenig, ich hätte gerne mehr gemacht, muss aber noch arbeiten, drücke mich schon wieder drum und ich habe Hunger.
Nachdem ich in den letzten Tagen einfach das Brot schon aufgegessen habe - echt krass, 750g Brot in 5 Tagen - und ich sonst nur zwei Packungen Krümelkäse und 500g Quark gekauft hatte ist mein Kühlschrank halt schon wieder leer. Werde morgen früh gleich was für den Mittag holen, komme ja auf dem Weg zur Arbeit an nem Laden vorbei. Dann werde ich auch ans Süßigkeiten Regal gehen...keine Sorge, nicht für mich. Mein Mentor, also der, an den ich jede dumme Frage ranreden kann, hat 60. Geburtstag. Er ist so lieb, darum will ich ihm was kleines kaufen und eine Karte schreiben. Gut, dass ich dran denke, die brauche ich auch noch, die Karte.

So, jetzt weine ich.
Habe auf der Suche nach einer Karte die letzte Karte meiner Oma an mich gefunden. Die hat sie nicht mehr geschrieben, nur noch gebastelt und mit Namen versehen. Meine Eltern haben sie mir dann im Namen meiner Oma geschenkt. Meine Tanten haben sich geeinigt, dass die zwei Enkel, die in dem Jahr noch Geburtstag hatten, auch das Geld bekommen, das die anderen bekommen haben. Das Bargeld meine Oma in der Wohnung hat dafür gereicht. Also hatte ich das übliche Geldgeschenk - bei 10 Enkeln macht man sich nicht mehr unbedingt die Mühe, individuelle Geschenke zu schenken. Ich hätte auch keins gebraucht.
Ja, 2011 ist meine Oma gestorben. 2011 ist noch viel mehr geschehen. Zwei weitere Karten aus 2011 habe ich auch noch gefunden. Die meiner Tanzkreise zum Abschied. Jetzt bin ich total sentimental, würde gerne einfach nur nach Hause fahren und ab morgen wieder tanzen gehen. Bis Ende 2011, bis ich hier her ziehen musste, war ich 10 Jahre tanzen. Am Ende über 10 Stunden die Woche. Davon viele Tanzkreisassitenzen. Von drei der Tanzkreise habe ich was bekommen, an meinem letzten Tag, teilweise war der letzte Tag mein Geburtstag. Ich hab halt echt dort geweint, weil ich wusste, dass ich das Tanzen, aber auch meine alten Leutchen so vermissen werde. Und wenn ich jetzt zurück denke, dann sehe ich ihre Gesichter vor mir, ihr Lächeln, wie lieb sie immer waren, zu mir und untereinander, wie schön es war zu sehen, wie Ehen funktionieren können, wie Liebe aussehen kann. Und ich bin traurig, sehr sehr traurig, dass das alles hinter mir liegt. Und ich habe Heimweh. Ich werde nie wieder zu Hause wohnen...

Abschied

Ein weiterer großer ist gestorben: Otfried Preußler...
Schöpfer vom kleinen Wassermann, der kleinen Hexe, Abraxas, Kater Mikesch, Räuber Hotzenplotz, dem kleinen Gespenst, Krabat, der dummen Augustine, Hörbe und dem Zwottel, Herausgeber wunderbarer Sammlungen wie "Das große Balladenbuch"

Warum müssen solche Menschen gehen? Sie bringen so viel Freude und Ideen in die Welt.
Doch sie bleiben ewig in den Herzen und Köpfen.
Keiner wird die Kleine Hexe und ihren Raben je vergessen, wenn sie kennen lernen durfte.

Dienstag, 19. Februar 2013

es klingelt

Jedes Mal, wenn das Telefon leutet, springe ich auf, mein Herz rast
Jedes Mal, wenn die Türglocke leutet, springe ich auf, mein Herz rast

Jedes Mal, wenn das Telefon leutet, könnte es sein, es ist ein schlimmer Anruf,
Jedes Mal, wenn die Türglocke leutet, könnte es sein, da will wer was von mir.

In letzter Zeit leutete die Türglocke mehrmals wegen meines Vermieters. Ich mag ihn nicht, er kündigt sich nie an und ich schaffe es nicht, ihm zu sagen, dass er das nicht darf.
Letztens war es der Pizzamann, auch wenn ich sowas nie bestellen würde - wenn, dann koche ich selbst.

Und am Telefon?
Heute:
Eine Kollegin, weil ich versucht hatte, sie zu erreichen, um sie was zu fragen
Meine Schwester um mit mir über das Geburtstagsgeschenk für meinen Papa zu sprechen
Meine Eltern, bzw. meine Mama im Auftrag meines Herrn Vaters (er ruft fast nie an) weil ich am Wochenende nicht angerufen hatte und um mir zu sagen, dass meine Oma wieder im Krankenhaus ist.
Sie ist zur Zeit so schwach, dass sie nicht einmal mehr zum Klo laufen kann, versucht es aber immer wieder und fällt dann hin. Sie ist an beide Schläfen, an der Stirn, am Kinn geklammert worden; ihre Arme und Beine, die Hüfte alles blau. Mehrmals wurde sie jetzt ins Krankenhaus gefahren, jetzt ist sie dort, verdacht auf Bruch der Hüfte und Gehirnerschütterung.
Sie hat keinen neuen Bruch, aber alte, wahrscheinlich aus der Zeit, in der sie bei meiner Tante wohnte und nicht zum Arzt gebracht wurde - so wurde sie behandelt...ja, meine Tante war überfordert, aber das ist keine Entschuldigung, nur eine Erklärung.

Nun ja, mein lieber Herr Vater hat mal wieder meine Mutter dazu gebracht, mich anzurufen, weil ich mich "nicht melde". Wir haben das letzte Mal am Donnerstag telefoniert. Der hat doch nen Knall, immernoch!
Meine Schwester will er mindestens ein Mal die Woche sehen - sie wohnt und arbeitet halt in der Nähe meiner Eltern. Und anrufen muss sie mindestens zwei Mal die Woche. Hallo, wir sind keine Kinder mehr, haben beide unsere Arbeit und unsere eigene Wohnung. Gut, ganz bin ich noch nicht unabhängig von meinen Eltern - ich hab ja letztens über mein Auto geschrieben. Versichert ist es auch über meinen Papa. Ausgemacht war zwar, dass ich ihm Versicherung und Steuer überweise, habe aber von ihm nie den Betrag genannt bekommen, auch als ich nachgefragt habe.
Er ist ne Glucke.

Schreck lass nach!

Gerade ist wieder so eine Phase, in der ich Prüfung haben könnte. Das heißt: Warten, bis Post kommt, drei Tage durcharbeiten und hoffen, dass alles glatt läuft, was man sich so wunderbar ausgedacht hat.
Zusätzlich muss ich den Plan für die Themen der kommenden Prüfungsphase abgeben.

Weil heute mein freier Tag ist, rufe ich eben auf Arbeit an. Im Sekretariat ist niemand, der mir sagen darf, ob oder ob nicht. Beim zweiten Anruf weiß die Sekretärin aber nicht, ob nicht vielleicht doch jemand da ist, geht ins Büro. Dort auf dem Tisch liegen, wenn sie da sind, die Briefe. Ich höre sie im Hintergrund sagen "Meinst du, wir können ihr das sagen?" und ich so "NEIIIIN! Ausgerechnet das Thema am Freitag, das ist so ein Mist, das schlimmste der Themen dieses Mal", setz mich hin, arbeite, rufe nochmal an.
"Nein, heute ist nichts da für Sie!" ist die Auskunft.
Puh, nochmal Glück gehabt, aber wenigstens hatte ich schon angefangen, den Entwurf für die Prüfung zu schreiben. Den kann ich verwenden. Und ich bin jetzt voll motiviert was zu arbeiten. Habe schon recht viel vor gearbeitet und bin fast ein wenig stolz auf mich. Dann fällt mir aber auch ein, was ich noch alles erarbeiten muss. Und der Themenplan fürs nächste Mal muss auch noch fertig werden, bis Donnerstag. Die mündlichen Prüfungen rücken auch immer näher und dafür müssen drei dicke Ordner gelernt werden plus Zusatzlektüre über "Psychosomatik" - haha, wer errät, warum ich das Thema gewählt habe?

Ich bin auf jeden Fall super froh, wieder zu arbeiten. Es macht einfach so einen Spaß und ich habe eine Aufgabe.
Mit dem Essen...manchmal überlege ich mir, aufzugeben, zu sagen: "Genieß einfach, es wäre besser, als mich immer so verrückt zu machen." Ich esse zur Zeit nicht superwenig, aber auch nicht super viel. Mein Gewicht ist absolut nicht vorauszusagen. Das ist das schlimmste für mich. Normalerweise kann ich sagen 58,wenig oder 58,viel (also ,0-,4 und ,5-,9). Gestern wäre ich fast ausgeflippt. Sonntag: 58,6kg Montag: 60,4kg
So viel habe ich vielleicht gerade mit Trinken an Gewicht zu mir genommen - ok, mit Trinken wars mehr, aber gegessen habe ich maximal 500g. Habe Brot gegessen und zwar ausschließlich Brot. Davon dann etwa 250g und teilweise mit Margarine. Also auf keinen Fall fast 2kg. Und Kalorien waren es maximalst 2000kcal. Wo kommt also das verdammte Gewicht her?
Gestern dann wieder Brot aber weniger - mein Brot ist Dinkelvollkornbrot mit eta 220kcal/100g mit vielen Balaststoffen. Und im Sport war ich auch. War aber nicht so besonders anstrengend. Hat super funktioniert, die zwei Stunden. Aber damit bestimmt auch nicht so viele Kalorien verbrannt. Trotzdem heute auf der Waage: 59,5kg...also wieder fast ein kg weniger. Da ich aber ständig auf Klo musste am Montag, hätte ich mit weniger als das gerechnet, so wieder 59,wenig.
Und genau weil ich mir ständig Gedanken drüber mache, nur noch sehr wenige Lebensmittel esse, mir selbst fast nie koche überlege ich mir, auf mein Gewicht und meine Figur zu sch...en und einfach zu essen, auf was ich Lust habe. Nie so super viel, Sport machen, aber eben Frühstücken (ein Brot oder Müsli), Mittagessen (irgendwas mit schön Gemüse und paar Kohlenhydraten oder auch mal süß) Abendessen (Vesper) und nicht mehr auf Dinge wie Marmelade oder Käse verzichten.
Mir ist das so richtig deutlich geworden, weil ich mir für die Fastenzeit überlegt habe, auf was ich verzichten könnte. Auf Süßigkeiten und Alkohol fand ich irgendwie nicht gut genug. Da ist mir aufgefallen, dass ich nur noch sehr wenige Lebensmittel esse, fast alles bei Seite lasse, immer die selben Dinge einkaufe und das ist nicht viel: Brotbackmischung, Knäckebrot, Quark, Krümelkäse, ab und zu Tomaten oder Karotten oder Pilze, löslichen Kaffee, Magermilch und wenns dann mal wieder fehlt: Margarine, Zitronenaroma (für meinen Quark), Nahrungsergänzungsmittel - die bei mir Nahrungsersatz sind, also Vitamine und so.

So armselig!

Sonntag, 17. Februar 2013

Angst

Ich liege in meinem Bett, wach natürlich. Schlafstörungen sind gerade an der Tagesordnung.
Brauche erstmal etwa eine Stunde bis meine Füße und mein Oberkörper überhaupt warm genug zum schlafen sind. Ich bin eingewickelt in Kuscheldecke und Decke, oben drauf liegt der Kater eingerollt auf meinen Unterschenkeln. Unter ihm ist es schön warm, auch durch zwei Decken hindurch.
Draußen wird es laut, sehr laut. Männer, die sich streiten. Es sind drei, das höre ich. Eine Stimme ist voll, laut, tief, sehr tief. Der Mann ist betrunken. Er schimpft, schreit die anderen an, die schreien zurück. Ich frage mich, was dort passiert, verstehe nichts, bin froh, Rollläden zu haben und, dass die zu sind, bekomme Angst. Was, wenn ich das sehen müsste? Was, wenn die wüssten, dass ich hier wach liege und was, wenn jetzt einer von denen Hilfe braucht?
Zum Glück sind Fenster und Rollläden zu. Die Stimmen dringen nur dumpf in mein Zimmer und trotzdem höre ich, dass sie kein Deutsch srechen.
Über mir werden die Rollläden hoch gezogen. Ich bin froh, nicht einzige zu sein, die das hört. "Polizia" schreit einer der Männer und meine Angst wird größer als zuvor. Der Klopft bestimmt gleich an meine Rollläden, denke ich, wo ist mein Handy, ich werde denen bestimmt nicht auf machen. Oft ist mein Handy schon in der Tasche wenn ich morgens raus muss oder wenigstens im Wohnzimmer. Es ist ja noch immer nicht bekannt, was Elektrosmog wirklich mit dem Körper an stellt und wozu brauche ich ein Handy im Bett? Ich wäre froh, es nun bei mir zu haben. Ich decke mich auf, packe die Decke über den Kater, er ist sowieso schon total aufgedreht, der muss jetzt nicht noch durch das Licht geschockt werden. Mache meine Leselampe an, gehe so leise wie möglich ins Wohnzimmer, nehme mein Handy vom Schreibtisch. Stelle mich ans Wohnzimmerfenster, lausche. Bin mir sicher, dass sie kein Deutsch sprechen, kann kaum ein Wort verstehen. Wieder erzählt einer was von Polizia, der laute lallt nur noch, der dritte hat eine seltsam kratzige Stimme, der ist super wütend. Ich schleiche zurück in mein Bett, da sind die Stimmen wieder lauter, die stehen direkt vor meinem Schlafzimmerfenster, wenige Zentimeter von mir entfernt und streiten sich. Meine Angst wird immer größer. Schwere Schritte, sie bewegen sich. Ich höre sie noch eine Weile, schaue nochmals auf mein Handy: 1 Uhr 34. Sie sind weg, glaube ich. Trotzdem habe ich Angst, riesen Angst. Halte mein Handy fest in der Hand.
Als ich hier her gezogen bin, wusste ich nicht, welches soziales Umfeld hier wirklich ist. Es ist so die Grenze zeischen "Kleinmoskau" und Bonzenviertel. Immer wieder gibt es hier in den Nachbarhäusern Polizeieinsätze. Bisher nichts was ich mitbekommen hätte. Da gings dann auch schon um Einbruch und trotzdem habe ich mich immer recht sicher gefühlt. Aber heute Nacht...damals war mein Vater skeptisch. Erdgeschoss, direkt am Durchgang im Erdgeschoss. Aber ich habe keine andere Wohnung bekommen. Jetzt wäre ich gerne im Dachgeschoss...die Stimmen kommen wieder näher. Sie schreien noch immer. Der eine noch immer lauter als die anderen, alle lallen noch immer. Die Männer sind besoffen und in Streit. Was soll ich tun? Wenn ich jetzt die Polizei anrufe, dann ist bestimmt keiner mehr da und ich muss das erklären. Das will ich nicht. Ich will niemandem erklären müssen, dass ich so ein Schisser bin. Über mir (ich weiß nicht ob direkt über mir) geht das Fenster auf. "Alles klar bei Ihnen?" keine Antwort "Wir wollen schlafen, aber dazu sind sie zu laut. Ich rufe die Polizei, wenn sie sich jetzt nicht verziehen!" - Bin ich froh, dass der Mann dort über mir auch nicht schlafen kann und was sagt. Ich habe es mich nicht getraut. Die Stimmen entfernen sich wieder. Ich fühle mich noch immer nicht sicher. Der Kater auch nicht. Er ist aufgeregt, schleicht auf meinem Bett herum, bleibt direkt neben mir stehen. Ich strecke die Hand nach ihm aus, er legt sich hin. In einer Hand das Handy, direkt neben mit der Kater. Irgendwann schalfe ich ein.


Trotzdem bin ich heute super müde, habe Kopfweh. Klar, wenn dann der Kater um halb 7 sein Fressen haben will. Ich hatte heute keinen nerv, ihn die 10 Minuten zu ertragen, in denen ihm einfällt, dass er ja grad Hunger hat. Nach vielleicht 4 Stunden Schlaf stehe ich auf.

Freitag, 15. Februar 2013

an meine Waage

Ich liebe dich,
ich hasse dich,
ich brauche dich
jeden Tag
ich verfluche dich
jeden Tag
ständig bist du präsent
morgens
mittags
abends
ständig will ich dich
und doch tust du mir weh
ständig,
dauernd,
täglich mehrfach


Donnerstag, 14. Februar 2013

Valentinstag?!

Ein Tag, der mir nie wirklich wichtig war. Die letzten Jahre haben wir zu zweit ausgemacht, ihn zum "Kommerztag" zu machen. Also klassische Geschenke. Mal gabs Parfüm, mal Manschettenknöpfe für meinen Liebsten usw.
Dieses Jahr wollte ich ihm seinen ersten Brief in die neue Wohnung schicken, war dann aber sehr einfallslos und dann wars auch irgendwann zu spät.

Heute war auf jeden Fall ein denkwürdiger Tag. Hier war heute Stellenausschreibung. Insgesamt wären 13 Stellen für mich in Frage gekommen. Ich habe sie reduziert. Wenn ich schon eine davon bekomme, und die alle in der Pampa liegen, dann will ich eben auch nicht unbedingt stunden in die Zivilisation und zu Menschen brauchen, an denen mir was liegt. Jetzt sind's 6 und ich habe den Tag über recherchiert und Bewerbungen geschrieben. Für manche, die mit mir in der Ausbildung sind, gabs nur 2 Stellen, in einem ganzen Bundesland. Sehr sehr traurig sowas, wenn du genau weißt, dass es noch mindestens 10 andere gibt, die sich auf die Stellen bewerben werden.
Hoffentlich bekomme ich einfach eine der Stellen in Hamburg, vielleicht werden da auch noch ein zwei drei ausgeschrieben, das wäre super.

Man merkt: Ich habe nichts erlebt, schon seit Tagen nicht mehr (quasi). Morgen wieder Sport, ab Montag wieder Arbeit.
Das mit der Fastenzeit ist soweit bisher in Ordnung gegangen, aber ich hab echt Schiss vorm Einkauf, der morgen ansteht...Mal sehen, ob ich es an den Süßigkeiten vorbei schaffe, aber ich denke mal.

Mittwoch, 13. Februar 2013

Wär doch heute nie gewesen

Ein Tag, der eigentlich ganz gut war, wenn er nicht doch so doof gewesen wäre.
Ich hab mein Auto, das mir gar nicht wirklich gehört gegen einen Pfeiler gefahren - typisch Frau!
Eigentlich nicht gegen einen Pfeiler, ich bin vorbei geschrammt, wird aber totzdem bestimmt nicht billig.
Also, ich habe zum Uniabschluss, und jetzt schon zwei Jahre Geburtstag und Weihnachten und mit viel viel gutem Willen meiner Eltern und meinem gesamten Ersparten ein Auto bekommen. Mein Erspartes war die Hälfte des Autowerts. Ich brauchte eins, um zu meinen Eltern zu kommen und um mich hier auf dem Kaff irgendwie bewegen zu können, einkaufen zu gehen und vor allem zu den Ausbildungsstellen zu fahren.
Meine Eltern werden es mir wohl demnächst ganz schenken, aber noch ist es offiziell nicht mein Auto.
Und das Auto hat einen Tiefgaragenstellplatz. Leider war ich heute ziemlich eingeparkt, kam gerade so in mein Auto rein. Beim Ausparken habe ich zu sehr auf das Auto neben mir geachtet und *ratsch* hab ich halt Kratzer drinnen. Es sind meine ersten Kratzer, das erste, was ich meinem Auto oder überhaupt einem Auto antue und es tut weh. Nicht unfallfrei zu sein und das dann auch noch zahlen müssen. Keine Ahnung, ob es überhaupt lackiert werden muss, oder ob polieren reicht. Mal sehen, was das für ein Betrag wird...nach dem doofen Steinschlag und der Hauptuntersuchung letztes Jahr schon das dritte Mal in der Werkstatt. Der Steinschlag war für mich nicht so schlimm, war zwar auch echt heftig, aber da konnte ich eben wirklich nichts für. Und die Hauptuntersuchung...ja, die ist halt irgendwann fällig. Insgesamt habe ich jetzt schon um die 700€ nur in der Werkstatt ausgegeben. Und jetzt das!!!

Der Tag hatte schon seltsam angefangen. Die Waage hat mich heute gehasst, aus welchem Grund auch immer, soll ich von gestern auf heute fast 2!!!kg zugenommen haben. So viel habe ich gar nicht gegessen an Masse. Hoffe morgen wird's besser.
Dafür habe ich mich tatsächlich dazu durchgerungen, den netten Herrn anzurufen, der mir das zweite Vorstellungsgespräch angeboten hat. Auch fix gemacht! Mal sehen, ich hoffe ich schaff einfach alles!

Dienstag, 12. Februar 2013

Wieder ein verlorener Tag

Habe heute mal wieder nichts getan. So wirklich nichts. Außer vielleicht ein wenig zu viel gegessen.
Ich habe keinen Süßkram mehr dafür eine Menge Brot...und weil ab morgen Abend Fastenzeit ist gabs zum Mittag Pfannkuchen. Nicht so super wild bei mir, weil komplett ohne Fett, ein Ei, etwas Milch, Mehl, Salz, Süßstoff und Zimt in den Teig und braten. Wieder meine Supergenialefettfreibratpfanne.
Die Waage hat mich heute früh wahnsinnig überrascht, 1,1kg weniger als gestern.
Gut, ich war ja auch im Sport, aber ich hatte eine Menge gegessen.
Da heute DER Tag der Fasnet war/ist, hat das Fitnesscenter geschlossen, sonst wäre ich gleich nochmal hin. Aber morgen wieder.

Morgen muss ich telefonieren. Ich hasse telefonieren. E-Mail wurde für mich erfunden! Wenn ich die Wahl zwischen Telefon und E-Mail habe, ich wähle E-Mail. Da kann ich mehrmals über die Formulierung nachdenken und muss nicht total spontan sein.
Ein weiteres Bewerbungsgespräch soll aber ausgemacht werden. Die Jobaussichten sind wohl im hohen Norden doch besser, als ich gedacht habe. Mal sehen, ob noch was kommt. Auf jeden Fall möchte der Herr von mir angerufen werden. Anrufen ist noch schlimmer, als angerufen werden, da kanns ja sein, dass irgendwer gestört wird.
Doof, dass die Mail erst heute Abend kam. Jetzt bin ich motiviert. Mal sehen, ob bzw. wie viel ich noch schaffe.
Muss ich auch noch über die Stelle informieren, damit ich morgen nicht ganz unwissend bin... 

Montag, 11. Februar 2013

Ein wenig ruhiger

aufgedreht,
so unruhig, wie schon lange nicht mehr
erwartungsvoll,
frohen Mutes,
frisch, fromm, fröhlich, frei,
nicht mehr so mutlos.

CUT
was, wenn es nicht klappt,
wenn da noch hunderte andere Bewerber sind
wenn die besser sind als ich mit meinen schlechten Noten
wenn deren Schnitt besser als meine momentanen 2,2 ist
wenn ich beim Bewerbungsgespräch versage
wenn eine meine Prüfungen daneben geht und ich durchfalle

Es muss alles klappen, ich brauche eine Stelle und die Stelle ist echt gar nicht so schlecht.
Nun ja, ich habe total aufgedreht mit meinen Eltern und meinem Liebsten telefoniert. Alle haben sich gefreut, nur ich dann nicht mehr. Der Erwartungsdruck war dann auch nicht gerade klein "Du musst halt da oben eine Stelle finden und ob du die 100%ig magst oder nicht ist zweitrangig" äh hallo Vater, hast du nen Knall? Ich kann froh sein, wenn ich eine finde, das 100%ig ist ja sowieso nie drinnen, sie muss so einigermaßen passen, halt mein Anforderungsprofil auf das der Stelle passen, mehr Spielraum habe ich nicht, sonst kann ich gleich HartzIV beantragen.
Da stand ich dann, total aufgedreht, mit Puls irgendwo jenseits der 100 und mit dem Wissen, dass ich es "MUSS" und nun? Das macht es absolut nur noch viel viel schlimmer. Obwohl der Termin erst Ende März ist, bin ich jetzt schon aufgeregt, überlege mir, was ich anziehe, was ich mitnehme, wie meine Bewerbungsmappe aussehen sollte, welche Fragen ich stellen soll, welche Fragen gestellt werden könnten und wie ich darauf antworte...
Ich bin dann erstmal ins Fitnesscenter gegangen. Zwar waren heute keine Kurse weil Fasnet ist, aber ich habe einfach so trainiert. Bin jetzt etwa 1500kcal ärmer: 1100kcal durch Ausdauertraining und dann noch 6 Kraftzirkel von denen ich die Kalorienzahl einfach absolut nicht einschätzen kann.
Am Ende war ich total platt, ausgepowert, Kopf leer, nur noch Musik im Ohr. Genau die Momente sind einfach super: Nichts mehr wissen.
Aber leider sind diese 1500kcal noch immer weniger minus als das plus, was ich in mich rein gefuttert habe, glaube ich. Keine Ahnung, wie viele Kalorien ich zu mir genommen habe, es waren weniger als in den letzten Tagen immer wieder mal, aber nicht so wenige, wie es zum Teil im Oktober bis Dezember waren. Seit Januar habe ich wahnsinnige Probleme, wenig zu essen. Warum auch immer.

Da mich Kater jetzt anfängt zu beschmusen, muss ich wohl ins Bett gehen, damit wir noch eine Weile kuscheln können, bevor ich einschlafe ;-) Gute Nacht ihr Lieben!

Das, was sich Leben nennt, geht weiter...

...und wird vielleicht auch mal gut?!
Gerstern habe ich Bewerbungen geschrieben bzw. auf die entsprechenden Portale gestellt.
Heute Vormittag klingelt das Telefon...erstes Bewerbungsgespräch nach weniger als 24Stunden, und das obwohl gestern Sonntag war.
Nun ja, es dauert noch eine Weile, bis das Gespräch ist und der Arbeitsplatz ist auch nicht ganz so das, was ich eigentlich wollte. Aber er ist in der nähe der Wohnung meines Liebsten - wo ich ja auch hin ziehen würde - und eigentlich gefällt mir das alles doch ganz gut.
Nun mal sehen, was noch so alles kommt.
Ich bin auf jeden Fall motivierter, seit gestern Abend schon.
Heute noch weitere Unterlagen weg geschickt und jetzt wird gelernt!

Sonntag, 10. Februar 2013

#100

100 Posts,
100 mal gebloggt,
100 mal Danke an die, die sich meinen Blog antun
100 mal Bitte begeleitet mich weiter
bis ich wahrscheinlich irgendwann 100kg wiege.

Gestern habe ich gewartet, mehr als den halben Tag. Bin aufgestanden, habe geputzt, gespült, gebacken und gebacken und gebacken.
Also mein Liebster kam kurz vorbei. Er hat nen Zwischenstop bei mir eingelegt, von Österreich, wo er Ski-Fahren war und heute weiter nach Hamburg ist. Morgen fängt er an zu arbeiten.
Leider war Stau. Geplant war, dass er zum Mittag da ist.
Also habe ich erstens Brot gebacken (für den Abend) zweitens Focaccia mit Oliven (da sollte es dann noch frische Tomaten zu geben), drittens süße Brötchen (für heute Früh - warum auch immer, weil wir auf einen Gebutstag zum Weißwurstfrühstück eingeladen waren) und Brownies, weil ich dir mal für die Arbeit gebacken hatte und sie so lecker waren, dass er auch mal probieren wollte.
Was daraus geworden ist?
Er kam um 4 an, hatte ein riesen Fresspaket dabei und fast aufgegessen und darum keinen Hunger. Ich hab jetzt ein halbes Blech Brownies, 3/4 Brot, 3/4 Focaccia eingefroren, ihm die andere Hälfte der Brownies, fast alle süßen Brötchen, ein großes Stück Brot und Focaccia mitgegeben und trotzdem habe ich noch einiges im Kühlschrank.
Heute Vormittag sind wir dann zu der Bekannten/Freundin gegangen. Ich bin hier irgendwie voll bekannt im Ort, kannte zwar ein paar vom Sehen, aber nicht wirklich. Alles total Liebe, vor allem ihre Eltern, so superlieb! Ihr Bruder ist auch ein total lieber Kerl. Insgesamt eine herzliche Familie, man merkt so die Wärme, wenn man bei denen ins Haus tritt. Da kommts durchs Küchenfenster gerufen "Ist offen!", du drückst die Tür auf, steigst über die Schwelle und hast das Gefühl, willkommen zu sein.
Einige waren schon im Häs, heute Mittag gehts hier mal wieder weiter und ich habe so gar keine Lust mehr auf Fasnet.
Ich brauche dringend eine beglaubite Zeugniskopie, ich hoffe, dass das Rathaus morgen offen hat, auch wenns besetzt ist. Donnerstag wars auf jeden Fall zu, Freitag weiß ich nicht und morgen, mal schauen am Dienstag wirds wohl auch zu sein.

Mein Liebster ist gerade gefahren und ich fühle mich nicht mehr ganz. Die letzten Stunden haben mir so gut getan. Auch wenns nur etwa 22 Stunden waren, die er hier war, ich hatte das Gefühl, nicht ganz so tot zu sein. Schlimm war aber mein Körperproblem. Wenn ein Mann in den besten Jahren (haha) ne Weile Frauentzug hat...und es geht da zum Teil auch um jungedfreies, was mir schwer fällt. Allein meinen Rücken anfassen zu lassen ist gerade ein Problem, den Arm um die Taille legen...ich habe das Gefühl er hat da nur Fett in der Hand und genau das ist, was ich nicht will, was ich an seiner Stelle auch nicht wollen würde.

Samstag, 9. Februar 2013

Sport

Ich bin letztens auf Lanas Blog gestoßen.
Sie will zwar auch abnehmen und hat auch schon wahnsinnig viel geschafft - hat auch Bilder gepostet, der Unterschied ist der Hammer und ich finde sie sieht super aus - aber eben gesund und durch viel Sport.
Sie läuft, ihr neuester Post enthält einen Anfängertrainingsplan.

Meine Sportkarriere startete mit dem Moment, als ich laufen konnte. Ich erinnere mich daran, dass wir jeden Samstag in den Wald zum Laufen (später schwimmen) gegangen sind. Ich konnte oft schon nicht mehr und musste weiter mit. Mein Vater war mal Profiläufer, hat bis zu 14 Mal in der Woche trainiert und wäre wahrscheinlich auch recht erfolgreich geworden, wenn er sich nicht verletzt hätte. Mit der Verletzung hat er noch heute, nach über 35 Jahren zu tun, kann teilweise nur noch mit Schmerzen gehen und humpelt dann durch die Gegend. Was da genau zurück geblieben ist, kann keiner so genau sagen.
Auf jeden Fall bin ich mit vier Jahren dann auch im Leichtathletiktraining gewesen. Ich war immer erste, von hinten. Das hat sich quasi nie geändert. Im Training war ich mit bei denen, die am meißten gemacht haben und so kam es auch, dass ich in die Mittelstrecke gesteckt wurde. Fünf bis sieben Tage die Woche Training, Ausdauer, Sprintstärke, Kraftausdauer, Kraft, allgemeines Training, ständig war ich irgendwas am Sport machen. Ich habe nur einen Wettkampf gemacht und bei dem wurde ich Opfer meines geringen Selbstbewusstseins. Am Rand eine der Trainerinnen, bei der ich nicht trainiert habe, die mich aber kannte. Meine war zu dem Zeitpunkt nicht da. Die Trainerin rief immer "gib Gas, du kannst schneller" und das war dann auch so. Gegen Ende hab ich dann gemerkt, dass ich noch kann und hab mir noch zwei Läuferinnen geschnappt. Insgesamt war ich trotzdem zwei Minuten langsamer als im Training. "Das machst du nochmal und dann hast du schon die Erfahrung!"...ich war nie wieder bei einem Wettkapf. Damals hatte ich die 50kg Grenze meiner Trainerin - ach und die Vorgabe, was gegessen zu haben, aber sie hat mir grenzenlos vertraut. War mein Vorteil. Ich hab auch mit weniger als 50kg und ohne gegessen zu haben trainiert. Da wir alle bis zum Umfallen trainiert haben war das auch nicht weiter schlimm.
Kurz bevor ich in die Klinik bin, hatte ich noch eine echt schlimme Zeit, was das fressen und kotzen anging und habe auch kräftig zugenommen. Rein bin ich, aus dem vollen Trainig mit 54kg. Dort durfte man noch nicht mal ein Stockwerk die Treppe nehmen. Mein Gewicht fiel ins Bodenlose, ich hatte es gar nicht im Griff. Heute denke ich, dass das vor allem auf den Muskelverlust zurückzuführen ist und es sehr schlecht war, dass ich nicht abtrainieren konnte. Teilweise habe ich drei Kilo in drei Tagen ebgenommen, und das trotz einer vorgeschriebenen Kalorienzahl. Um keine Magensonde zu bekommen, habe ich mehr gegessen als ich musste, das war meinem Kopf zu viel, ich hab in der Klinik angefangen zu kotzen...alles in allem sehr schlecht gelaufen. Es blieb dann irgendwann relativ konstant, mal ein wenig hoch, mal ein wenig runter, am Ende hatte ich in acht Wochen acht Kilo abgenommen. Außerhalb der Klinik ging es weiter runter, ich hatte weiterhin Sportverbot und habe dann teilweise Fressanfälle nicht gekotzt, um am Wiegetag nicht all zu wenig zu wiegen. Und dabei habe ich zu der Zeit sechs Mal am Tag gegessen und drinnen behalten (+ ab und zu Fressanfälle die ich auch gekotzt habe). Wie tief mein Gewicht war, das weiß ich gar nicht. Meine Eltern hatten die Wage eingeschlossen, meine Schwester bekan eine Eigene und hat die selbst eingeschlossen, nur, dass ich mich nicht wiegen konnte. Immer montags war Wiegetag und ich habe Samstags eingekauft, um in der Nacht auf Montag zu fressen und zu trinken. Ich konnte das Frühstück montags teils gerade noch so drinnen behalten, weil mein Magen so voll war. Das Gewicht am Ende trotz Trinken und Fressen: 47,3kg.
Eigentlich unter dem Wiedereinweisungsgewicht von 48kg aber meine Therapeutin hat meine Klinikangst ernst genommen. Wahrscheinlich habe ich da unter 45kg gewogen. Kleidergröße 30 hat geschlackert. Wann und warum und wie ich dann zugenommen habe, das weiß ich nicht, aber es hat einfach angefangen und ich kann es ja noch immer nicht wirklich stoppen. In den letzten gut 5 Jahren habe ich 15kg zugenommen. So krass.

Was mir von damals geblieben ist: Ich brauche Bewegung. Ohne werde ich unausstehlich, kann nicht schlafen und fühle mich nicht ganz. Im Sommer gehe ich noch sehr gerne laufen, aber das mit dem Allwettertraining habe ich schon lange nicht mehr drauf. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich ja alleine unterwegs bin. Letzten Sommer waren es drei Mal 10km in der Woche. Momentan, das wisst ihr ja, gehe ich ins Fitnesscenter. Da kann ich die verbrauchten Kalorien zusammenrechnen und gehe nicht unter 1000kcal wieder raus. Gestern warens um die 40km auf dem Trimmrad und zusätzlich noch Kraft- und Ausdauertraining. Ich habe heute noch nichtmal müde Muskeln. Vielleicht schaffe ich ja irgendwann endlich meinen Traum: Marathon!

Freitag, 8. Februar 2013

außer Kontrolle

Fresse, den lieben langen Tag
Esse Dinge, die meinem Körper schlecht tun
Beiße meine Lippen wund
Drücke meine Arme so sehr, dass sie blau sind
Motiviere mich zu nichts mehr
Putze nicht
Wasche nicht
Meine Wohnung vermüllt sozusagen
Und wenn ich mal Sport mache dann nur exzessiv

Habe keine Ahnung, was mit mir los ist. Mir geht es furchtbar. Sitze den Tag nur rum, kann mich nicht aufraffen und wenns dann zu spät ist, dann bekomme ich Schuldgefühle.
Genauso gehts mir mit dem Essen. Ist gerade total furchtbar.
In den Sport gehe ich noch. Heute habe ich 1400kcal+x verbraucht. Das x waren vier Kraftrunden. Das sind wohl so um die 400kcal. Ich denke, ich habe heute trotzdem mehr zu mir genommen. Ich will es gar nicht wissen.
Beim Sport konnte ich nicht mehr aufhören. Da war dann das nächste Ziel, ach komm, mach einfach noch eine Runde, das nächste Ziel erreich, ach eine Runde geht noch...

ich bin außer Kontrolle!

Donnerstag, 7. Februar 2013

"Ich will Sie ja nicht entmutigen..."

Hatte heute frei, eigentlich hätte ich arbeiten müssen, aber noch bevor ich hätte anfangen müssen wurde es närrisch. Hier ist absolut nichts mehr los ab ca. 9 Uhr. Fast alle Läden - bis auf die Ketten wie Müller, Lidl,... - und einige Restaurants und Cafés hat alles geschlossen.
Dafür war heute Nachmittag eine Infoveranstaltung zur Bewerbung nach der Ausbildung und den Einstellungchancen. Und dann kam der Satz: "Ich möchte Sie ja nicht entmutigen, aber ich habe etwa 30 Stellen zur Vergabe und Sie wissen selbst, dass Sie weit über tausend sind."
Nein, das entmutigt gar nicht und macht auch gar keinen Leistungsdruck.
Immerhin will ich gar nicht hier bleiben, bewerbe mich aber trotzdem. Sicher ist sicher, nichts unversucht lassen, einen Job zu finden.

Nun was besseres: Gestern Abend war ich noch im Kino. Ladies Night mit Sekt und Focaccia
Na ja, der Sekt war so ein Billigzeugs, das es dann im Plastikbecher gab und von wegen Focaccia, es war kalte Pizza. Absolut nicht das, was ich unter Focaccia verstehe. Und weil von den Mädels, die dabei waren ein paar wissen, was bei mir so ab geht, musste ich dann essen. "Willst du das nicht auf essen" - "Nein, ich hatte schon ein Brot zu Abend gegessen, weil ich hunger hatte!" Meine Güte hab ich wieder Probleme außer Haus zu essen.
Ach ja, Film gabs auch ;-) Kokowääh 2. Schweigerfilme sind so, na ja. Nicht gut, aber schön. Ich mag das Licht und die Familienszenen, sowas hätte ich auch gerne. Perfekte Familie, die bei perfektem Wetter und perfektem Licht einfach perfekte Dinge tut. Und ich finde Emma Schweiger einfach nur super niedlich und wünsche mir auch so eine Tochter. Ist im übrigen gar nicht so weit her geholt, dass meine Tochter so ähnlich aussehen könnte. Sie sieht der Schwester meines Liebsten recht ähnlich und auch ihm als Kind. Da das die Gene seiner Mutter sind und die sich bei allen drei Kindern stark durchgesetzt haben, habe ich Hoffnung. Vor allem, was die Gene des Dünnseins angeht...

So, worum geht es in dem Film
Henry und Katharina haben einen gemeinsamen Sohn Louis, wohnen mit Magdalena in Henrys Loft zusammen. Tristan hat eine Freunding (Anna), die um einiges jünger ist, als er. Magdalenas Mutter spielt wieder keine Rolle. Magdalena wird 9 und ist unglücklich verliebt.
Katharina ist die Mutter-und-Hausfrauen-Rolle leid, hat ein neues Buch geschrieben, nur kommt sie nicht weiter, weil bei Henry immer was dazwischen kommt. Der ist nämlich super beschäftigt. Neben dem Drehbuchschreiben, führt er auch Regie und hat es mit Matthias Schweighöfer zu tun, der allerdings nur dann in dem Film spielen möchte, wenn ein Drehbuchautor das Buch umschreiben soll, dessen Filme mal so gar nicht zu Henrys Geschichten passen.
Henry und Katharina trennen sich, sie zieht aus. Es treten noch eine Reihe weiterer Personen auf. z.B. der neue Klassenkamerad "Karl Marx" und seine Mutter, aber auch ein Kindermädchen, das Tristan - der aus Geldmangel bei Henry eingezogen ist - und Henry eingestellt haben.
Nach und nach trennt sich ein Pärchen nach dem anderen, alle sind allein, wir steuern auf den Höhepunkt zu. Aber den muss sich jeder selbst anschauen.
Emma sieht da sooo aus:
Ich finde den Blumenkranz super, will sogar einen als Haarschmuck bei meiner Hochzeit tragen. Allerdings in weiß und pink. Ihre Frisur finde ich super schön. Leider kann ich mir selbst nur ganz einfache Zöpfe flechten, wiel meine Arme sonst einschlafen.

 Ich finde, dass man den Film nicht unbedingt im Kino oder überhaupt gesehen haben muss, eine nette unterhaltungskomödie mit wunderschönen aufnahmen.

Mittwoch, 6. Februar 2013

Themenwoche "Durch dick und dünn"

Supertolles Programm: Bayernalpha
Normalerweise das Programm, auf dem Telekolleg, unwitzige Dokus, Gottesdienste und sonstige Dinge laufen, die die Welt nicht braucht oder schonmal gesehen hat.
Die Themenwoche lief so auch schonmal auf anderen Sendern der öffentlich rechtlichen Sender.
Gestern kam: "Essstörung - Sarahs Weg aus der Bulimie"
Sarah ist 21 Jahre und Bulimikerin. Sie lässt sich während ihrer stationären Therapie von der Kamera begleiten, schreibt Tagebuch. Auszüge aus dem Tagebuch vor und während der Klinik liest sie während der Doku selbst vor. Sie versuchte perfekt, stark zu sein, in einer Zeit, in der sie selbst Zuwendung gebraucht hätte: Ihr Bruder ist krank, die Eltern total in Sorge wegen des Sohnes, die kleine Tochter oft allein zu Hause oder bei den Großeltern, will stark sein und hat doch so sehr Angst um den Bruder.
Und das alles während der Pubertät, ihr Körper verändert sich, sie findet sich selbst nicht schön, hat einen wahnsinnigen Erwartungsdruck, was sich selbst an geht. Sie will stark sein für ihre Eltern, damit die sich nicht auch noch um sie sorgen müssen, ist das starke große Mädchen.
Als ihr dann auch noch von angeblichen Freundinnen ein Zettel "fat and ugly" auf den Rücken geklebt wird, denkt sie sich: "an dem fett kann ich was ändern" und rutscht über die Magersucht in die Bulimie, zieht sich zurück, hat keinerleit soziale Kontakte, schafft das Abitur, ist aber alleine.

Das kleine Mädchen, das sie sich verboten hat zu sein, meldet sich immer wieder. Genau so war es auch bei mir. Ich kann ihre Gefühle so nachvollziehen, kenne jeden ihrer Gedanken, auch wenn es bei mir nicht so dramatisch war, denn meine Schwester war nicht krank (auch wenn sie ebenso eine Essstörung hat, wie ich - nur anders und nicht so krass wie ich), es war einfach nur so das Gefühl, stark sein zu müssen.

Heute kommt eine Doku über Übergewichtige Kinder, morgen dann "Dünn bis in den Tod - Meine Freundin, die Magersucht".
Alles Dokus, die ich schon kenne und viele von euch sicher auch.
Ich finde es interessant, dass die so einfach immer wieder ausgestrahlt werden. Die Diskussion, die dann meiner Meinung nach eigentlich folgen müsste, die wird oft unterschlagen oder auf einem Niveau geführt, so dass es wieder nur darum geht, dass Magersucht eine Modeerscheinung ist und nur mit den Medien zu tun hat.
Klar gibt es Mädchen, die sich so stark von den Medien beeinflussen lassen, dass sie darum abnehmen wollen. Und nur darum. Solche kenne ich aber nicht. Ich kenne nur Mädchen (ich kenne einfach kaum Jungs die offen dazu stehen), die aus welchem Problem auch immer heraus eine Essstörung entwickelt haben, nicht weil sie im Fernsehen schlanke Frauen gesehen haben und das schön fanden und auch so sein wollten.
Nein, es geht da NUR um Probleme mit dem eigenen Ich, der Persönlichkeit, dem Körper, oft seiner Entwicklung. Probleme, die hervorgerufen wurden duch Probleme mit den Eltern, anderen Kindern, durch Tod, Krankheit, Probleme eines Verwandten, Freundes...Nein, diese Probleme sind alle nichtig gegenüber der Darstellung der perfekten Frau in den Medien als schlank.
Wenn dann auch noch so nette "Hobbypsychologen", die sich Experten schimpfen erzählen, wie es in einer/einem Essgestörten aussieht und noch nicht einmal klar zwischen Bulimie, Magersucht und Kombinationen aus beidem trennen, sondern nur zwischen Bingeeating und Magersucht, dann muss ich solche Talkshows abschalten, denn das ist der absolute Stumpfsinn. Müssten einfach mal paar Blogs zitieren und es wird klarer, wie es in uns aussieht.
Ich finde es so super erschreckend, dass Medien Esstörungen häfig so unterteilen: dürr oder fett. Und das ist absolut falsch!

Dienstag, 5. Februar 2013

mein Körper treibt mich in den Wahnsinn

ernsthaft: Gestern hae ich nict total wenig gegessen aber auch nicht super viel. Dafür zwei Stunden volle Power Sport. Was genau ich dabei an Kalorien verbrenne, das weiß ich nicht, muss aber ne ganze Menge sein. Ich gehe mal von min 300kcal in der Stunde aus und das waren ja zwei Stunden.
Ich habe zugenommen - aus welchem Grund auch immer.
Dabei fand ich den Sport überhaupt nicht anstrengend. Habe ja geschrieben, dass ich fast weiter gemacht hätte.
Heute haben mich 1,5h gequält. War bei etwa 1000kcal in der Zeit, aber ich habe mich nur gequält. Und obwohl ich nicht gerade superwenig gegessen habe heute und insgesamt mal wieder viel getrunken habe (etwa 3,5Liter) wiege ich jetzt weniger als heute früh.
Mein Körper schwabbelt mehr durch die Gegend denn je; meine Hosen sitzen weniger als sonst, sind weiter, ich brauche für zwei von meinen drei Hosen gerade Gürtel.
Passt nicht zusammen, ich weiß. So ist es aber momentan. Ich brauche glaub mal jemanden, von dem ich finde, dass er dünner ist als ich, damit sich der neben mich vor einen Spiegel stellt. Am Besten nicht die eine von meinen Bekannten, die mit mir gestern länger geblieben ist, da brauchen wir gar nicht drüber reden, die ist dünner als ich, sehr viel dünner...

Und dann hatte heute noch mein bester Freund Geburtstag. Er ist ja mein Ex und die Situation nachdem wir uns getrennt hatten und ich mit meinem jetzigen schon zusammen war, viel schneller als ich das wollte, war superlustig für uns drei. Die zwei haben sich mal schnell in den Haaren gehabt, haben dann die Eifersucht mal geklärt und ab da war's nur noch lustig. Das Verhältnis zu meinem Ex ist noch immer ein ganz besonderes. Es hat sich nichts geändert. Unsere Beziehung war nur noch Freundschaft. Nur, dass wir uns ständig gestritten haben und jetzt nur noch lachen können. Hab ihm heute früh mit Smilies mitgeteilt, dass ich ihm gratuliere. Er hat genau so geantwortet.
Wenn wir uns sehen, dann wissen wir sofort wieder, was wir beide gerade denken. Er kennt mich fast besser, als mein Liebster, hat meine Krankheitsgeschichte lange begleitet, steht dazu in einer ganz anderen Art, als mein Liester, eher negativ. Es war unser Hauptstreitpunkt. Er sieht mir an, wie es mir geht, noch immer. Ein seltsames Gefühl für seine Freundin und meinen Liebsten. Wenn wir uns treffen, dann kocht in den beiden immer wieder Eifersucht auf, auch wenn sie wissen, dass da nie wieder was laufen wird.
Denn es gibt die platonsiche Freundschaft zwischen Mann und Frau eben doch. Ich will ihn nicht verlieren, das wird aber wohl so kommen, denn er ist einfach stinkefaul, vor allem, was Telefonate, EMails, SMSen oder Briefe an geht. Das würde nie von ihm kommen. Schade, denn nur er weiß, was alles passiert ist, wie sehr ich in mancher Zeit gelitten habe und wie sehr ich ihn manchmal brauche. Aber dann weiß ich auch, dass ich jederzeit bei ihm anrufen kann.
Heute hat er gelacht als er meine Nachricht bekommen hat, das weiß ich. Gesehen habe ich es nicht, aber ich kenne ihn. Das war erstmal Geschenk genug und es war ein schönes Geschenk.

Wann habe ich eigenltich aufgehört zu leben?

Vor über 13 Jahren hat mein Weg neben der Welt angefangen. Mein Gefühl hat sich irgendwie verabschiedet, zumindest das positive. Ich freue mich nur noch aus Vernunft, vegetiere und lebe nicht, schaue auf die sich drehende Welt und frage mich, wann ich wieder aufspringen kann.
Die 13 kann ich auch nur darum sagen, weil ich an einigen Daten meine Krankheit nachvollziehen kann. Ich weiß eben, wann ich zuerst angefangen habe zu fressen, dann zu hungern und schließlich zu kotzen und das ist 13 Jahre her.
Wann habe ich aufgehört zu leben? Auf jeden Fall davor. Zu viel auf ein Mal, zu viel Druck, zu wenig Möglichkeit, ihn abzubauen, zu viel stumme Schreie nach Zuneigung, zu wenig Antwort darauf.
Meinen Eltern kann ich keinen Vorwurf machen, sie haben Fehler gemacht, aber sie wussten nicht, dass es Fehler sind, sie wollten alles nur perfekt machen.
Mein Gefühl: Ich mache die selben Fehler, versuche perfekt zu sein, alles richtig zu machen und vergesse das Leben dabei.
Mein Ziel: Anfangen zu leben, mein Geld auszugeben und es zu genießen
Aber wie, nach so vielen Jahren?
Will meinen Kindern eine nähere Mutter sein, als meine Mama es war. Nein, das ist keine Kritik, meine Mama ist eine richtige Mama, eine tolle Mama, ich liebe sie (wenn das Liebe ist, was ich für sie empfinde) und sie war für mich da, aber eben auf eine Art und Weise, wie ich sie mir nicht geholfen hat. Meine Eltern waren schon immer auf Leistung aus und sind es noch immer. Perfekt sein! Aber wenn man es nicht ist, dann ist das nicht so schlimm, die Enttäuschung ist aber trotzdem zu spüren und das macht den Druck nur noch schlimmer, das Gefühl, enttäuscht zu haben, nicht genug zu sein.
Und das Gefühl will ich meinen Kindern nie geben. Und das Gefühl, das nie zu erreichen macht den Druck noch größer und mich noch weniger lebendig.
Teufelskreis.

Habe bis jetzt noch nichts gearbeitet, das ändere ich jetzt mal.

Montag, 4. Februar 2013

Rastlosigkeit

Eigentlich ein guter Titel um mal wieder in die Lyrik zu verfallen. Dann könnte ich aber nur meinen Gefühlszustand ausdrücken und nicht das, was auch so passiert ist.

Heute war mal wieder Sporttag, wie Morgen und Mittwoch und hoffentlich auch Freitag.
Seit Tagen kann ich ja schon nicht mehr richtig schlafen. Komme morgens schwer aus dem Bett, habe aber abends eine solche Unruhe, Rastlosigkeit, dass ich nicht ins Bett gehe, sondern weiter irgendwelche Dinge tue...Nun ja, ich dachte, es würde besser sein, nach dem Sport. Ist es aber nicht. Absolut nicht.
Ich war noch nicht mal richtig ausgepowert, auch wenns heute angeblich ziemlich anstrenged war. Mir kamen die zwei Stunden eher vor, wie eine und ich bin nur aus "Gruppenzwang" duschen gegangen. Dass ich morgen wieder gehe, das wissen die anderen gar nicht. Die meißten haben eh nur eine Stunde durch gehalten. Nur unsere Supersportlerin und ich waren in der zweiten Stunde da (sie hat sehr gute Noten und dazu noch Modelmaße!). Auf jeden Fall bin ich jetzt noch wacher und ruheloser, als gestern. Ich wollte gegen 10 ins Bett - jetzt wirds mindestens halb 11. Und wann kann ich dann schlafen? Die letzten Tage hats immer ewig gedauert, bis ich einigermaßen ruhig war und schlafen konnte. Jetzt könnt ich noch ne Weile durch die Gegend rennen.
Bin so unruhig, wie ein Tier vor einem Erdbeben oder einer Sonnenfinsernis, kann der Ruhe nicht trauen, erlaube mir nicht, zu schlafen.

Und mal so nebenbei: Ich hatte heute echt Probleme, meine Oberarme zu verstecken. Die sind noch blau vom Wochenende. Zum Glück gehen die Flecken immer recht schnell weg. Ich hatte einen am Ellenbogen - wo auch immer der her war - der blieb fast zwei Wochen. Die an den Oberarmen werden schon gelb und da sie eh unter den Muskeln liegen, sind sie nicht soo besonders auffällig.
Irgendwie artet das alles grad etwas aus: extrem scharfes Essen (vielleicht hat auch das mit meiner Übekleit zu tun?), viel sehr heißen Tee, das Drücken an den Armen und Beinen, zerbeißen von Lippen und Wangeninnenseiten, Schlafentzug, mit klatschnassen Haaren draußen rum laufen und rum sitzen, ohne Innenfleece bei -10°C durch die Gegend laufen.
Wenn ich das so aufliste, kommts mir total krass vor. Und dann denke ich darüber nach, was ich sonst noch so alles mit meinem Körper anstellen könnte und denke: Ach ist doch gar nicht so schlimm!
Ist es auch gar nicht. Aber ich schade mir trotzdem. Immerhin nicht so sehr, wie wenn ich doch noch anfangen würde, zu schneiden oder wieder zu kotzen.
Zum Schneiden: habe ich am Anfang meiner Krankheit vor etwa 14 Jahren. Oberflächlich, mit Obstmessern. Eher die Haut abgeschabt. Dummerweise sehr offensichtlich. Auf die Idee, das an den Oberschenkeln oder so zu machen, kam ich gar nicht. Ich habe es gelassen, weil ich erstens keine Ausreden mehr hatte und zweitens keine Narben haben wollte. Ich habe umso mehr gefressen und gekotzt, gehungert und exzessiv Sport gemacht um mit meinen Gefühlen klar zu kommen.

Jetzt ists doch ein richtig langer Post geworden und meine Gedanken schweifen wieder ab. Momentan bin ich dabei darüber nachzudenken, dass ich schon so arg lange psychische Probleme habe und dass das total krank ist...sicher auch einen Post wert.

Wenigstens das Gefühl, zu leben

Die Nacht war furchtbar. Habe am Wochenende viel gegessen, zu viel. Vor allem für meinen Magen-Darm-Trakt. Mein Körper wehrt sich gegen mein Essverhalten. Mir ist seit gestern schlecht und heute Nacht habe ich mich wieder übergeben, nicht mit Absicht. Bin aufgewacht und hab gemerkt, dass ich muss. Raus ausm Bett, rein ins Bad...War jetzt das zweite Mal in zwei Monaten. Beide Male hatte ich viel gegessen. Eigentlich nicht übermäßig aber an mehreren Tagen hintereinander eben viel. Mein Körper verträgt das nicht mehr. Mein Bauch ist noch immer voll, total voll. Obwohl ich seit jetzt schon fast 20 Stunden nichts mehr gegessen habe. Seit Stunden habe ich Unterzucker, will aber nichts essen, weil mein Bauch auch so voll ist. Auf zwei Arten schlecht: Weil mein Bauch so voll ist und wegem Unterzucker.

Als der Wecker geschellt hat, war ich total alle, konnte kaum aufstehen und wollte nur noch schlafen. Arbeiten hat mir aber gut getan. Einer von den Kollegen, mit denen ich sonst recht viel zu tun habe, wollte am Freitag nicht mit mir sprechen. Er hat gemerkt, dass mir das alles zu viel war. Habe ihm dann gesagt, dass ich das Gefühl hatte, alle enttäuscht zu haben, jeden, der da mit mir geredet hat. Seine Frau hatte da auch mit mir geredet. Sie ist bei uns für Psychologische (und auch sonstige) Beratung zuständig. Ihr habe ich das gesagt und sie meinte da schon, dass es nicht so sei, dass ich mir da keinen Kopf machen soll, dass es schwierig sei, dass das aber geht. Sie hat schon irgendwie recht, aber ich schaffe es trotzdem nicht. So, und der Kollege hat heute mit mir gesprochen und er meinte auch, dass das alles in Ordnung sei, dass er und auch die, auf dies an kommt, wissen, dass ich meinen Job mehr als gut mache und die Note eben nur einen Teilaspekt der Arbeit wieder gibt und vor allem nicht das, was ich auf lange Sicht leiste.
Und dass ich es nicht nicht kann ist, dass hat sich heute wieder gezeigt. War auf Arbeit ein ganz guter Tag, der alles in allem überhaupt nicht so lief, wie geplant, aber eben anders ganz ok.
Und ich habe mich lebendig gefühlt, irgendwie nicht so tot, wie in den letzten Tagen.

So, und jetzt sitzt ich zu Hause und grüble wieder, wie ich das alles schaffen soll, ob ich versage, weil eben doch nichts so läuft, wie ich das plane. Habe wieder Angst vor der Zukunft, vor dem, was mich erwarten wird. Was werden die anderen Prüfungen bringen? Wird es wieder nur zu dreien reichen, werden ich schlechter sein, besser? Wann soll ich auf die mündlichen Abschlussprüfungen lernen und wie und wie werden die ablaufen? Wie werden die ausgehen? Ich spekuliere auf bessere Noten, denn auf die kann ich ja lernen. Die Note vom Chef, ich muss ihn nochmal einladen. So viele Variablen, so viel Unsicherheit.

Werde nachher nach über einer Woche wieder ins Fitness gehen. Nun ja, ich habe ja zwei gute Ausreden für letzte Woche. Brauchte erst die Zeit für die Prüfung, und Freitag wollte ich einfach den letzten Abend mit meinem Liebsten verbringen. Super, dass ich dann eingepennt bin, aber immerhin war ich bei ihm.

Was bleibt mir noch für diese Woche? Auf jeden Fall das Essen in den Griff bekommen und viel Sport machen, um mein Ultrahohes (vor kurzer Zeit noch ständiges) Gewicht zu reduzieren...

Sonntag, 3. Februar 2013

Warten auf Nachricht

Ich warte auf eine Nachricht von meinem Liebsten. Schon seit Stunden.
Habe ihm gegen Mittag aufs Handy geschrieben. Ich weiß, dass er es dabei hat, weil es eine Suchfunktion hat - also im Falle einer Lawine. Er hat auch irgendwann geantwortet, aber da waren sie schon zurück im Hotel. Irgendwas von, er würde mir gleich eine E-Mail schreiben, er müsst nur schnell aus den Skiklamotten raus. Das ist jetzt schon Stunden her. Seither habe ich so geschätzt tausend Mal meine Mails abgerufen. Keine Nachricht. Eine Nachricht. Nur Spam. Keine Nachricht. Keine Nachricht...
Ich bin unfähig zu arbeiten, unfähig, mich auf etwas anderes zu konzentrieren, weil ich nur daran denke, dass er gleich schreibt, ich gleich von ihm lese. Habe ihm eine E-Mail geschrieben, dass ich warte. Keine Antwort.
Wie soll es nur werden, wenn er wieder wo anders wohnt?!

E-Mail für mich

Mein Liebster ist ja im Ski-Urlaub. Super toll, dass er die letzten Tage, bevor er 800km weit von mir entfernt wohnt und arbeitet noch weg ist. Aber in Ordnung, es ist der letzte Familienurlaub. Er gründet ja sozusagen eine neue - ja, stimmt schon, aber nur, wenn ich alles irgendwie schaffe und bei ihm eine Stelle finde.

Auf jeden Fall hat er mir eine Mail geschrieben:
"Ich freu mich jetzt schon drauf dich wieder in meine Arme zu schließen. Du fehlst mir, mein Kopf meine Gedanken sind bei dir du fehlst meinen Armen, denn sie umarmen dich gerne, du fehlst meinem Herz denn ich hab dich unglaublich dolle lieb mein Engel."

Und dann wurde mir klar, dass ich alleine bin ohne ihn. Da ist niemand, keiner!
Alle habe ich verloren, nur weil ich hier hin musste. Die einzigen Freunde, die ich je hatte. Und das nur, weil wir alle zu faul oder zu beschäftigt sind.
Fühle mich unnütz, fett, hässlich, tot.
Lebe nicht mehr richtig. Was andere in den ersten 16 Jahren ihres Lebens erlebt haben, habe ich in meinen 16 Jahren noch nicht erlebt. Klar, eine Reise nach "was-weiß-ich-wo-hin" war nie möglich, meine Eltern haben uns alles ermöglicht, aber dabei hörte dann das Geld auf. Und alles, was auch mit Geld zu tun hat, da kann ich sagen, dass es daran liegt, dass es einfach nicht so üppig war. Aber ich hätte selbst mehr leben können, selbst mein Leben gestalten und nicht darauf warten, dass das Leben sich lebenswert macht.
Kann kaum mehr lachen, zumindest ehrlich lachen. Lächeln ist schwierig, muss mich zwingen.
Mich berühren lassen, egal wo, ist schwierig, glaube, derjenige muss gleich weg rennen und schreien, vor Ekel, weil ich so furchtbar bin.
Stehe vor dem Spiegel und frage mich, wann dieses Spiegelbild endlich weg geht, denn es ist graußam, kann es nicht leiden, würde gerne rein schlagen.
Der Drang nach Bewegung, nach Kotzen und mir doch wirklich selbst weh zu tun ist unendlich groß. Will endlich wieder spüren, Erschöpfung, Leere, das Gefühl der Erleichterung, egal was, hauptsache spüren.
Nehme Brandblasen an den Händen in Kauf, alles nützt nichts, meine Oberarme haben blaue Flecken von meinen Händen, selbst an meinen Oberschenkeln sind Durckstellen zu sehen.
Noch nichts bleibendes, noch habe ich der Bulimie stand gehalten.
Aber wie lange?

Samstag, 2. Februar 2013

Blogaward und ein "wahnsinniger" Samstag

Ich habe einen Blogaward von Laura erhalten.
VIELEN DANK!

Die Regeln:
1. Danke dem Blogger, der dich nominiert hat und verlinke ihm auf deinem Blog.
2. Stelle das Award-Logo auf deinen Blog
3. Schreibe sieben Dinge über dich.
4. Nominiere weitere 15 Blogs und setzte sie darüber in Kenntnis

Also 1. ist schon oben passiert. Nochmals vielen Dank!
2.: Das Logo

3. 7 Dinge über mich
1. Dies ist mein erster Blogaward mein erstes gepostetes Bild
2. Ich habe einen Kater namens Timmy, der gerade auf meinem Schoß pennt
3. Auf meinem Schreibtischstuhl ist gerade genügend Platz für mich, weil ich immer im Schneidersitz darauf sitze
4. Um Glück zu spüren muss ich Glück sehen
5. Mein Perfektionismus macht sogar mein Liebesleben problematisch
6. Obwohl ich schon 26 bin sage ich noch Mama und Papa zu meinen Eltern
7. Laut vielen Statistiken bin ich ein Durchschnittsmensch

So, nun der schwierigste Part:
4. nominire 15 Blogs
Lia 
Inka 
Cat 
June 
Amelia 
Lucy 
Eisenkreuzkriegerin 
Kay
Denise 
Bella
Lisa
Nana
captivated
sunshine
Brianna
Mh, doch einfacher, als gedacht. Jetzt nur noch alle benachrichtigen...

Nun ja, was heute noch so alles geschah: NICHTS!

Mein Liebster ist heute Morgen zum Ski-Fahren gefahren...mit seiner Familie. Die Freundin seines Bruders durfte nicht mit. Die Liebe, die sich als seine "Frau" bezeichnet hat einen riesen Knall. Sie meint, ihr Leben sei so schlimm, sie habe so wenig Selbstwert und müsse sich ritzen.
Ja klar! Sicher Fräulein! Du arme Sau...sie hat sich wohl versucht mit so einem Schnellhefterteil (das, was man über den Blättern einfädelt) zu schneiden, weil sie mal wieder sauer auf ihren Freund war. Grund? Ach da gibts immer einen, z.B. weil er nicht mit ihrem Hund Gassi geht oder ihr nicht die Füße küsst.
Ihr Selbstwert ist so klein, dass sie dauernd neue Bilder von sich postet - ich mache noch nicht mal Fotos von mir, schaue dauernd, aber total ungern in den Spiegel...Sie hat eigentlich alles, was sie will. Einziges Problem, das sie hat ist, dass sie total verwöhnt ist.
Auf jeden Fall hat sie gepostet, dass sie so arm dran ist, wiel ihr "Babüüüü" über 5000km weit weg ist. Äh moment, ich wusste gar nicht, dass die in den Irak zum Skifahren sind. Armes Wesen. Ich könnt Stunden über sie erzählen, über meine "Schwägerin" - bezeichnet sich selbst als "Frau" meines fast Schwagers. Und das, obwohl sie ihm fremd geht, es sich um eine On-Off-Beziehung handelt und sie andauernd streiten.

Lieber Gott

Lieber Gott, 

Und an dich soll ich glauben?
Da rede ich mit dir, bitte dich, flehe dich an.
Seit Jahren immer wieder und nichts passiert.
Du willst allgütig, allmächtig, allwissend sein?
Eins davon bist du nicht.

Nimm mich oder willst du mich in deiner Allgüte weiter quälen?
Dann gib mir wenigstens ein wenig Glück, wenn du mich nicht willst, oder kannst du das in deiner Allmacht etwa nicht?
Versuche doch wenigstens, mir zu helfen, oder weißt du Allwissender nicht, wer ich bin?

Bin ich keines deiner Schafe, nur weil mich nie geweihtes Wasser berührt hat? Bin doch ebenso dein Geschöpf wie jeder andere Mensch, jedes Tier, jede Pflanze, jedes belebte Wesen.

Warum gibts du mir nicht die Kraft, die ich brauche? Den Willen, weiter zusein? Den Mut, den ich brauche, um endlich frei zu sein?




Ich habe einen starken Glaube, der leider immer wieder erschüttert wird, bin nicht getauft, gebe dem die Schuld dafür, dass Gott mich nicht erhört. Doch mein Glauben passt zu keiner Religion.
"Der ist da großzügiger als wir" sagte mir der Pfarrer, mit dem ich darüber gesrochen habe. Er sieht Gott, Glauben und Religion auch etwas anders als ein katholischer Pfarrer es tun kann. Er sagt zu mir "Heidenkind" weil das so in der Bibel steht, doch beistehen würde er auch allen Heidenkindern, die Hilfe brauchen und ihn bitten. Vielleicht hat er doch nicht recht und Gott hat doch nur die Kinder auf dem Plan, die auch die Taufe empfangen haben. Oder er hat etwas mit mir vor. Doch was soll das sein?!

Ich zweifle an ihm, stark daran, dass er DER ALLGÜTIGE, ALLMÄCHTIGE, ALLWISSENDE sein kann. Vielleicht ist es auch Strafe für diese Zweifel an ihm.
Habe ihn um ein wenig Glück angefleht, dieses Glück hat er mir verwehrt. Habe das Gefühl, ihn und alle um mich zu enttäuschen, mache mir selbst einen riesen Erwartungsdruck, den ich nicht erfüllen kann.
Habe gestern in fast jeder Situation angefangen zu heulen, auch vor Menschen, vor denen ich nicht weinen wollte. Doch es macht mir so zu schaffen, die Erwartungen nicht zu erfüllen. "Wir erwarten von Ihnen nichts, das müssen Sie nur für sich machen! Ihre Planung war sehr gut, dass es dann so gelaufen ist, das ist dann auch Pech. Machen Sie sich keine Gedanken. Und vor allem nicht darum, was ich erwarte, denn das ist unwichtig. Und Sie machen das alles sehr gut!" Mein Mentor ist einer der liebsten Menschen um mich. Er hat versucht, mir Mut zu machen. Doch das Gefühl versagt zu haben bleibt. Immerhin wird diese Note angerechnet und zählt am Ende 1/10 der Note. Bisher habe ich 4/30 der Note schon bekommen. 2,75 im Durchschnitt. Die Note meienr Facharbeit bekomme ich erst in einigen Monaten gesagt. Total affig. Und die Note zählt alles. Nur die ist Entscheidend darüber ob Job oder nicht. Und ich habe das Gefühl, total zu versagen!

Gott, nimm mich doch endlich zu dir, ich halte das Leben nicht mehr aus.