Samstag, 29. Juni 2013

leer und nutzlos

Ich fühle mich leer und nutzlos.
Ein Haufen Arbeit wartet dieses Wochenende auf mich, aber motivieren kann ich mich nicht. Vielleicht 1/4 habe ich, aber mehr auch nicht.
Doch was bringt es, wenn ich hier in meinem Keller meine Arbeit mache - ok, Tiefparterre aber bei dem Wetter ist hier kaum Licht?
Und zu was bin ich hier unten? Interessiert sich eh keiner für mich hier.

Da sind Situationen wie, dass zwei Mitauszubildende noch ein Praktikum für die Ausbildung machen und mich noch nichtmal gefragt haben, ob ich das mitmachen will. Ich hätte nicht mit gemacht, weil mir was anerkannt wurde. Geht um Arbeit mit Kleinkindern und ich habe Jahre lang ehrenamtlich mit Kleinkindern gearbeitet. Das wussten sie aber beide nicht. Und nichtmal verschweigen haben sie hin gebracht:
"Nein, morgen habe ich auch nicht frei! ... und ich machen das Praktikum. Hast du da schon gemacht?"
Teil 1 Bis zum Punkt mit einem Unterton von "Bemitleide mich, ich bin so arg dran" und Teil 2, also die Frage mit: "Du hast da wahrscheinlich nicht dran gedacht du dämliche, hössliche, fette Kuh!".
"Ja, mir wurde mein Ehrenamt anerkannt."
Der Blick...das war am Mittwoch. Erst habe ich es ignorieren können, dafür war es abends laut in meinem Kopf "WIR WOLLEN DICH NICHT - DU BIST NUR LÄSTIG!!!"

Die eine meiner Mitazubinen geht mir momentan so auf den Keks. Sie hat eine Stelle zugewiesen bekommen, die zufällig eine mit Prestige ist. Sie ist eben so ein Glückskind, so ein Mensch, der immer das bekommt, was er will oder etwas bekommt, das toll ist. Einfach so. So ein Mensch, der immer alles hat und dessen Selbstbewusstsein damit auch gesund oder sogar zu ausgeprägt ist. Solche Menschen kennt jeder.
Sie gibt jetzt mit ihrer Stelle an. "Ich habe gehört, die Frau... hat eine Stelle. Sie ist ganz begeistert davon. Haben Sie auch eine?" - äh ja, die habe ich schon länger. Aber ist das ein Grund, das allen zu erzählen?

Ich komme gerade mit mir selbst gar nicht klar. Kann noch nicht einmal hungern. Kann es einfach nicht. Auch körperlich nicht. Am Freitag hats mich quasi umgehaun. Hatte noch nichts gegessen, kaum was getrunken und stand lange. Da habe ich gemerkt, dass es nicht mehr lange geht, setze mich hin und schon war ich kurz weg. Hat keiner mit bekommen, noch nichtmal ich wirklich.

Ach ja, im Sport war ich wieder nicht. Auch das bekomme ich nicht hin. Keine Lust drauf, raus zu gehen. Da könnte mich wer anschauen, ich muss mich sehen - lauter Spiegel, spiegelnde Fenster. Kein Weg, meinem Spiegelbild auszuweichen und mein Spiegelbild schaut mich immer an und sagt "Du fettes, hässliches, nutzloses, furchtbares Etwas, was guckst du so? Dich will doch eh keiner! Geh weg, mach dich fort und komm nie, niemals wieder!"

Mittwoch, 26. Juni 2013

Hochmut kommt vor dem Fall!

Vor noch nichtmal 12 Stunden bin ich fröhlich, fast lächelnd durch die Straßen nach Hause gelaufen.
Die Sonne schien und ich fühlte mich gut.
Sport, ja es war klar, dass ich gehen würde.

Irgendwie kam ganz viel hoch. Warum auch immer. Es ging so schnell.
Und das Glück scheint so weit weg.

Heute geht es mir gut!

"Das finde ich super!" - "Du gehst so toll mit ihnen um. Mit der Autorität, die man braucht, aber immer freundlich und zugänglich, das gefällt mir sehr!" - "Und was mir auch sehr gut gefällt, du strahlst so eine Ruhe aus, dass sie die gleich mit übernehmen und richtig diszipliniert sind."

Die letzten begleiteten Arbeitsstunden. Die allerletzte Phase der Ausbildung. Und es läuft super.
Meine Begleitung ist eine sehr sehr liebe Frau, die ich selbst sehr bewundere, weil sie mit kleinen gut klar kommt. Sie ist so mütterlich. Trotzdem wird sie von den Großen ernst genommen.
In der Besprechung sind mir noch ihre Augen aufgefallen, die sind so krass blau und schön. Aber das ist Nebensache.

Bisher dachte ich, ich kann die Kleinen nicht so gut. Jetzt arbeite ich aber seit Montag mit ihren Kleinen und es funktioniert toll. Da war sofort was da. Das ist wichtig.
Mein einer Ausbilder hat mich so sehr kritisiert. Ich sei nicht zugänglich, sehr abweisend und vielleicht sogar zu streng zu den Kleinen. Aber es waren so tolle Stunden mit ihnen. Ich freue mich so, noch eine Woche mit der Gruppe arbeiten zu können.

"Warum heißt das Elefantenbaby so? Das ist ein so komischer Name!" - ich: "Na vielleicht, weil der Name afrikanisch klingt" - "Mh, aber das ist ein komischer Name." - ich: "In München gab es mal ein Elefantenbaby, das hieß Ludwig..." die Kiddies lachen: "Der Name ist wirklich doof für ein Elefantenbaby!"

Und genau darum geht es mir heute gut.

Nein, mein Körper hat nicht einfach so aufgehört, seine Spielchen mit mir zu treiben und ich habe heute Nachmittag mal schnell 3 Stunden geschlafen - auch wenn ich nicht mitbekommen habe, dass ich eingeschlafen bin - aber mir geht es psychisch gut.
Es tat gut, Lob zu bekommen. Vor allem bei dem, wo mir "Arbeitsbedarf" bescheinigt wurde.
Und das von nem Ausbilder, über den mir meine 12jährigen gesagt haben, dass sie Angst vor ihm haben ;-)

Ich glaube meiner Begleitung, auch wenn ich davon ausgehe, dass nicht alles so super toll war, wie sie sagt. Auch ich selsbt hätte viel Kritik an mir. Ich nehme ihr Lob aber an und freue mich drüber.

Dienstag, 25. Juni 2013

Leichte Sprache und ein Fastunfall

Leichte Sprache kennst du bestimmt noch nicht.

Leichte Sprache ist sehr einfach.
Jeder kann leichte Sprache verstehen.

In der schweren Sprache gibt es lange Wörter.
Und lange Sätze.

Schwere Sprache kann nicht jeder verstehen.
Aber leichte Sprache.

Leichte Sprache ist wichtig.
Ein Miet-Vertrag ist sonst nicht für alle zu verstehen.
Einen Miet-Vertrag musst du unterschreiben, wenn du eine Wohnung mietest.
Dort stehen Wörter wie Kaution.
Das sind ganz schwere Wörter.

Aber jeder hat das Recht, alles zu verstehen.
Das steht so in einer UN-Konvention.
Eine UN-Konvention ist ein Vertrag, den viele Länder unterschreiben.
In der UN-Konvention steht, dass alle Menschen die gleichen Rechte haben.

Frauen haben die gleichen Rechte.
Und Männer auch.
Und Kinder.
Auch behinderte Menschen haben Rechte.
Und das gilt auf der ganzen Welt.

Es ist schwierig in leichter Sprache zu schreiben und zu sprechen. Ein Satz wie dieser ginge gar nicht. Kein Genitiv, kein Konjunktiv, nur wenige Satzzeichen, die kein . sind. Dafür viele Punkte.
Ich hatte gerade eine Fortbildung zum Thema Inklusion. Ein Thema, über das ich Stunden lang schreiben könnte. Da gibt es ein Idealbild, das nicht verwirklichbar ist.
Könnt ihr euch vorstellen, mit einem Kind in einem Klassenraum zu sitzen, das nie lesen und schreiben lernen wird, weil es zu schwer behindert ist?
Doch genau das will die Inklusion.
Nun ja, jetzt habe ich auf jeden Fall mal das Wissen, wie ich in leichter Sprache formuliere. Und ich verwende doch so oft und gerne den Konjunktiv und Genitiv.
Toll finde ich, dass das "Und" am Satzanfang stehen darf ;-)
Interessant ist auch, dass ich meine eigenen Sätze nach dem untersuche, was jetzt nicht leicht ist. Es ist sehr viel nicht leicht an meinen Sätzen.

Auf der Rückfahrt kam es mal wieder fast zu einem Unfall. Nur diesmal war es so kurz davor, wie noch nie.
Landstraße. Ich mit 100km/h unterwegs. Muss es ja ausnutzen, mal wieder mein Auto ausfahren zu können. Nie wirklich über der Geschwindigkeitsbegrezung. Dabei wurde ich mehrmals überholt. Wie bekloppt kann man sein, in Kurven, bergauf zu überholen, obwohl das Fahrzeug vor einem Maximalgeschwindigkeit fährt.
Tja und dann das: Vor mir taucht ein Auto auf, auf meiner Spur, ich mit Vollkaracho, der von gegenüber sicherlich noch schneller. Ich bin voll auf die Bremse gestiegen. Lenke so weit wie möglich nach rechts um auszuweichen. Hinter mir war zunächst eine richtige Lücke, am Ende war das Auto vielleicht noch 50cm von mir entfernt, weil der das zu spät gesehen hat. Direkt vor mir schert das Auto von gegenüber ein, gerade noch so gut gegangen.
Im Nachhinein denke ich mir: Die Hupe wär auch nicht schlecht gewesen.
Der da, der mir entgegen kam, zeigte keinerlei Reaktion, nur der hinter ihm, auch stark auf der Bremse stehend hebt die Hand. Wahrscheinlich hätte es auch ihn erwischt.
Horrorvorstellung.
Gut, dass es keine Möglichkeit zum Rausfahren gab und ich gezwungen war, weiter zu fahren. Ich glaube, ich hätte nie wieder ins Auto steigen können....
Ich bin so froh, wenn ich hier weg bin und diese Raserei nicht mehr mit machen muss - es ist hier wirklich schlimmer als anderswo.


Montag, 24. Juni 2013

Ein Teil von mir ist schon weg

Der Körper ist noch da, doch ich fühle ihn nicht.
Es ist, als ob er nicht zu mir gehören würde: Fett, ekelhaft, hässlich, fett,...
Schmerzen? Fehlanzeige. Quälen kann ich ihn, bis zum Umfallen quälen, ich bin ja schon wo anders. Ist der Körper eines anderen Menschen mit meinem Gesicht.

Mein Hirn klinkt sich aus, wartet auf mich, bis ich nachkomme. Es ist weg, schon umgezogen, hat alles zusammen gepackt und abgebaut und in den Umzugswagen geladen. Nur ich bin noch hier.

Habe meinen Schrank abgebaut, nur noch wenige Sachen in einer Kommode, ein Regal, meinen Schreibtisch.
Habe mein Bett abgebaut, schlafe auf dem Sofa. Für den Rücken feindlich, aber das ist ja egal, denn mein Körper erträgt das schon, irgendwie.
Habe die Fahrkarte gekauft, es ist noch einige Zeit hin, doch dann kann ich nachreisen.

Es fühlt sich so leer an, mein Hirn ist weg, ein Teil von mir mit, mein Kopf ist leer, Nachdenken schwierig, Kontrolle nicht möglich, ich vegetiere nur noch, brauche dringend Pause und es wird nur mehr zu tun.

Mir reichen 7 Stunden Schlaf einfach nicht. Wahrscheinlich würden 20 auch nicht langen. So teilsteils lebt es sich eben schlecht.

Zum Sport bin ich am Freitag nicht gegangen: nach 12 Stunden Arbeit ohne Pause war ich einfach zu fertig und habe mich nur noch hin gelegt.
Zum Sport gehe ich heute nicht. Mein Kreislauf ist am Boden, wenn ich aufstehe, geselle ich mich zu ihm - natürlich nur gefühlt, richtig umgehauen hat es mich noch nie!

Morgen ist eigentlich mein freier Tag, aber nein, ich gehe trotzdem arbeiten und tatsächlich noch zu einer Fortbildung. Dazu muss ich 60km fahren und weiß noch gar nicht, wie ich das mit dem Auto schaffen soll...mal sehen.

Zum Glück ist nicht nur bei mir die Luft raus, meine Kiddies sind noch schlimmer.

Freitag, 21. Juni 2013

YOLO

Nein, ich benutze YOLO normalerweise nicht.
Es ist ein Ausdruck, den ich nicht, aber sowas von absolut nicht leiden kann.
You only live once - man lebt nur einmal. Ja, das ist wahr und es ist sicher nicht schlecht, das zu beherzigen.
Carpe Diem, nutze den Tag! Genau das ist doch, was "man lebt nur einmal" bedeutet.
Nutze die Zeit, die dir gegeben ist.
Nimm dir die Zeit, um das zu genießen, was das Leben ist.
Mal ganz davon abgesehen, dass ich das nicht kann, genau das bedeutet für mich "man lebt nur einmal".
Aber Carpe Diem ist bei weitem nicht das barocke Synonym für YOLO oder besser anders herum: YOLO reicht Carpe Diem bei weitem nicht das Wasser.

Ich hatte heute eine kleine Diskussion über das Benutzen diesen Ausdrucks mit meinen Schützlingen.
Bestand der Diskussion: Einer der 14-jährigen Jungs hatte in der Schule eine Bemerkung für unangemessenes Verhalten bekommen, weil er, als er aufgerufen wurde "YOLO" sagte.
Er meinte "Na ich wusste halt die Antwort nicht und da habe ich das halt gesagt." - ob genau dafür nun das unangemessene Verhalten eingetragen wurde oder für die Summe an Verstößen gegen die Verhaltensregeln, das weiß ich nicht.
"Würden Sie das machen?" - "Das kommt darauf an, in welcher Situation und was du sonst noch so gemacht hast" - "Was halten Sie von YOLO?" - ich versuche mich rauszureden: "Ich finde es nicht gut, das in jeder Situation zu sagen, vor allem in Situationen, in denen es absolut sinnlos ist"  - "YOLO ist nie sinnlos!"
Oh doch, das ist es. Weiß man eine Antwort nicht, ist es doch sinnlos zu antworten "man lebt nur einmal, genieß dein Leben!" oder etwa nicht?
You only live once - soll das wirklich nur noch ein Ausdruck der eigenen Coolness sein? Ich sag da nur mal SWAG und bleibe lieber bei Carpe Diem.

P.S.: Mir geht es fast schon besser, allerdings schlafe ich in den letzten Tagen viel mehr.
Gestern war zwar mein Kreislauf am Ende, aber es war auch superschwül und heiß. Da hat nicht nur mein Körper schwach gemacht.
Keine Posts, nur noch wenige Blogs, die ich lese; wenn, dann kaltes Essen; meine Wäsche und das Geschirr türmt sich und meine Wohnung sollte auch mal geputzt werden. Alles, was nicht zwingend nötig ist, bleibt liegen, nur damit ich mehr Schlaf bekomme.
In den letzten Tagen bin ich am Nachmittag/frühen Abend immer eingeschlafen und schon geht es mir ein wenig besser. Aber das mit Haut, Haaren und Gewicht ist so lala. Sport geht kaum, trotz Hitze war ich die Woche insgesamt 6 Stunden, heute ging einfach nicht mehr. 11 Stunden arbeit waren einfach wirklich genug.

Samstag, 15. Juni 2013

Zeit

Zeit ist ein kostbares Gut und ich wäre gerne unendlich reich!


In den letzten Tagen geht es mir einfach nur mieß. Es gibt diverse Gründe.
Eines davon ist die Zeit, die ich nicht habe. Irgendwie trete ich auf der Stelle. Arbeit häuft sich auf meinem Schreibtisch und es kommt immer mehr auf mich zu.
Dazu noch ewig lange Arbeitstage. Donnerstag 10 Stunden, Freitag 11 Stunden allein auf Arbeit. Donnerstag ging es dann noch länger, am Freitag hatte ich nicht einmal mehr die Kraft, Sport zu machen. Ich war mit allem da: Auto, Sporttasche. Aber es ging nicht. Ich war so froh, als das Auto wohbehalten auf dem Parkplatz stand und ich mich mit einem heftigen Migräneanfall auf dem Sofa lag. Insgesamt 14 Stunden Schlaf, mein Kopf tut mir noch immer weh, mir ist noch immer schlecht und schwindelig und ich sitze schon fast den ganzen Tag am Schreibtisch und arbeite.

Mein Körper macht mir auch sonst zu schaffen. Montag konnte ich nicht in den Sport gehen (Termine über Termine), Mittwoch war ich dann. War auch ganz in Ordnung, mehr Verbraucht als zu mir genommen und trotzdem mehr Gewicht am Donnerstag. Donnerstag habe ich mal schnell 2! kg zugenommen. Ja, war ein FA aber so krass war der gar nicht (max. 2500kcal den ganzen Tag über). Freitag, dank der Migräne nur max. 500kcal. Aber abgenommen habe ich nicht wirklich. Was soll das bitte werden? Soll ich jetzt bitte gar nichts mehr essen um mein Gewicht zu halten?

Insgesamt bin ich nur noch müde, meine Haut sieht furchtbar aus, meine Haare fallen aus und sind ständig fettig. Frei habe ich das nächste Mal irgendwann Ende September und ich bin jetzt schon kurz vorm Umfallen.

Blogger muss auf jeden Fall kürzer treten. Sind gerade sowieso kaum Einträge mehr. Aber eure Beiträge zu lesen, versuche ich trotzdem.
Ich hoffe, ihr könnte die Sonnentage mehr genießen!

Montag, 10. Juni 2013

Ich bin so müde

So unsagbar müde. Kann aber nicht schlafen.
Schon am Sonntag früh konnte ich nicht ausschlafen. Es ging einfach nicht.
Habe mich heute Nachmittag kurz hin gelegt, war aber so unruhig. Auch jetzt merke ich, dass ich einfach nur durch die Gegend rennen könnte.

Das liegt aber vielleicht auch daran, dass ich heute keinen Sport gemacht habe. Bedanken kann ich mich beim Makler meines Vermieters.
Da ich ja in etwas mehr als einem Monat umziehe, wird die Wohnung neu vermietet. Der Makler ist aber ein klein wenig unfähig. Er hat grandiose 2 mal versucht, mich auf meinem Handy zu erreichen um mir zu sagen, wann Besichtigungen sind - wir hatten schon Termine vereinbart, die für mich in Ordnung sind. Tja und diese Termine hat er verstreichen lassen, danach auf meinem Handy angerufen um dann bei meinem Vermieter zu petzen. War nicht der erste Termin, den der Makler verpennt hat und das habe ich dann dem Vermieter auch so gesagt. Auf jeden Fall habe ich keinen Bock mehr auf den Makler und mir war jeder Termin recht, Hauptsache bald. Und der war eben heute Abend während meiner Trainingszeit. Genialerweise!
Eigentlich hätte ich noch gehen können, aber der Makler dann meint "In einer Stunde kommt nochmal wer" und bis jetzt kam keiner. Ohne mir abzusagen oder so. Super toll!

Morgen hat "mein" Auto einen Termin beim Autohaus und ich am Abend ein Elterngespräch. Ich hasse das, vor allem wenn beide Eltern kommen. Das sind immer 2:1 Situationen, die ich gar nicht mag, sowas von gar nicht. Mal gucken, was kommt. Ich kanns mir schon denken und male mir natürlich Horrorszenarien aus. Wenn ich weniger Kopfkino machen würde, wäre meine Arbeit effektiver.

Sonntag, 9. Juni 2013

"sieht man dich auch mal wieder..."

Zunächst einmal "Danke!" für eure lieben Kommentare zum letzten Post.
Ich hatte gestern Spaß, zumindest soweit ich das haben kann. Ab etwa 11 war es aber kein Spaß mehr, weil ich nur noch alle war, total müde, um 2 war ich dann endlich im Bett und bin wie ein Stein eingeschlafen.

Aber mal von Anfang an:
Gegen 12 war ich bereits am Ort des geschehens und habe ein wenig geholfen alles vorzubereiten. Männer sind sowas von unorganisiert. Die Jungs - es leben ja da nur Kerle - haben einen Pool im Garten. Und weil die Männer sich noch einige Zeit alleine gegönnt haben, saß ich mit zwei anderen Mädels am Pool. War eine schöne Zeit. Einer von den Kerlen meinte dann, unbedingt ohne Vorwarnung in den Pool springen zu müssen, danach waren wir nass von oben bis unten. Super, wenn man, wie ich genau eine Hose und ein Kleid dabei hat und das Kleid noch nicht tragen will. Von einem der anderen Mädels habe ich mir eine Hose geliehen. Die war frisch gewaschen und am Anfang zumindest an den Beinen eng. Bis dahin meinte ich, sie sei dicker als ich. Deprimierend, weil ich sie als pummelig erachte - ok, mich als fett aber gerade an solchen Dingen merke ich mein gestörtes Verhältnis zu meinem Körper. Aber gut, die Hose leierte über die Zeit heftig aus und ich brauchte am Ende einen Gürtel und sie erklärte mir dann irgendwann, dass sie mir fürs Eintragen ganz dankbar sei, weil sie fast nicht rein kommt in die Hose - Erleichterung.
Deprimierend dann wieder: Zwei Mädels sind schwimmen gegangen und ich fand beide schlanger als mich und die eine so super fett. Mein Liebster musste eingreifen, damit ich nicht tief falle.

Gut, irgendwann ging es dann auch los, ich mit einem blauen Kleid, 10cm hohen schwarzen Pumps und einer "tollen Frisur" durfte mal wieder alte Leute bespaßen weil "du das wenigstens kannst" und "wir ja keine Akademiker sind". Toll, nur wegen meines tollen Abschlusses...egal.
Die netten alten Damen fanden es toll, mich "mal wieder zu sehen" und ich durfte mich auch mal wieder rechtfertigen, warum ich jetzt seit über einem Jahr nicht mehr zu sehen war. Und dann sind sie alle verständnisvoll. Die alten Damen, die ich so mag, waren gar nicht da, aber dafür paar alte Herren. Vor allem im angetütterten Zustand, wenn sie Anekdoten auspacken sind sie so toll. Da steht einer in Anzugkombination, glattgestriegelt, mit superkonservativem Auftreten vor dir und erzählt dir, wie er vor x Jahren mit dem Moped durchs Haus gefahren ist. Oder "ich bin dann volltrunken mit meinem 911er Heim gefahren, den Stich rauf und dann kreuzte da der Gehweg, einfach so, ohne Vorwarnung!". So super, die waren auch nur ganz normale junge Menschen, die ihren Spaß hatten. Andere von denen haben quasi die ganze Welt bereist und können Geschichten aus diversen Ländern erzählen. Das finde ich echt gut.

Tja und nebenher halt Alkohol. Na ja, bei mir war es nicht wirklich viel, aber nach den ersten Schlucken habe ich es schon im Kopf gemerkt und wollte eigentlich gar nicht mehr. Zu wenig gegessen, zu viel Sonne, zu wenig Übung. Gab einige schöne Situationen an dem Abend.

Und die liebe Freundin meines Ex war natürlich auch da und sie hatte einen "sehr guten" Tag. Ich sehe schon an ihrem Gesicht, wenn ihr irgendwas nicht passt. Und es schien ihr viel nicht zu passen. Viel geredet habe ich nicht mit ihr. Ich selbst bin negativ mir gegenüber eingestellt, anderen aber eher zu positiv. Sie eher andersrum. Was sie sagt muss gemacht werden, sonst ist sie sauer. Auf mich jetzt bestimmt. "Kommt ihr mit rein? Sie will rein und ich soll nach wem suchen, der mit rein kommt!" - äh nein, wir stehen grad hier und unterhalten uns...oder: sie sitzt da, ich in einer Unterhaltung, sehe aus dem Augenwinkel, wie sie mit diesem Gesichtsausdruck herüber schaut. Mein schlechtes Gewissen meldet sich bei mir, zum Glück wurde ich in dem Moment "entführt", um mal schnell nach was Trinkbarem zu gucken.
Gut um sie rum manövriert. Eigentlich ist sie ja ganz nett. Und ich war auch schon einige Male mit ihr was machen bzw. bei ihr. Sie geht nicht wirklich weg. Klar, wer immer so ein Gesicht zieht, der hat eh keinen Spaß. Und ja, ich hatte auch schon schöne Erlebnisse mit ihr. Dann hat sie auch mal einen halben Tag nicht gemeckert. Aber oft ist es eben so, dass sie anfängt zu meckern, jede Mücke zum Elefanten macht und gar nicht mehr aufhört. Du kommst gar nicht zu Wort, ja sogar das unterbrechen, um mal aufs Klo zu gehen ist schwierig. Und genau das finde ich so nervig an ihr. Sie kann einem die Laune super vermießen.
War gestern zum Glück nicht so.
Ich bin auf jeden Fall stehend k.o., bin froh, manche wieder gesehen zu haben, andere kennen gelernt zu haben, weiß wieder, dass es Menschen gibt, die sich freuen, mich zu sehen (und nicht aus meiner Familie stammen) und bin traurig, dass es nur ein Abend, eine Nacht und ein Vormittag mit meinem Liebsten war. Und ich freue mich heute sehr darauf, zu ihm zu ziehen und mit ihm Zeit zu verbringen und was auch immer folgen wird. Ich bin auch froh, dass sich so viele, die mal gegen unsere Beziehung waren, sich freuen, dass wir noch immer glücklich sind. Also alle 3 bzw. 4.

So langes Geschwafel, kurzer Sinn: Ich hatte sowas wie Spaß, mit und vielleicht auch wegen des Alkohols aber insgesamt war das Wochenende schön und anstrengend.    


Freitag, 7. Juni 2013

Es gibt mich noch...

...aber ich fphle mich wie...fast tot?!
Ich habe in den Ferien einfach zu wenig getan um diese und auch die nächsten Wochen entspannt anzugehen. Dazu diese Woche noch massiv mehr arbeit und Zusatztermine.
Heute zum Beispiel bin ich um 7 Uhr aus dem Haus und um 20.30 Uhr heim gekommen. Ja, ich war 3 Stunden im Fitnesscenter, aber 10 Stunden arbeit waren es schon. Eigentlich bin ich nicht fertig mit arbeiten, aber ich kann gerade nicht mehr.
Sport hat mir den Rest gegeben. Insgesamt 2 Stunden Radfahren und zwischendrin Krafttraining. Ich hatte mir überlegt, um 20 Uhr noch in Zumba zu gehen, mein Körper hätte mich bestimmt bestraft dafür.

In den letzten Tagen ist so viel wenig passiert. Viel, weil einfach immer was zu tun war; wenig, weil ich das Gefühl habe, keinen Schritt weiter gekommen zu sein in meinem Leben.

Morgen wird auf jeden Fall mal gefeiert, auch wenn ich keine Kleidfigur habe. Damit wieder keine Einträge von mir, zumindest nicht morgen. Am Sonntag habe ich wahrscheinlich eine Menge zu erzählen, vor allem, weil meine "beste Freundin" doch kommt. Sie ist so feinfühlig wie ein Trampeltier (sorry ihr Tiere, ich weiß nicht, wie feinfühlig ihr seid) und tritt bei mir immer wieder in offene Wunden, ohne es zu merken. Ich sage dann nichts, sonst würde sie eine Szene machen. Ist übrigens die Freundin meines Ex. Und da der ja bekanntlich mein bester Freund und wahrscheinlich auch Trauzeuge ist, bin ich mit ihr "befreundet".
Ach ja, ich habe einen Horror vor dem Abend wegen der Schuhe. Sie passen mir richtig - meine Füße sind einfach zu breit für High-Heels und ich bin schon seit über einem Jahr nicht mehr auf hohen Schuhen unterwegs gewesen. Bissl geübt habe ich, aufen klappt gut, aber einen ganzen Abend...

Jetzt aber zu den wirklich wichtigen Dingen:
Black eyed Phoenix hat mir einen Blogaward verliehen.

7 Dinge über mich zu erzählen ist schwierig, vor allem neue Dinge. In der Gefahr, schonmal was davon erzählt zu haben:
- ich trinke fast nur ColaMix natürlich in der light Variante
- in meinem Bett liegen zwei Decken, die ich auch brauche, um überhaupt schlafen zu können und nicht vor Kälte wach zu bleiben
- dank meines neuen Handys habe ich Apps entdeckt, unter anderem züchte ich gerade Drachen, wie kindisch!
- ich fühle mich nicht so alt, wie ich bin. Liegt vielleicht daran, dass ich jetzt schon über 10 Jahre mein Leben diesen hässlichen Gedanken widme
- seit 535 Tagen nicht mehr gekotzt. Erbrochen ja, aber eben nur unfreiwillig dank Viren.
- Jeder meiner 10 Leser bedeutet mir viel und ich frage mich, was ich falsch mache, dass ich nicht mehr Leser habe. Und dabei weiß ich es ja: Ich strenge mich nicht an, welche zu bekommen und eigentlich ist das auch nicht der Sinn meines Blogs.
- dafür wird es ja schon Zeit, ich muss wohl mal meinen Beruf nennen. Ich habe aber zu große Angst davor, weil es sich auf meine berufliche Zukunft zu stark auswirken könnte, wenn es jemand liest und mich darin wieder erkennt, der Einfluss auf meine Zukunft hat. 

Ich gebe den Award weiter an
Laura
Madame Traumtänzerin
GettingHealthier
L.
Das sind die Blogs, die ich neben dem von Black eyed Phoenix hauptsächlich lese. Auch dann, wenn ich keine Zeit zum Posten habe, weil ich wissen will, wie es den wunderbaren Mädchen und jungen Frauen geht.

Sonntag, 2. Juni 2013

Meine Stadt

Es hängen Regentropfen am Fenster des Zugs.
Der Himmel ist grau und glaubt man diesem wunderschönen Satz, dann weinen Engel, denn es regnet.
Weinen meine Engel?

Der Park rast an mir vorbei, viel zu schnell obwohl die Bahn gerade erst los gefahren ist.
Die ersten Häuser und ich frage mich, wie oft ich sie noch sehen werde.
Nur der Talkessel ist zu sehen, die Hügel rund herum liegen in den Wolken, wie so oft, wenn es regnet.
Der Fuss steht so hoch, wie ich es noch nie gesehen habe, es hat sich eine Menge gischt gebildet und Treibgut hat sich gesammelt. Die Schleuse ist geschlossen, beide Becken voll.
Fahre nur wenige hundert Meter vorbei am Friedhof, auf dem meine Oma und mein Opa begraben liegen. Denke daran, dass es auch nicht besonders weit zu ihrer Wohnung ist, zu Opas Garten, zu den Orten meiner Kindheit. Wie oft werde ich die Gräber noch besuchen? Schon jetzt bin ich zu selten bei ihnen. Auch heute war ich wieder nicht. Doch es ist schwierig mich zum einen Friedhof zu bewegen und zu wissen, dass es von dort aus trotz der Nähe über eine Stunde zum anderen dauern würde. Und die andere Oma müsste ich auch besuchen. Und meinen Stern, den kann ich sowieso nicht besuchen, also denke ich ganz fest an meine Engel.

Fahre vorbei an der Sporthalle, in der ich viele Jahre meiner Jugend trainiert habe. Sie wird renoviert, endlich, doch ich werde dort nie wieder laufen. Die Sehnsucht nach der vergangenen Zeit, als mein Leben noch durchgeplant war, jeder Tag hatte seinen Zweck. Montag aufstehen, Schule, Training; Dienstag aufstehen, Schule, Tanzen; Mittwoch aufstehen, Schule, Lernen, Laufen; Donnerstag aufstehen, Schule, Training; Freitag aufstehen, Schule, Tanzen; Samstag aufstehen, meinen Freund treffen, was mit ihm machen, bei ihm schlafen; Sonntag spät aufstehen, tanzen. Ganz klar, ganz strukturiert. Wenigstens einen kleinen Zweck haben.

Die Bahn fährt unerbittlich weiter, nimmt mich mit, vorbei an Häusern, Stadtteilen, Erinnerungen. Sehe auf dem Hügel gerade so die zwei Kirchen, zwischen denen das Haus meiner Eltern steht. Im Tal davor der Ort meiner Kindheit. Weiß genau, wo das Haus steht, in dem ich aufgewachsen bin, ja sogar die Klinik, in der ich geboren wurde ist nahe an den Gleisen, fast könnte ich darauf zeigen.

Wir waren nie wirklich weit weg im Urlaub, und auch nicht jedes Jahr im Uralub. Mein ganzes Leben spielte sich in dieser Stadt ab. Tränen steigen mir in die Augen, als die Bahn sie hinter sich lässt.
Vielleicht lasse ich mit diesen Tränen auch einen Teil der Krankheit hinter mir?
Den Teil meiner Jugend, der schlecht war?
Ich lasse meine Freunde, meine Familie hinter mir, meine Erinnerungen, meine Stadt.
Den Ort, an dem ich die ersten 25 Jahre meines Lebens verbracht habe.
Keine Träne werde ich dem Kuhkaff hier hinterher weinen, doch meine Stadt hinter mir zu lassen tut schon jetzt, zwei Monate vor dem großen Umzug weh, sehr weh.

Eiziger Trost: Ganz alleine werde ich nicht sein.

Samstag, 1. Juni 2013

wieder zu Hause - endlich?

Ein Boot hätte es auch getan, es hätte nicht unbedingt die Bahn sein müssen...wobei, eigentlich war alles in Ordnung, bis da dieser doofe Erdrutsch war.
Aber mal langsam und von vorn.
Um 9 Uhr bin ich los gefahren, mein ICE war wie immer quasi pünktlich - 4 min Verspätung bei einer Strecke von 700km sind zu vernachlässigen. Es war voller als sonst. Bisher war es die frühere Bahn um 7 Uhr und unter der Woche ohne Rückreiseverkehr. Aber ohne Reservierung einen Platz ist doch in Ordnung.
Tja, mein Fresspaket war mal wieder viel zu früh leer und da Banhöfe immer mit so vielen Leckereien locken war es klar, dass da neben dem Kaffee auch noch was anderes den Weg in meinen Bauch findet.
Der IRE fuhr auch pünktlich ab, war voll, viele Familien. Viele braun gebrannt mit Flugschildchen an den Koffern. Mir gegenüber ein älteres Ehepaar, das dann auch die Anzeige entdeckte: "IRE XXXX - halt an ... entfällt heute." und ... das waren alle Stationen ab der übernächsten. Die zwei sind fast ausgetickt. Wie kommen sie wohl nach Hause usw. Keinerlei Information, was soll das, die Bahn ist inkompetent, unlogisch, ...
Es kam dann doch noch die Durchsage: Zugersatzverkehr ab einer Provinzstation. Also habe ich meine fast 40kg Gepäck aus dem Zug gewuchtet, und durfte im ströhmenden Regen alles ein Mal eine Treppe hoch, auf dem Steg über die Gleise und dann wieder runter schleppen um dann im Bus gedrängt zu stehen, neben einer supernetten Frau, die sich ebenfalls über die Bahn aufgeregt hat. Ein Mann mir gegenüber hatte immer wieder etwas entgegnet, von wegen, sie solle hier nicht so Panik machen und der Busfahrer hätte doch schon durchgesagt, wie es weiter geht. Irgendwann habe ich mich auch eingemischt "Also für die Natur kann die Bahn wirklich nichts!" - Bei dem Regen war ja klar, dass was passiert, ich nicht wirklich pünktlich ankomme. Es gab einen Erdrutsch. Eine Station mit dem Bus durch dicke Bäche auf den Straßen. Die nette Frau regte sich über das Tempo des Busfahrers auf, er sei zu schnell und solle langsam machen. Aber kurz vorher konnte es ihr nicht schnell genug gehen. Da hilft nur eins: Durchzug.
Ja, Zug gab es dann auch wieder, aber der durfte dann erstmal schwimmen. Vielleicht haben die Gleise noch aus dem Wasser raus geschaut, der Schotter auf jeden Fall nicht. Richtig Land unter.

Mir fiel noch ein, dass morgen Sonntag ist und ich nichts (außer Essig und Wodka) im Kühlschrank habe. Also noch schnell was eingekauft und natürlich...
Kalorienbilanz: ich will gar nicht drüber nachdenken
Die Waage: ist unerbittlich aber nicht ganz so schlimm wie gedacht
Und sonst: Mein Koffer ist nicht wasserdicht, zumindest nicht so wasserdicht, wie er hätte sein müssen. Aber ich war ja auch trotz Schirm nass.