Donnerstag, 30. Mai 2013

Feriendepression

Keine feste Aufgabe,
kein fester Tagesablauf,
keine festen Essenszeiten -
die alten Gewohnheiten:
nichts tun, nichts tun, nichts tun und essen, essen, essen.

Es ist wirklich schlimm, ich rutsche rein in das in den Tag rein leben und kann damit nicht leben. Der Tag ist nicht gestaltet. Schwups ist es Mittag, ich quäle ich aus dem Bett, mache was auch immer und schon ist es Abend. Zu zweit ist es dann auch nicht besser. Mein Liebster ist ein Computerkind, kann sich kaum anders als mit Fernsehen und Computer beschäftigen. Kaum Unternehmungen, kaum Freunde. Bei ihm, weil es ihm egal ist, ihm reiche ich, bei mir wegen der ständigen Umzüge und meinem be...i....em Ego.
Meine Aufgaben habe ich vernachlässigt, kann mich einfach nicht motivieren.
Die Waage möchte ich gar nicht sehen und doch wartet sie auf mich, in nur zwei Tagen werde ich meinen Hassfreund wieder sehen.

Freitag, 24. Mai 2013

Und dann waren da noch So, Mo, Di,...

Die Zeit rennt an mir vorbei, unaufhaltsam und unerbittlich. Ohne Motivation, die Zeit zu gestalten sitze ich jetzt hier, nach Tagen mal wieder auf blogger. Die letzten Tage bin ich nur noch schwarz-grau, fühle mich so unnütz. Wie eigentlich immer, wenn ich frei habe. So unnütz, dass ich noch nichteinmal nützliche Dinge tue.

Sonntag:
Reise nach Hamburg in das "neue" Heim. Ja, mal wieder viele Stunden Fahrt. Die habe ich mir mit Arbeiten versüßt. Ich finde Bahn-Fahren super. Da sitzen, arbeiten, weil eh nichts anderes geht, das Bistro ist zu teuer um dort auch nur eine Kleinigkeit zum Essen zu kaufen, d.h. nur das, was dabei ist, wird auch gegessen. Bei mir waren das 4 Scheiben Brot (kleiner als ein Toastbrot), je zwei mit einer Scheibe Käse, dazu zwei Äpfel und zwei Möhren und zwei Alnatura Cashewkernriegel. Natürlich gab es noch Frühstück davor, aber nur eine Scheibe Brot - das gleiche Brot, mit Honig. Am Abend noch zwei Äpfel, das wars.

Montag:
War ich mit meinem Liebsten bummeln. Teure Läden sind ja so was feines, wenn sie geschlossen sind. Man kann ungestört in die Schaufenster schauen und über den Kram drinnen lästern. Ein Beispiel: Über und über mit Glitzersteinen besetzte Manschettenknöpfe in Form von Möpsen...wie affig ist das denn? Und dann noch die bessere Frage: Welcher Mann trägt sowas?
Essen fiel so lala aus. Es gab zum Frühstück Knuspermüsli. Habe meinem Liebsten dann erläutert, dass das nicht gesund ist - er meint, er sei zur Zeit auf dem gesund Essen tripp, also morgens Müsli, immer mal wieder Obst und mittags Salat, abends dann was richtiges, sprich Nudeln mit irgendeiner Soße, wie ich festgestellt habe doch noch immer Fertigsoße. Das nennt er dann gesund. Wahrscheinlich wegen des Obsts.

Dienstag:
War ich an meiner neuen Arbeitsstelle, vorstellen, Arbeitspensum besrpechen (ich werde wohl keine 75% wie vereinbart arbeiten, sondenr gleich 85% - Angst!). War sehr angenehm. Eine andere neue Kollegin kommt aus der Nähe meiner Eltern, sie ist super nett. Auch die anderen Kollegen sind wirklich angenehme Menschen. In sozialen Berufen trifft man selten auf Menschen, die unnahbar und unfreundlich zu Kollegen sind. Essenstechnisch so naja, abends "durfte" ich kochen und hab natürlich mit gegessen.

Seither gammle ich nur rum. Ok, ich lese viel, arbeite aber nicht. Zum Abspülen und wirklich putzen habe ich mich noch nicht durchgerungen, dafür war ich gestern laufen. Die Strecke, die ich als erstes Ziel angepeilt hatte ist zu lasch. Muss ich wohl doch umdenken. Aber jetzt in den zwei Wochen werde ich die nutzen. Sind knapp 7km bisherige Bestzeit (da ich nur ein Mal laufen war...) etwas mehr als 30min aber mit lange an der Ampel stehen.
Essen ist - äh besser nicht danach fragen.
Ich kann meinen Körper und mein Gewicht ohne Waage gar nicht mehr einschätzen oder besser gesagt ich glaube meiner Einschätzung nicht. Ich habe das Gefühl, nicht arg zugenommen zu haben, aber glaube das nicht, weil ich dem Gefühl nach einfach viel zu viel dafür gegessen habe. Vor allem zu viel warm gegessen. Für mich ist warm essen irgendwie mit Zunehmen verbunden. Alleine esse ich ja quasi nie warm.

Soweit von mir.
Seltsamerweise sind, trotz der unregelmäßigen und "wunderbaren" Einträge neue Leser dazu gekommen und ich danke euch 9 dafür, dass ihr zeigt, dass ihr meinen Blog lest. Einige von euch und eure Kommentare mag ich gar nicht mehr missen. Bei euch fühle ich mich verstanden. DANKE!

Mittwoch, 22. Mai 2013

Tage ohne Waage

fast eine Woche ohne Blogger, fast eine Woche ohne Sport, fast eine Woche ohne Waage - ah...ich werd verrückt.
Mir tut die Waage nicht gut, aber ohne Waage ist es auch nicht viel besser.
Allein die Tatsache, dass ich in den letzten Tagen mehrmals warm gegessen habe, drängt den Gedanken an das Gewicht mehr und mehr in den Vordergrund.

Ein kleines Protokoll der vergangenen Tage (Teil 1)
Freitag: 
Ein Tag mit Koffer. Der wog etwa 25kg und zusätzlich einen Rucksack mit knapp 10kg...ich war verschwitzt als ich auf Arbeit angekommen bin. Da war es ein wenig stressig aber schön: "Sie können ja Zaubern".
Dazu die Aussage "Du hast alles richtig gemacht, lass dir da nichts einreden!" zu der Geschichte mit meinem Schützling, der Mist gebaut hat. Der hat sich übrigens wieder beruhigt, aber eventuell ist die Unterschrift seiner Mutter gefälscht. Ich hoffe nicht, will nicht noch weiteren ärger...
Nach der Arbeit bin ich zum Bahnhof gehetzt, habe gerade so noch meine Fahrkarte kaufen können und kam kaum in den Zug rein. Wer zur Hölle hat sich Züge ausgedacht, bei deren Einstieg man mehrere Stufen mit über 20cm Höhe überwinden muss? Eine Frau hat von hinten geschoben, sonst wär ich rückwärzs wieder raus gefallen. Bei meinen Eltern angekommen haben meine Hände gebrannt wie sau, am Samstag hatte ich Muskelkater vom Kofferziehen.
Das Essen:
Bis zum Abend einen halben Muffin, zwei Äpfel und einen Cashewkernriegel von Alnatura
Am Abend (bei meinen Eltern): Eine Scheibe Brot mit Käse, etwa eine halbe Paprika, einen Apfel und etwa 15g Schokolade.

Samstag: 
Die Hochzeit meines Cousins. War wirklich schön, auch wenn mein Vater den Sinn einer kirchlichen Trauung absolut nicht versteht und die Messe damit ins Lächerliche gezogen hat. Ich verstehe zwar den Sinn einer Messe nicht und nehme damit auch nicht an jedem Teil (z.B. Kommunion und Abendmahl) teil aber ich finde die Trauung wichtig - bei mir wird es keine geben.
Das Fest war super. Zwei meiner Cousinen haben gerade kleinen Nachwuchs. Ein Großcousin mit einem knappen Jahr und eine Großcousine von etwa vier Monaten. Sie sind beide echt goldig. Es gab noch mehr "Grünzeug" auf der Feier, also genug zu tun für mich, auch wenn ich alleine da war.
Mein Geschenk

Die Cousine mit dem Großcousin wohnt ganz in der Nähe meiner neuen "Heimat". Wir haben uns schon - zwar noch ohne festen Termin aber trotzdem - verabredet. Ich freue mich irgendwie. Ich mag die Familie (Tante = Schwester meiner Mutter, Onkel (hat 4 Geschwister), 2 Cousinen mit insgesamt 3xNachwuchs, 2 Cousins), mein Vater hat was gegen ihre Religiosität. Sie wohnten relativ weit weg von uns. Ich glaube, ich wäre ständig bei ihnen gewesen wenn wir in der Nähe gewohnt hätten.
Mein Cousin ist ein knappes Jahr älter als ich und wir haben uns immer gut verstanden, am Anfang sogar zusammen studiert, bis er zu seiner Freunding gezogen ist.
Bei der Familie gibt es immer Aktivität. Ständig ist was los. Nicht so wie bei uns. Lesestunden, Teestunden, im Urlaub irgendwelche Kirchen, Klöster, Schlösser anschauen, nur um dann wieder was Antichristliches erzählt zu bekommen oder vielleicht mal eine langweilige Wanderung = Spaziergang im Wald. Keine Radtouren bis zum Meer, keine Bergwanderungen, kein Strandurlaub im Zelt so wie in der Familie.
Ja, ich habe mich sehr gefreut, alle wieder zu sehen. Es war schön, zu merken, dass auch mein Cousin und seine Frau sich freuen. Ich mag beide sehr.

Das Essen:
Morgens: ein Brötchen mit Honig
Mittags: klare Tütennudelsuppe - igitt, ich mag das Zeug absolut nicht, aber ich musste...
Abends: Buffet - ein kleiner Salat bestehend aus viel grünem Salat, etwas Tomate, einem kleinen Klecks Kartoffelsalat und einigen Pilzen; Spätzle (mein Vater: "Das sind aber arg wenig Kohlenhydrate!", ich: "Dafür aber viel Gemüse!"), gemischtes gedämpftes Gemüse, Ratatouille-Gemüse und noch ein paar von den Pilzen; Nachtisch: Obstsalat und ein Löffel Mousse au chocolat; Ein Stück Erdbeerkuchen (statt Hochzeitstorte)

Mittwoch, 15. Mai 2013

Sport, Sport, Sport

Diese Woche sind es jetzt schon 6 Stunden Sport. Ich war bissl lang im Fitnesscenter heute.
Aber es war echt super. Allein auf dem Rad habe ich 1200kcal verbraucht.
Dafür auch gut was gegessen...dazu sage ich mal nichts.

Zur Zeit geht es mir echt nicht wirklich gut. In der Nacht kann ich nur sehr schlecht schlafen, wache zum Teil auf, kann nicht wieder einschlafen. Dafür bin ich dann am Nachmittag so müde, dass ich mich hinlegen muss und muss dann bis "spät" in die Nacht arbeiten, weil ich mich am Nachmittag nicht motivieren kann. Gut, dass jetzt erstmal Pfingsten ist.

Dienstag, 14. Mai 2013

Experten sind nicht immer Experten

manchmal sind die Nicht-Experten die Experten.
Neben dem Arbeiten läuft gerade "Menschen bei Maischberger". Es geht um Sucht.
Die "Süchtigen" sind super ehrlich und ich kann einen Teil auch richtig verstehen.
Ein Alkoholiker, ein Magersüchtiger, eine Esssüchtige.
Ja, die mit den Essstörungen, die verstehe ich.
Es sind genau die Dinge, die viele nicht verstehen, aber sofort ersichtlich sind, wenn man sich etwas ausführlicher mit dem Thema ES beschäftigt, die auf den Tisch kommen, allerdings nicht vom Experten, sondern von den Betroffenen.

Wie oft hat der Satz "Du siehst aber gut aus" schon getriggert?!
Wie oft hat der Satz "Iss mal was!" schon getriggert?!

Und dann die Aussage des Experten: Essgestörte seine nicht körperlich abhängig. Man könne nicht von Zucker oder Fett körperlich abhängig werden.
Seine Begründung: Denn wenn man zu viel davon isst, wird einem schlecht und man hört auf.
Einerseits hat er recht, denn der "Wirkstoff" Zucker oder Fett macht nicht körperlich abhängig. Und doch bin ich der Meinung, auch körperlich anhängig gewesen zu sein. Der Magen war süchtig, leer zu sein, ein voller Magen war nicht nur psychisch quälend. Nein, der Magen konnte damit nichts anfangen.
Mein Körper war süchtig nach dem Würgereiz, dem Unterzucker, dem krampfenden Magen, der mit eiskaltem Geträng nach einem gek....en Abendessen, gehungertem Morgen gefüllt wird.
Zählt das nicht?

"Und alles steht unter Strom..."

...ja, Tote Hosen. Aber das ist so eine Sache, die meinen heutigen Tag bestimmt hat.
Wir hatten gerade hier im Viertel Stromausfall. Nicht nur so mal kurz, sondern richtig lang.
Die Zeit habe ich genutzt, hab mit meiner Nachbarin geredet. Sie ist schwerbehindert und quasi immer zu Hause. Sie freut sich immer, wenn ich über die Terasse rüber gucke und auch mal rüber klettere zum Reden, wenn sie draußen sitzt. Das habe ich dann mal gemacht.

Und ich habe ihr zugehört. Ich weiß so viel über sie, weil ich ihr zuhöre. Also kann ich es. Vielleicht tue ich es nicht immer und erzähle ab und an auch etwas viel von mir, aber heute habe ich auf jeden Fall zu gehört.
Ihre kleine Hündin ist schon sehr alt und arg lange wird sie nicht mehr leben. Das tut der Frau sehr weh, immerhin ist es ihre "Bezugsperson", das Wesen, das immer für sie da ist, ist ihr Hund.
Manchmal helfe ich meiner Nachbarin, Post rein bringen, Päckchen tragen, Müll raus bringen. Aber sie fragt nicht gerne. Wenn es gar nicht geht, dann tut sie es und dann helfe ich ihr gerne.

Man war ich froh, als der Strom wieder da war. Ewig drüben sitzen ist nicht so meins, da sie stark raucht. Ich mag diesen Geruch nicht. Aber es ist eben schlecht mit von zu Hause arbeiten, wenn der Computer nicht funktioniert, man noch nicht mal bügeln kann und die Wohnung geputzt ist.

Im übrigen hatte mich die Waage heute lieber als gestern, trotz des Fressanfalls. Was auch immer los ist in meinem Körper, es ist seltsam.
Dann gab es noch etwas Neues: Einen gut ausgehenden Traum. Ich kann nicht mehr alles genau beschreiben, es war sehr sehr sehr seltsam alles und ich auf einer ewigen Reise, auf der ich mich immer mehr verlaufen habe. Aber kurz vor dem Aufwachen kam ich an, zu Hause, bei meinen Eltern. Was auch immer das heißen soll.

Montag, 13. Mai 2013

Katzengeburtstag

Mein süßer ist 3 Jahre alt geworden. Gestern vor drei Jahren wurde eine kleine weiße Katze geboren, die jetzt auf den Namen Timmy hört. Wird eigentlich mal Zeit für ein Bild von ihm.
Nur, dass das irgendwie gerade nicht funktioniert. Tja, dann mal wann anders.

Der heutige Tag war ein riesengroßes Auf und Ab. Es ist eine wahnsinnige Depri-Phase bei mir zur Zeit. Morgens komm ich kaum aus dem Bett, Augenringe bis in die Kniekehlen - so ungefähr, Stimmungsschwankungen von ziemlich fröhlich, wenn ich Menschen um mich habe, zu todtraurig mit den entsprechenden Konsequenzen, wenn ich alleine bin.
Die Waage hasste mich heute früh, warum auch immer. Dafür waren meine lieben Kleinen ech gut drauf. Die Arbeit mit ihnen hat super Spaß gemacht. Ein paar echt tolle Erlebnisse mit ihnen, das hat aufgebaut.
Dann musste ich aber mal wieder einkaufen - nachdem mein Kühlschrank noch Alkohol und Essig enthalten hat, war wirklich mal wieder ein Einkauf angesagt. Leider hatte ich dabei Hunger und Schokolade war im Angebot...was folgte, kann sich jetzt jeder denken.
Mir war so übel, dass ich ernsthaft mit dem Gedanken gespielt habe, doch die Ratten zu füttern, aber die mitlerweile fast 1,5 Jahre waren mir zu wertvoll dafür. Dank des supervollen Bauches, der etwa 2000kcal enthielt von denen etwa 1000kcal Schokolade waren, hatte ich auch zu wenig getrunken und der Sport hat sein restliches getan. Ich bin nicht umgefallen, aber nach einer Stunde bin ich aus dem Kurs und hab mich lieber alleine weiter gequält, damit es nicht doch noch knallt. Zwei Stunden durchgezogen, insgesamt mindestens meine Schololade wieder verbrannt, mir ist trotzdem noch schlecht. Und mit bissl Willen wär auch alles hoch gekommen. Ich will aber nicht, damit ich nicht wieder süchtig nach dem Gefühl werden...Angst es dann nicht mehr zu schaffen.

Alles in allem war der Tag ok, auch wenn die Selbstzweifel zur Zeit wahnsinnig sind.


Sonntag, 12. Mai 2013

Und wenn ich plötzlich nicht mehr wäre...

Viele Erinnerungen an das, was war. Ich habe so viel ausgemistet, mein altes Leben zum Teil weg geworfen. Meine alten Hosen sind wieder aus dem Müll heraus gewandert, mit dem Wissen, dass ich sie sprengen würde - nein, ich habe es nicht versucht, sie anzuziehen. Bin einfach viel zu fett zur Zeit.
Alte Bilder von mir. Ja, so will ich wieder sein. Will ich das wirklich?
In einem guten Jahr steht die Hochzeit zumindest auf dem Plan. Niemals über 55kg. Es ist nicht so viel, aber so schwierig. Und wenn unter 55, dnan kann ich doch auch an die 50 ran gehen, dann passen mir auch die Hosen wieder.
Lauter Gedanken über Essen, über dünn sein, über mich, wie ich bin, was ich will, was ich kann, was ich nicht kann...ein tiefes Loch, in das ich gerade sinke.
Will niemanden mit ziehen. Trotzdem brauch ich diesen Blogg, um meine Gefühle los zu werden. Wenigstens so sicher bleiben, dass das Arbeiten geht.

Freitag, 10. Mai 2013

egoistisches Ich

Erzähle zu viel von mir, höre nicht zu, das bin ich - egoistisch, selbstsüchtig

Bin ich das? - Ja, ich halte die Stille nicht aus, habe das Gefühl, wenn ich nicht spreche, spricht keiner mit mir.

Habe beim Ausmisten (mehr als eine Umzugskiste Papier ist zusammen gekommen) Briefe gefunden. Alte Briefe. Briefe aus der Klinikzeit.
Damals schrieb ich einer dort gefundenen "Freundin" alles nieder, was mich bedrückte, ich war unsagbar ehrlich. Diesen Brief hat sie dort unter Aufsicht gelesen. Warum auch immer, wir haben sonst nie Briefe von Ehemaligen unter Aufsicht gelesen. In ihrer Antwort wirft sie mir vor, ich hätte sie als Mülleimer benutzt, ihr nie zugehört. Habe ich das? In dem Brief, den ich ihr geschrieben hatte auf jeden Fall. Ich wusste nicht, an wen ich mich wenden sollte. Mit der Last, sofort wieder eingewiesen zu werden, wenn ich meinen Eltern etwas erzähle, ohne Freunde, noch ohne Therapeutin?
Frage mich ob es aber wirklich die ganze Zeit so war und bin überzeugt davon, dass es so war.
Wenn ich nochmals darüber nachdenke, bin ich überzeugt, ihr zugehört zu haben, wenn sie es wollte. Doch kann das nicht sein, denn ich bin egoistisch.
Zählt doch nur mal die Worte: das "ich" kommt am häufigsten vor.

Vielleicht sollte ich niemandem mehr von mir erzählen. Wieder so stumm und leise werden, wie ich es früher war. Einfach nicht egoistisch sondern nur da - oder auch unsichtbar.
Ich hasse mich, so, wie ich bin. Egoistisch, selbstsüchtig, hässlich, fett, unnahbar, ausnutzend, unfair, nicht vertrauenswürdig, ich...

Den Brief habe ich zerrissen, will nicht mehr darüber nachdenken, tue es doch.

Beim Ausmisten habe ich noch mehr gefunden, schöne Erinnerungen, meine ganzen Schreibarbeiten - die habe ich behalten. Habe erkennen müssen, dass ich nicht mehr schreiben kann. Wozu blogge ich eigentlich noch?

Schreibe morgen vielleicht noch von der "Aussprache" mit meinem Schützling, auch das hat mich heute runter gezogen. Hoffentlich endet dieser Tag bald.

Donnerstag, 9. Mai 2013

LANGEWEILE

Keine Motivation zum Arbeiten. Ich könnte nächste Woche fast frei machen, wenn ich mich diese Woche hätte motivieren können. Aber nein...so bin ich nunmal.
Ich sitze vor meinem Laptop, kann mich nicht motivieren irgendwas zu machen, nicht nach draußen zu gehen, nicht sinnvolle Dinge zu tun.
Es ist so langweilig und einsam.
Rufe meinen Liebsten an: "Meine Eltern kommen gleich" - ach ja, da war ja was. Du hast ja nicht die letzten Tage davon gesprochen, dass du wieder was putzt, wieder was aufräumst, warum machst du das für mich nicht? Ok, irgendwie versteh ich dich ja. "Ich schick dir dann Bilder und ruf dich an" - seither nichts mehr von dir.
Versuche meine Schwester anzurufen "Hallo, hier ist der AB von..." schreit es mir entgegen, ich lege auf. Stunden später: wieder. Dabei hatte ich ihr gestern geschrieben, dass ich sie heute anrufe. Hätte mir auch sagen können, dass sie nicht da ist.
Skype: Eine Nachricht, ich freue mich. Antworte sofort. Es kommt ein ";-)" zurück, ich schreibe, keine Antwort.

Gestern lese ich noch auf Facebook, dass sich meine "Freunde" hier verabredet haben. Mich noch nicht mal gefragt haben. Ist nicht meins, in Clubs zu gehen, ich kann das nicht, ist mir peinlich, stehe da eh nur in der Ecke und gucke beim Tanzen zu...aber fragen hättet ihr mich können. Heute habe ich keinen Bock auf sie. Ist ihnen eh egal, denn da sind ja die passenden Herren der Schöpfung da, nur meiner nicht... Ich bin das dritte Rad am Fahrrad, das fünfte Rad am Wagen, das kaputte Reserverad, ich bin so unnütz wie ein Furunkel am Hintern.

Bin noch immer Unfähig, Freundschaften zu führen, Freunde zu finden, nicht über alles nachzudenken, meinen Stress zu bewältigen: Gestern gabs eben 3 Stunden Sport dafür wenig essen, heute letzteres.
Die Zeit zieht an mir vorbei und doch ändert sich nichts, schaffe ich nicht, etwas zu ändern.

ein Traum

Mein Handy klingelt. Zum Glück. Endlich bin aus diesem Traum gerissen.
Ein Traum, der so intensiv, so vielschichtig war, dass ich mich frage, ob ich 8 oder 80 Stunden geschlafen habe.
Ein Traum, so wirr und so abartig, dass ich mich frage, ob mein Unterbewusstsein den letzten Tag mit mir verbracht hat.

Ein Film soll gezeigt werden: Eintrittskarte ist ein Ticket und eine Flasche teuren Waschmittels  [äh, was soll das denn bitte].
Mein Waschmittel ist angeblich schon abgelaufen  [Waschmittel hat ein Verfallsdatum?] und ich werde nicht in den Film gelassen. Darum will ich mich bei irgendwem beschweren [bei wem und warum wüsste ich gerne] und warte, bis der Film aus ist. Es beginnt eine Wartezeit, in der teilweise niemand mehr im Vorführraum ist, sehr seltsame Dinge gehen vor sich, ich renne durch die Gegend. Plötzlich ist wieder alles normal. Doch der Film endet nicht wirklich. Kurz vor Ende wird der Saal abgeriegelt, ich hinein gestoßen, bewaffnete Menschen, viele bewaffnete Menschen in schwarzer Kleidung. Unmaskiert, Männer und Frauen, zum Teil mit Kindern [äh hallo, wie surreal ist das denn?].
Keiner darf reden, keiner darf sich bewegen, jeder auf einen Schlafplatz [wo kommen die denn plötzlich her?] und muss seine Taschen aussortieren. Alle unerlaubten Dinge [was auch immer unerlaubt ist] aussortieren, die sollen weg gebracht werden. Ich sortiere offensichtlich nicht richtig, bekomme Anschiss, ein Gewehr sitzt mir im Nacken. [zu meinem Tascheninhalt: Diverse Diplomarbeiten von Freunden, meine eigene Abschlussarbeit, Wäsche für bestimmt fünf Tage, Haarshampoo, Duschgel und noch so einiges an Zeugs, natürlich Schlüssel, Geldbeutel, Handy - warum zur Hölle gehe ich mit all dem Zeug einen Film anschauen?]. Die Aussortierten Sachen muss jeder über einen [angeblich] Gang zwei Räume weiter bringen. Der Witz: Der Weg führt durchs Freie, dort laufen Menschen herum. Aber auch welche von diesen schwarzgekleideten, schwer bewaffneten. Egal, ich treffe dort meinen Mentor und erzähle ihm alles [andere wurden bei der Flucht erschossen, ich kann ungestört mit jemandem reden - strange]. Er verspricht, die Polizei einzuschalten.

Ab hier weiß ich nicht mehr alles ganz genau, es sind noch einige Passagen klar, so z.B. dass ich in diesem Park arbeiten muss, später dann Babysitter für Kinder meiner "Aufpasserin" spielen muss, die Menschen durchschaue [so eine Art Nazis], versuche zu kooperieren um mehr Freiheiten zu bekommen, ein Mal klingelt ein Telefon aber auf der anderen Seite meldet sich niemand. Ich bin überzeugt, es war die Polizei.
Ich weiß auch, dass ich zwischendrin mal wach war, meinen Rolladen hoch gezogen habe und in der Hoffnung eines guten Ausganges mich nochmals hingelegt habe. Aber der Traum ging weiter.

Es wurde immer wirrer, immer verstrickter, kein Ausweg sichtbar.
Am Ende war ich wirklich froh, dass ich angerufen wurde.

Immer wieder habe ich total abartige Träume, die absolut nichts, aber auch gar nichts mit meinem Tag zu tun haben...wo auch immer die her kommen, manchmal möchte ich sie abschalten.

Mittwoch, 8. Mai 2013

Mein neues Handy

Ja, ich habe ein neues Handy, noch immer mit meiner Prepaid-karte, aber das wird/muss sich mit diesem Handy

wohl auch noch ändern.
Und warum habe ich jetzt so plötzlich ein neues Handy?
Weil meine Familie denkt, ich brauche eins ;-)
Meine Schwester hat mir am Wochenende ein Päckchen angekündigt. Ich habe mir überlegt, was das sein könnte "es ist nicht nur von mir" hat sie gesagt. Ich habe mir sowas wie Bücher/Büchergutschein, Klamotten, vielleicht Schmuck vorgestellt. Und da kam ein Handy - verrückt.
Meine Familie (Eltern, Schwester mit Anahng und mein Anhang) gratulieren mir damit zum Abschluss, den ich ja offiziell noch nicht habe. Aber wenn sie das so wollen. Gerne!

Gestern habe ich ausgemistet, lauter alte Klamotten. Dabei habe ich eine alte Jeans  und eine alte Hose von mir gefunden. Verdammt, ich habe da mal rein gepasst. Weite 25, Größe 30!
Und jetzt?! Schon deprimierend - oder gut? Ich wusste da nicht so ganz, was ich davon halten soll.

Montag, 6. Mai 2013

cool

Ich wurde heute von ein paar Kiddies als cool betitelt. Das hat mich echt gefreut. Die kennen mich eigentlich gar nicht, musste sie nur mal schnell beaufsichtigen.
Pubertierende, die das einfach so sagen, das fand ich echt lieb - ich mache offensichtlich etwas richtig.

Auch wenn es gerade gar nicht so aussieht, als ob ich viel richtig mache.
Meine eigenen scheinen mich nur noch verarschen zu wollen. Am Freitag muss ich zum ersten Mal wirklich bestrafen und fühle mich dabei schlecht. Der Kerl ist selbst Schuld, belügt und betrügt - aber nicht nur mich.
Wahrscheinlich wird er zu meinem Chef rennen und sich beschweren, ich kann ihm seine Schuld nachweisen. Wenigstens was.
Es tut so weh. Ich versuche vertrauenswürdig zu sein, es scheint auch so, dass sie mir vertrauen und dann...er hätte nur die Wahrheit sagen müssen. Es wäre nichts schlimmes dabei gewesen. Ich hätte ihm gesagt, dass das so nicht geht, aber keinerlei Konsequenz. Ich hätte mich nicht aufgeregt, er müsste nicht mit der Strafe leben, kein Stress... warum ist Ehrlichkeit kein so hohes Gut wie vor einigen Jahren? Ist es so schwierig, zu den eigenen Fehlern zu stehen? Zu sagen: "Sorry, ich habe Mist gebaut!"
Ist es so viel besser, zu hoffen, es wird nicht raus kommen, auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür quasi null ist?

Nun ja, ich werde damit leben müssen und klar kommen können. Ich werde es auch irgendwann, unmenschlicher werden, weniger "cool" sein und dafür wird es mir damit besser gehen. Aber will ich das? - das muss ich mir noch überlegen.

Sonntag, 5. Mai 2013

Reichen 12 Stunden Schlaf?

Mir offensichtlich nicht.
Es war auch eine anstrengede Zeit und vor allem Gestern.
Meine Eltern kamen um 10. Bis dahin hatte ich noch den Rest aufgeräumt, abgewaschen, mich geduscht und gerichtet.
Aktion 1 - Winterreifen ab, Sommerreifen drauf: Und nein, ich kann das noch immer nicht ohne Papa. Ich bekomme das Auto einfach nicht aufgebockt und die Schrauben gelöst. Ablauf und Aufziehen kann ich.
Aktion 2 - Frühstück: Meine Eltern hatten Brezeln dabei, es war ihr zweites Frühstück. Währenddessen sieht meine Mutter, dass mein Kühlschrank fast leer ist.
Aktion 3 - Thermalbad: Äh, so viele alte Menschen auf ein Mal...ich ziehe den Durchschnitt weit nach unten, selbst meine Eltern tun das. Aber es war ganz schön, wir haben halt geredet, sind zwei Stunden durch die Gegend geschwommen - meine Mutter hat den Strömungskanal für sich entdeckt, Ewigkeiten im Kreis schwimmen und treiben lassen, mein Vater fand die Düsen am Besten und wurde zum Kind: "Ich will auch Blubber!". Immerhin war ich in meinem Badeanzug eher mit bei den dünnen.
Fast vergessen: 58,0kg also fast mein Ziel (drunter) erreicht, dafür die Waage vor meinen Eltern versteckt.
Aktion 4 - Essen gehen: War in Ordnung, aber ich hasse es, essen zu gehen, weil man vorher nie weiß, wie fett die kochen und welches Essen nun was genau enthält. Ich kanns immer noch nicht wirklich! - Looser!
Aktion 5 - Einkaufen: Ich hatte meinen Eltern nach der Kühlschrankaktion verkauft, dass ich am Freitag keine Lust mehr hatte und es machen wollte, nachdem sie weg sind, also sind wir auf dem Weg noch einkaufen gegangen. Entsprechend viel musste ich dann kaufen. Meine Eltern haben noch Kekse mit genommen, die wir dann natülich auch gegessen haben. Ach ja, mein Vater fand es toll, dass ich auch Süßes eingepackt habe.
Aktion 6 - Fressen: Nachdem meine Eltern mich auch noch zu den Keksen gezwungen haben, gegangen sind und mein Kühlschrank so voll war, wie schon seit...ich glaube noch nie...war, hat mal wieder der Teufelskreis zugeschlagen: Du hast zu viel gegessen, da kannst du ja noch mehr essen und k...en. Nur, dass ich das letzte nicht mehr tue. Tja, entsprechend sieht die Zahl auf der Waage heute aus, aber bei weitem nicht so schlimm, wie gedacht: 58,5kg.

Am Ende war ich total fertig, bin auf dem Sofa eingeschlafen, wann genau weiß ich nicht mehr, aber ich schätze gegen 9. Im Bett war ich dann um 12 und geschlafen habe ich bis 10 heute. Ich bin noch immer fertig...

Freitag, 3. Mai 2013

Wenn die Anker nicht mehr greifen

Seit meine Eltern beschlossen haben, mit der ganzen Familie umzuziehen, haben meine Anker kaum noch halt. Seit diesem Zeitpunkt ging es bergab, ich habe nächte lang geweint, wollte sagen, dass ich nicht umziehen will, habe es mich nicht getraut - meine Befürchtungen in diesen Nächten wurden wahr.

Jetzt gibt es wieder so einen Umbruch. Ich ziehe um, weit weg von meiner schönen, lieben Heimat. Weg von den Menschen, die wie ich "schwätzen", weg von meinen Freunden.
Und dann meine Eltern: "Wir wollten dir nur auch sagen, wie es ist und nicht bis Samstag warten: Wir haben ein neues Haus gefunden!" - ja, meine Eltern ziehen um. Alle Anker, die ich nach meiner Heimat auswerfe, greifen nicht mehr. Mein Halt scheint zu schwinden. Ob alles wieder von vorn beginnt? Wenn ich es wüsste, wäre ich wenigstens ein wenig schlauer.

P.S.: Das Haus ist echt hübsch, ich würde zwar innen komplett renovieren, gefällt mir so nicht, aber passt zu meinen Eltern. Liegt bissl aufm Land, ruhig, mit Natur in der Nähe, so wie meine Eltern das mögen. Ich gönne es ihnen, doch ist es gerade nicht so angenehm, der Gedanke daran...