Sonntag, 28. Dezember 2014

Kopfsachen. Rückblick auf Weihnachten und auf das Jahr

Es ist vorbei, das Weihnachtsfest.

Eine Kurzzusammenfassung:
Weihnachtsgefühle - nicht bei mir!
Essen: Viel zu viel für meinen Kopf, Gewichtsentwicklung plusminusnull

Es rennt alles an mir vorbei, der Tag beginnt, läuft und endet, irgendwie, irgendwann, ohne besondere Vorkommnisse. Ja, es passiert schon etwas, aber es ... ich weiß nicht, wie ich das ausdrücken soll.

Die Dinge, die passieren berühren mich, also kann ich nicht sagen, dass sie mich nicht berühren.
Die Dinge, die passieren hinterlassen Erinnerunge, also kann ich nicht sagen, dass sie keine Erinnerungen hinterlassen.
Die Dinge, die passieren, sind nicht einfach nur Alltag, also kann ich nicht sagen, dass sie nur alltäglich sind.

Doch irgendwie ist es alles das: Normal.

Meine Geschenke waren wunderschön, sie haben mich begeistert, mir gefallen (z.B. eine Lavasteinkette, Teilnahme an der Sommerlaufserie: siehe Vorsätze, einen selbstgemalten Katzencomik), aber irgendwie habe ich das Gefühl, das eine Geschenk, das Geschenk war nicht dabei.

Was habe ich erwartet?
Eigentlich nichts!
Und trotzdem fehlt es mir.

Es ist so, wie mit mir selbst: Ich bin einfach nicht zufriedenstellend.

Ich habe beschlossen, einen Rückblick auf mein Jahr zu machen und einen Ausblick auf 2015 zu machen und zwar diesen.
Genauso habe ich wieder Vorsätze gefasst und die alten Vorsätze aktualisiert.
Ein paar habe ich (fast) eingehalten.


Nun aber zum Rückblick. Ich werde deutsche Antworten schreiben, ich verstehe Englisch zwar, spreche es aber extrem schlecht.
MY 2014

1.What one event, big or small, are you going to tell your grandchildren about?
Die Fasttrennung von ihrem Großvater (hoffentlich), denn sie hat mich daran erinnert, dass ich für mich leben sollte.
2.If you had to describe your 2014 in 3 words, what would they be?
Ereignisreich, erfahrungsreich, durchwachsen
3.What new things did you discover about yourself?
Es gibt Menschen, die mich einfach so gern gewinnen und für mich da sind, auch wenn ich niemals etwas bedeutendes für sie getan habe.
4.What single achievement are you most proud of?
Der Wiedereinstieg ins Laufen und die resultierenden Ergebnisse.
5.What was the best news you received?
Ich darf im nächsten Jahr mit Kindern arbeiten, nicht nur mit Jugendlichen.
6.What was your favourite place that you visited in 2014?
London
7.Which of your personal qualities turned out to be the most helpful this year?
Der Perfektionismus, wobei der auch am wenigsten hilfreich war.
8.Who was your number one go-to person that you could always rely on?
TAER - Namen nenne ich hier nicht, diejenigen, die zu mir gestanden haben und mich gestützt haben.
9.Which new skills did you learn?
Ähm, Arbeit mal Arbeit sein zu lassen und Zeit für Mitmenschen zu haben.
10.What, or who, are you most thankful for?
Die Hilfe, die mir Menschen einfach so zukommen haben lassen und demnach auch diesen Menschen.
11.If someone wrote a book about your life in 2014, what kind of genre would it be? A comedy, love story, drama, film noir or something else?
Ein Drama, ganz klar!
12.What was the most important lesson you learnt in 2014?
Arbeit mal Arbeit sein zu lassen und Zeit für Mitmenschen zu haben.
13.Which mental block(s) did you overcome?
Frage 13...ich glaube keine.
14.What 5 people did you most enjoy spending time with?
Mit IHM, meiner neuen Freundin, ihrem Freund und Kind und um Platz 5 streiten sich einige.
15.What was your biggest break-through moment career-wise?
Das kann ich so genau nicht sagen, vielleicht das Gespräch mit der Vorgesetzten, die für die Kids zuständig ist oder das Gespräch mit meinem Chef über eine Beförderung (neue Bewerbung und so).
16.How did your relationship to your family evolve?
Es ist nun das zweite Jahr weit entfernt von ihnen, die Bindung ist dementsprechend nicht mehr so stark. Und dann gab es da den unschönen Streit vor Weihnachten. Dafür habe ich Briefkontakt mit meiner liebsten Tante.
Die "Schwiegerfamilie" ist dafür näher gerückt.
17.What book or movie affected your life in a profound way?
Womöglich "Der kleine Hobbit - Smaugs Einöd"
Wirklich zum Lesen kam ich dieses Jahr nicht, ich habe zwar diverse Bücher gelesen, aber diese waren sehr seicht. Eventuell "Silber, das zweite Buch der Träume", denn auch ich träume sehr real.
18.What was your favourite compliment that you received this year?
"Die waren so begeistert von dir und du hast ihnen so viel mitgegeben in der kurzen Zeit" - der Kollege, für den ich seine Kids übernommen hatte, als er krank war. Sogar die Eltern der Kids haben positive Rückmeldung gegeben.
"Du bist schmal geworden!" - meine SChwiegeroma, möglicherweise ein Antikompliment? Für mich ein Kompliment
19.What little things did you most enjoy during your day-to-day life?
Strahlende Kinderaugen, Katzenschnurren
20.What cool things did you create this year?
Na ja, nicht wirklich viel privates...ein Fotobuch über den London-Trip.
21.What was your most common mental state this year (e.g. excited, curious, stressed)?
gestresst sicherlich oft, auch wenn es mir jetzt nicht mehr so vorkommt.
Ich habe mich oft wie in einer Parallelwelt gefühlt.
22.Was there anything you did for the very first time in your life this year?
Ich habe einen Kurzurlaub gemacht und das erste Mal selbst einen Urlaub gebucht, organisiert.
23.What was your favourite moment spent with your friends?
Ein Abend am Flussstrand, ein Tag im Park mit Grill
24.What major goal did you lay the foundations for?
Marathon
25.Which worries turned out to be completely unnecessary?
Ich könnte bei der Arbeit versagen.
26.What experience would you love to do all over again?
Experience als Erlebnis: London-Trip
Experienve als Erfahrung: Gibt es eingentlich eine, die ich gar nicht mehr machen will, ansonsten vielleicht die unter 3.
27.What was the best gift you received?
Nächstenliebe und Freundschaft
Ein Buch mit lauter schönen Orten hier in der Gegend
28.How did your overall outlook on life evolve?
Sie ist wieder posiver, teilweise zumindest. Ich glaube, in naher Zukunft eine Familie gründen zu können und dennoch oder gerade deshalb Freunde zu haben.
29.What was the biggest problem you solved?
Die Beziehungsprobleme Anfang des Jahres.
30.What was the funniest moment of your year, one that still makes it hard not to burst out laughing when you think about it?
Ich glaube, so einen hatte ich in diesem Jahr nicht. Es gab viele Momente, die mich zum Lachen gebracht haben, aber mir fällt jetzt keiner mehr ein, der mir in einigen Wochen noch einfallen würde.
Ein Witz, der mich besonders zum Lachen gebracht hat: Was sagt der große Stift zum kleinen Stift? - Wachs-mal-Stift
31.What purchase turned out to be the best decision ever?
Ever bestimmt nicht, aber meine Laufschuhe, ein neuer rückenfreundlicher Rucksack
32.What one thing would you do differently and why?
Ich würde all das ändern, was meine Beziehung in diese große Krise gestürzt hat.
33.What do you deserve a pat on the back for?
Kann ich schwer beantworten. Ich kann mich kaum selbst loben. Vielleicht für mein Engagement auf Arbeit. Meinen Auszug, der dann doch irgendwie beine Beziehung gerettet hat?!
34.What activities made you lose track of time?
Laufen, Arbeiten, Zeit mit Freunden verbringen und über Dinge reden, die nichts mit der Arbeit zu tun haben.
35.What did you think about more than anything else?
Oh, da kommen mehrere Dinge in Frage: Meine ZUkunft, Arbeit, die Beziehung zu meinem Liebsten, Essen
36.What topics did you most enjoy learning about?
Den Umgang mit meinen Kids.
37.What new habits did you cultivate?
Das Laufen, mehr gemeinsame Zeit zu zweit und mit Freunden.
38.What advice would you give your early-2014 self if you could?
Arbeite mehr an deinem Leben als an deiner Arbeit.
39.Did any parts of your self or your life do a complete 180 this year?
Mh, komplett 180° vielleicht nicht, aber das Leben zu zweit hat sich doch sehr verändert.
40.What or who had the biggest positive impact on your life this year?
Eine neue Freundin und E.

MY 2015

41.What do you want the overarching theme for your 2015 to be?
Familie und Freunde leben!
42.What do you want to see, discover, explore?
Natürlcih Südamerika, denn da geht es in den Urlaub hin.
Ansonsten einige neue Orte hier in der Stadt
43.Who do you want to spend more time with in 2015?
Mit meinem Liebsten, meiner neuen Freundin und ihrem Kind
44.What skills do you want to learn, improve or master?
Ich möchte mich wieder mehr selbst kontrollieren und besser/schneller/mehr laufen
45.Which personal quality do you want to develop or strengthen?
Mein Durchhaltevermögen und Selbstvertrauen
46.What do you want your everyday life to be like?
Es soll sehr viel entspannter und ohne Sorgen sein. Auch ohne Zukunftssorgen.
47.Which habits do you want to change, cultivate or get rid of?
Ich möchte das Essen wieder besser kontrollieren, dafür aber weniger daran denken.
Weniger Zeit durch unnötige DInge verplempern und dafür mehr Zeit für meine Menschen haben.
Ich möchte weiterhin laufen und es wie selbstverständlich in meinen Alltag einbaeuen und weiter mein Instrument spielen und auch dabei Fortschritte machen.
48.What do you want to achieve career-wise?
Ich will meine Bewerbung fertig machen und mich beim Bewerbungsgesüräch gut verkaufen, auch wenn ich wenig Chancen auf die Stelle habe. Dafür möchte ich eine Leitung übernehmen, die bald vergeben wird.
49.How do you want to remember the year 2015 when you look back on it 10/20/50 years from now?
Es soll ein glückliches Jahr sein, in dem die Familienplanung ein Stück weiter gekommen ist, wenn auch noch keine konkreten Absichten dahinter stecken.
50.What is your number one goal for 2015?
Persönlich: Richtig glücklich werden, aber das ist wohl eines, das ich nicht erreichen werde.
Mehr Zeit für mich, für meinen Liebsten, für meine Freunde haben, das könnte verwirklichbar sein.
Sportlich: Mehrfach 5km, mindestens ein Mal 10km, 15km und Halbmarathon im Wettkampf laufen, bei meinem momentanen Gesundheitszustand wird das nichts, aber es ist machbar.
Beruflich: Effektiver werden.





Dienstag, 23. Dezember 2014

Frohes Weihnachtsfest

Euch allen ein frohes, gesegnetes, ruhiges, stressfreies Weihnachtsfest!


Kommt gut durch die Feiertage!

Samstag, 13. Dezember 2014

Kopfsachen: Absurde Beratung

Ich sitze in dem blauen, bequemen Sessel, vorne auf der Kante.
Auf dem Tisch vor mir eine brennende Kerze, links von mir die psychologische Beraterin, rechts von mir, direkt an der Wand mein Schützling.

Sie sich mir endlich anvertraut. Ich habe gemerkt, dass sie mir etwas sagen will. Immer wieder ist sie um mich herum gelaufen, hat gewartet, bis keiner da war, dann kam doch nur etwas Belangloses oder ein kurzer Einwurf zu ihrem physischen Befinden.
Es geht ihr schon lange nicht gut, das weiß ich, das merke ich und, das hat sie mir gesagt. Ich habe sie zum Arzt geschickt, dort war sie nie. Bisher hat sie nur von den Streitereien zu Hause erzählt und davon, dass sie sich gerade nicht mit ihreren Eltern verstetht - Pubertätschaos.

Sie ist ein liebes, extrem schüchternes Mädchen, das mir schon länger Sorge macht.
Noch hat sie nie den Mut gefunden, mir alles zu sagen.

"Dann erzähl mal! Wie geht es dir?" - Schweigen.
"Na, ich zwinge dich zu nichts, aber wenn wir dir helfen sollen, musst du sprechen!" - "Ich kann das so schlecht erzählen, können Sie nicht Fragen stellen?"

Es folgt ein ewiges Fragen stellen mit meist Schulterzucken ihrerseits.

"Gut, du hast ja mit Frau Wolff gesprochen. Soll sie erzählen?"  - "JA!"
Die erste klare Antwort in diesem Gespräch.

Ich sitze da auf der vordersten Kante des Sessels, beobachte die Beine des Mädchens, sie ist wahnsinnig nervös, hat Bewegungsdrang. Ich versuche meinen zu unterdrücken.

"... und sie hat mir erzählt, dass sie sich selbst verletzt.", sage ich und bin in Gedanken bei mir selbst.

Da wird ein Mädchen wegen SVV beraten und ich sitze daneben und verstehe sie nur zu gut....leider! Absourd!

Die Schützlinge vertrauen mir diesbezüglich mehr, als anderen.
Merken sie, dass ich weiß, wie es ihnen geht?
Ich habe Angst davor, dass mich irgendwann jemand fragt, dass einer meiner Schützlinge fragt, weshalb ich ihn so gut verstehe.


Und ich berate sie, wie sie sich selbst helfen können, sich Hilfe suchen können und bin nicht in der Lage, mir selbst zu helfen. Absurde Beratung!

Sonntag, 7. Dezember 2014

Kopfsachen: Vater, die Zweite

"Wir sind fast 900km voneinander entfernt, so sollten wir kein Telefonat beenden. Vielleicht können wir das mal von Gesicht zu Gesicht besprechen!"

Wer hat denn das Telefonat beendet?
Wer hat denn gesagt, dass es nicht stressig ist, die fast 900km zurück zu legen?
Wer hat denn gesagt, dass es in dem Alter nicht mehr so leicht ist mal schnell 900km zu fahren?

Also ich war es nicht.

Das obligatorische Sonntagstelefonat stand an.
Nach diesem tollen Grspräch am Montag wollte ich nochmals mit meinen Eltern reden, ihnen sagen, dass mir das Missverständnis, das es gab leit tut, dass es aber auch genügend Angebote von mir gab.
Die verleugnet er, meine Mutter sieht das etwas anders, auch wenn sie sich auch nicht daran erinnert.

Meine Entschuldigung zu Beginn des Telefonats hatte er später auch vergessen. Immerhin hat sich da meine liebe Mama eingemischt.

Schlimm noch: Er hat meine Schwester mit hinein gezogen. Sie versteht mich, sagt aber nichts zu ihm. Ich habe sie erst angepflaumt, mich später entschuldigt, dann ein schönes Gespräch mit ihr gehabt.
Der große Unterschied zwischen uns: Sie sagt nie etwas gegen ihn. Läd ihren Frust bei mir ab. Ja, ihr geht es wie mir, sie hat sich damit abgefunden, schluckt es runter.
Ich konnte das nie und habe alles ausgekotzt, im wahrsten Sinne des Ausdrucks.
Gelernt habe ich, dass ich es bei ihm abladen muss und nicht auf dem Klo.
Doch er hat nie gelernt, damit umzugehen, was es nicht einfach macht.
Oder anders: Es ist fast noch schlimmer.

Wahnsinniger Druck, von ihm, von mir, die Kraft raus zu lassen, ... die Lösung: Nicht so, wie sie sein sollte. Nicht besser, als vor Jahren.
Meine Reaktion: Selbsthass!

Montag, 1. Dezember 2014

Kopfsachen: Vater, glaubst du, du hast mich nie traurig gemacht?

Es ist ein stressiger Tag, nach einem stressigen Wochenende.
Mein Körper ist schwach, er gibt fast auf. Mein Herz schlägt übermäßig schnell, meine Augen liegen übermäßig tief, meine Haare fallen aus, mein Gesicht sieht schlimm aus.

Seit Wochen arbeite ich mehr als 10 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und die Arbeit nimmt kein Ende. Im Gegenteil, sie scheint mehr zu werden. Es wächst mir alles über den Kopf.
Es ist Stress pur!

Sonntag, halb 11: Nach über 12 Stunden im Arbeitszimmer packe ich meine Sachen, will ins Bett gehen, mein Handy vibriert: "Du hast gar nicht angerufen, geht es dir gut? Melde dich! V."
Mein Vater!

Auch er hätte anrufen können.

Heute: Nach 10 Stunden arbeit, dank Organisationsscheiß - ich nenne es momentan so, weil ich gefühlt die Hälfte der Zeit damit verbringe -  nur ein Brot zwischendurch im Gespräch essen und etwa 20 Minuten sitzen während der Zeit, rufe ich auf dem Heimweg meinen Vater an.

"Wir sind sehr traurig, dass du an Weihnachten nicht nach Hause kommst. Und vor allem, dass du es nicht einmal in Erwägung gezogen hast. Seit einem Jahr warst du nicht mehr bei uns und da auch nur zwei Tage!" - Rums, heile Welt kaputt, Stress ist nicht nur normaler Stress, nein Stress ist Psychostress. Der Druck, mir selbst Schmerzen zuzufügen ist groß, kann kaum am Laden vorbei gehen: Fressen, k.... ruft es in mir.
Ich schaffe es ihr nicht nachzugeben, und sitze fast weinend im Bus.

Es ist der Druck, den er mir macht, nicht direkt, doch er ist wieder da.
Das Gefühl, von einem Moment auf den anderen wieder um Jahre zurückgeworfen zu werden.

Vater, du bist der Grund, weshalb ich Weihnachten nicht nach Hause komme.
Ich habe keine Lust, mir die Feiertage lang "Ratschläge" geben zu lassen, mich zurecht weisen zu lassen, mir vorhalten zu lassen, was ich alles anders machen soll.

J: "Ich hatte euch doch vorgeschlagen, dass ihr kommen könntet"
V: "Davon weiß ich nichts!"
J: "Doch, als ihr im Herbst nicht kommen konntet." - Sie sagten kurzfristig ab, ganz kurzfristig, am Tag, als sie kommen wollten!
V: "Aber für euch ist es günstiger, her zu fahren, wir können nicht bei euch übernachten und müssen noch ein Hotel bezahlen!"

Gerne hätte ich ins Telefon geschriehen:
Vater! Ihr seid in den letzten zwei Jahren zwei mal nicht zu mir gefahren und habt am Tag, als ihr kommen wolltet abgesagt.  Glaubst du, das hat mich nicht traurig gemacht?
Vater! Meine Abschlüsse habt ihr nicht mit mir gefeiert. Glaubst du, das hat mich nicht traurig gemacht?
Vater! Meine Leistung hast dich nur ein mal euphorisch gemacht. Und an diesem Tag hattest du den Anruf erwartet, an dem ich dir sage, welche schlechten Noten ich habe, das Ergebnis: 1 und 1,5. Glaubst du, das hat mich nicht traurig gemacht?
Vater! an genau diesem Tag hast du mir direkt wieder Druck für die nächste Prüfung zwei Tage später gemacht. Glaubst du, das hat mich nicht traurig gemacht?

Doch ich kann es nicht. Deine Antwort wäre:
"Wir haben alles für dich getan, so viel! Wir waren immer für dich da, haben dich durch die Klinik und Therapie begleitet, haben dir bei der Finanzierung des Studiums und des Autos, das du für ein Jahr brauchtest geholfen. Und jetzt kommst du so!"

Vater, du bist der Grund, dass es mir so geht, wie es mir geht!  Glaubst du, das macht mich nicht traurig?

Samstag, 29. November 2014

Sportsachen: 5km Bestzeit

Der erste Lauf der Laufserie ist schon einige Tage her.
Es war ein wunderschöner, kalter aber sonniger Morgen - und Kreislaufproblemen.

Mein Lauf hat mit zwei viel zu schnelle Kilometern: 4:40min/km. Angepeilt hatte ich 5:20min/km.
Ich  war (und bin noch) ziemlich im Trainingsrückstand, mein eigentliches Ziel von 25min hatte ich abgeschrieben und wollte unter 27:30min laufen. Das wären dann 5:30min/km.
Es lief also besser, als gedacht.
Nach zwei Kilometern konnte ich das Tempo nicht mehr halten.
Aber: Nach kurzer Zeit holten mich zwei Frauen ein, die ziemlich genau so schnell gelaufen sind, wie ich es brauchte und das hat super geholfen.

Angekommen bin ich fix und alle nach 25:19min. Das hätte ich nie gedacht!
Bestzeit, aber auch die erste 5km Zeit, die ich stehen habe.
Momentan unter den ersten 15, aber das heißt noch nichts, denn die Wertung kann sich jederzeit ändern.


Der zweite Lauf rückt näher und näher und ich komme kaum zum Tainieren. Mein Körper macht mal nicht mit (Kreislaufprobleme, Schmerzen in den Beinen: Beide Knie, rechter Oberschenkel, linkes Sprunggelenk), Grippe- und Erkältungszeit und massiver Zeitmangel durch Arbeitsstress.
Folge: Nur 1 bis 2 Einheiten die Woche, viel zu wenig!


Samstag, 8. November 2014

Sportsachen: Laufserie

Der letzte Eintrag ist lange her. Die Zeit gerade ist super stressig und dabei ist das Laufen einfach super wichtig.
Blöd nur, dass es einfach nicht läuft, seit ich das letzte Mal krank war.
Juli: Beinahe Lungenentzündung mit einem Monat Ausfall.
Danach habe ich mich ziemlich schnell hoch trainiert und konnte 10km in 5:15min/km durchlaufen, 5km in unter 5min/km und weit über eine Stunde, bis zu 18km ohne große Anstrengung.
Es lief richtig toll.

September: Eine dicke Erkältung nach dem Geburtstag meiner Schwester - Gartenparty im September ist auch nicht gerade toll - und einem Wochenende draußen...

Seither läuft gar nichts. 5km gehen, 10 sind eine Qual, meine Pace unter aller Kanone.

Dieses WE startet aber eine Laufserie, an der ich teilnehme, jeden Monat ein Lauf, mindestens 5km insgesamt fünf Läufe, gewertet wird die Pace.
Na dann mal sehen...immerhin eine Motivation, weiter zu laufen und das den ganzen Winter lang.

Ziel für den Winter: Wieder an die 20km ran laufen, Tempo: egal.

Montag, 6. Oktober 2014

Kopfsachen: Menschen kommen und gehen...

So nebenbei habe ich festgestellt, dass ich seit über zwei Jahren blogge

Herzlichen Glückwunsch, kleiner Blog!
Ich veranstalte jetzt keine große Fete und keine super Aktionen für dich, nur wir zwei, das ist ausreichend, dazu bist du da, mein kleiner Freund! - Ja, du bist geblieben, die ganze Zeit!

 Doch es sind einige Menschen gekommen und wieder gegangen...
... manche sind schneller gegangen, als ich wollte,
andere bleiben noch eine Weile, obwohl sie bereits zu spät dran sind.


Es sind ein paar gegangen, die mich zum bloggen gebracht haben.
Zufällig bin ich auf die Blogs gestoßen, habe fleißig mitgelesen, mir einen (Fake-)Account erstellt, um nicht die Links in der Lesezeichenliste speichern zu müssen, das war mir zu gefährlich.
Es darf keiner wissen, wer sich hinter Josephine Wolff versteckt.

Und einige davon sind seit Monaten still.

Ich frage mich, wo sie sind, wie es ihnen geht und hoffe das beste für sie.
Und irgendwie habe ich das doofe Gefühl, es ist nicht so.

Manchmal denke auch ich, es wäre besser, einfach abzuschalten. Und doch treibt mich eine Kraft immer wieder her.
Nicht immer, um zu bloggen, doch immer, um zu sehen, wie es anderen Bloggern geht.
Immer in der Hoffnung, es geht allen gut.

Und so wird dieser kleine Blog weiter bestehen.
Vielleicht noch Jahre lang.
Er wird mich begleiten, egal ob es mir gut oder schlecht geht.
Und momentan fehlt mir verdammt noch mal die Kraft für dauerhaftes Gutgehen.

Macht euch keine Sorgen, auch du nicht, lieber kleiner Blog, ich gehe nicht, so lange du mich willst. Versprochen!


Dienstag, 23. September 2014

Kopfsachen - wenn die Tage kürzer werden

Es ist eindeutig Herbst.
Seit Wochen sammle ich Kastanien auf - Kater spielt gerne damit.
Seit vielen Tagen fallen bunte Blätter.
Die Tage werden eindeutig kürzer. Abends ist es früh dunkel, morgens gehe ich schon im Dunkeln aus dem Haus.

Bisher ist es nur etwas dunkler, aber wundervoller Herbst.
Das Licht ist wundervoll, es leuchtet wärmer, als im Sommer, wärmt schöner, als im Sommer.

Meine Gedanken werden trotzdem schon negativer - das macht mich noch trauriger.
Ich weiß, dass ich den Herbst mehr genossen habe, früher, als Kind, als meine Gedanken noch nicht im Gestern und Morgen hingen, sondern im heute lebten.
Ich weiß, dass der Herbst mir Qualen bereiten wird, dann, wenn es dunkler und dunkler wird, wenn es kaum mehr hell ist.

Es ist kurz nach meinem Geburtstag, wenn die Nacht am länsten ist.
Schicksal?

P.S.: Bitte keine Sorgen machen, mir geht es eigentlich ganz gut gerade. Es ist nur Herbst - Sentimentalität pur. Außerdem kann ich mal wieder nicht laufen, der Herbst ist auch Erkältungszeit.

Montag, 8. September 2014

Sportsachen: Neue Bestzeit

Jaja, lang ist es her. Allerdings ist mein Leben gerade ziemlich stressig. Wann war es das mal nicht?
Genug Ausreden gesucht: Mein neuer Post zum Thema Sport.

Am Wochenende war mein zweiter Lauf. Wieder 10 km und diesmal über eine Minute schneller.
Jetzt liegt meine Bestleistung bei 51:11 min.

Nach dem Training in den letzten Wochen wollte ich die 50min anpeilen, aber daraus wurde ab Kilometer 4 nichts.

Aber von Vorn:
Diesmal war ich "nicht allein" unterwegs, mit mir starteten mein Liebster und ein Freund. Die allerdings eine Startreihe vor mir mit Ziel 45Minuten.

Kilometer 1 bis 4:
Ich hatte mir eine Pace von 5:05 bis 5:10 je Kilometer vorgenommen, wusste aber, dass die ersten Kilometer leicht bergab, die zweite Hälfte bergauf geht.
Also war ich gar nicht so überrascht und böse auf mich, dass ich die ersten zwei Kilometer in 4:38 und 4:42 angegangen bin. Bis dahin war auch alles gut, ich habe das Tempo etwas gedrosselt und konnte Kilometer 3 und 4 gut hinter mich bringen. Bei insgesamt etwas über 18.30min habe ich die 4km-Marke passiert.

Kurz darauf passierte es oder die Qual auf Kilometer 5 bis 8:
Ich wurde angerempelt, kam ins Straucheln und trat mit dem rechten Fuß so doof auf, dass ich umgeknickt und beinahe gestürzt bin.
Das tat erst nur kurz weh, ich hab mich wieder gefangen. Allerdings hat sich im Kilometer 5 mein linker Fuß (der ist eine Dauerbaustelle) gemeldet, der rechte auch und ich habe dazu massives Seitenstechen bekommen.
Das ganze hat sich gesteigert und wurde im Kilometer 6 richtig schlimm. Für den habe ich über 6 Minuten !!! gebraucht. So langsam laufe ich normalerweise nur noch in Regenerationsläufen.
Kurz: Mir ging es richtig schlecht.
Ich habe ans Aufgeben gedacht.
Meine Motivation: "Ich habe keinen Schlüssel, keine Fahrkarte, kein Geld, kein Hand, das alles liegt irgendwo schön verstaut am Start. Dort muss ich also sowieso hin kommen! Also LAUF!"
Und das bin ich dann auch.

Kilometer 9 und 10 - Mit Heimweh läuft alles besser:
Die letzten zwei Kilometer konnte ich wieder Tempo aufnehmen, den letzten Kilometer bin ich in ziemlich genau 5 Minuten gelaufen, kam aber völlig erschöpft und dehydriert am Ziel an. Ich habe es tatsächlich noch geschafft, den Stopknopf an meiner Uhr zu drücken. Wie, das weiß ich nicht mehr.

Die beiden Jungs sind fast genau 45 Minuten gelaufen und waren auch am Ende ihrer Kräfte. Sie haben mitbekommen, was mir gar nicht so aufgefallen war: Es war super schwül. Die Luftfeuchtigkeit war bei über 80% und nicht nur wir drei waren gebadet im Schweiß.
Also dachten sie erst, mir würde nur etwas Wasser fehlen, haben mir einige Becher gebracht, bis ich ihnen erzählen konnte, dass mir beide Füße heftig weh tun.

So war mein zweiter Lauf eher schmerzhaft als schön.
Immerhin wurde die Qual mit Bestzeit belohnt...aber nicht mit 50 Minuten...

Fortsetzung folgt! - Wahrscheinlich in einer Winterlaufserie ;-)

P.S.: Wir mussten danach Kuchen essen gehen - darauf hatte ich soooo Appetitt.

Montag, 18. August 2014

Sportsachen: Der Stand der Dinge

Bereits Anfang des Jahres habe ich hier: Laufen, laufen, laufen meine sportlichen Jahresziele aufgeschrieben. Dort habe ich jetzt ein wenig war aktualisiert - Auch bei meinen Vorsätzen hat sich ein wenig was verändert.
Ich möchte ab jetzt aber auch ein wenig Aktuelles übers Laufen schreiben. Es hat momentan einen sehr großen Stellenwert in meinem Leben, so dass ich das teilen möchte.

Begonnen habe ich am 31.12. im letzten Jahr, mich etwas zu trainieren.
Eigentlich war nur eines Ziel: Fit werden und dabei entspannen.
Bei meiner Geschichte kann man sich auch denken, dass der Nebengeanke "Gewicht halten oder reduzieren" mit dabei war. Der Fitnessgedanke stand aber im Mittelpunkt.

Nebenbei hatte ich den Vorsatz, mindestens ein Mal die Woche Sport zu machen, wozu das regelmäßige Laufen dienen sollte. Nun ja, die Vergangenheitsform verrät es: Diesen Vorsatz habe ich gebrochen, aber dazu später.

Mit "Ich laufe nicht eine bestimmte Strecke, sondern eine bestimmte Zeit", kam ich sehr schnell und gut voran. Mein Tipp auch für Einsteiger.
Damit ich das auch durchhalte, habe ich mir selbst neue Funktionskleidung gekauft, für insgesamt etwa 300€. Das ist viel Geld und ich habe festgestellt, dass man für Funktionskleidung (habe ich bisher nie getragen) sehr viel Geld ausgeben muss/kann. Allerdings war das auch gut, denn ich konnte mit dieser Kleidung auch bei -10°C noch laufen gehen. Das war wichtig, weil ich im Winter angefangen habe zu laufen - selten dämlich, aber das Jahr beginnt nunmal im Winter.

Ich habe mit dem Ziel von 20 Minuten laufen begonnen und es fing gleich gut mit durchgelaufenen fast 25 Minunten an, allerdings "nur" 3,6km. Das ist eine durchschnittliche Pace von 6:50min/km.
Den gesamten Januar bin ich mindestens zwei Mal die Woche gelaufen, habe etwa 6min/km und 8km am Stück erreicht, das ist dann schon über 45min gewesen.
Ich kam mit großen Schritten dem Ziel "1 Stunde durchlaufen bis ins Frühjahr" immer und immer näher. So langsam kam mir mein "Das muss ich ein Mal im Leben gemacht haben"-Checkpoint Marathon laufen wieder in den Sinn.

Wegen großer persönlicher und privater Probleme habe ich im Februar und Anfang März nicht die Kraft zum regelmäßigen Laufen gefunden. An der Stelle habe ich meinen Vorsatz gebrochen, aber es ist in der Zeit so viel schief gelaufen, dass das nur so ins Bild passte. Es gab allerdings wirklich wichtigeres (z.B. Wo schlafe ich nächste Nacht?)

Die Motivation wieder zu finden war danach schwer. Die Kehrtwende kam Ende April:
Mein Leben verlief wieder geordneter, ich hatte wieder mehr Zeit und Kraft und: Ein damals noch bekannter, jetzt Freund bereitete sich auf einen Marathon vor. Also habe ich wieder angefangen.
Mein erster Lauf 4,7km, 28min, unter 6min/km und mir ging es weit besser, als an meinem Lauf am 31.12. das war motivierend und ab da ging es relativ schnell.
Im Mai habe ich das erste Mal 100km in einem Monat geschafft, war erstmals über 10km und über 1h unterwegs. Und der kleine Zusatz: 10km in weniger als einer Stunde. Ich hatte so mal schnell alle Ziele erreicht, die ich wollte.
Das hört sich so nett und einfach an, war es aber nicht. Es war doch immer wieder Qual, aber ohne Muskelkater, dafür ab Mitte Mai mit Laufpartner.
Mein Liebster hatte sich, motiviert vom Lauf unseres Freundes, auch dazu aufgemacht, zu trainieren. Ab da waren wir jeden zweiten Tag zusammen unterwegs, bei Wind und Wetter.
Zu dritt haben wir uns Anfang Juni an einem Volkslauf angemeldet (10km) und ich gleich noch an einem zweiten.
Der nächste Rückschlag kam Mitte Juni. nach meinem bis dahin längsten Lauf: 15km 83min Pace: 5:33min/km
Bei diesem Lauf hatte ich mich mit der Temperatur vertan, es war durch einen kalten Wind kühler als gedacht, ich habe mich verlaufen und bin eben etwas länger unterwegs gewesen als geplant. Danach ging es mir aber gut, mir war auch nie kalt, jedoch müsste es dabei passiert sein: Ich habe mich erkältet.
Das ist ja nicht weiter schlimm, bin ich eben nicht laufen gegangen, wollte eine Woche pausieren, bis ich mich wieder ordentlich fühle und dann wieder voll einsteigen. Pustekuchen.
Eine Woche später ging es fast ins Krankenhaus, eine Nacht im Sitzen mit vielen Tränen und noch mehr husten. Nach vielen Stunden dauerhusten - ernsthaft, es war teils so schlimm, dass ich kaum mehr Luft holen konnte - bin ich im Sitzen vor Erschöpfung eingeschlafen. Am Tag drauf wurde ich krankgeschrieben, Verdacht auf Lungenentzündung, Sauerstoffsättigung nicht mehr genügend.
Ergebnis der Blutuntersuchung: Mehrere Viren und Bakteriensorten, die ich mir wohl dank des geschwächten Immunsystems auf Arbeit eingefangen hatte.
Mir ging es körperlich bald wieder besser, bis auf eins: Meine Lunge war dicht. Zwanzig Meter normales gehen und ich war außer Atem, Treppen eine wahnsinnige Qual.

Anfang Juni habe ich zum dritten Mal begonnen mit dem Laufen, also der zweite Wiederbeginn in einem Jahr. Gleich viel zu schnell in gut 5min/km. Ich wollte meine übliche Runde ein Mal laufen (etwa 5km), das habe ich natürlich nur mit gehpause geschafft, aber knapp 20min am Stück habe ich diese Pace durchgehalten. Das war schon ein Knaller.
Im Juli waren wir dann wieder zu zweit Laufen, auch im Urlaub. Vielleicht ein Fehler, denn ich kam kilometermäßig nur langsam vorwärts, da das Tempo bei etwa 5:20min/km lag.
So als Vergleich: Auf einen Marathon hoch gerechnet sind das etwa 3h45min. Viele "Volksläfer sind mit etwa 6:30min/km unterwegs.
Mein Problem: Anfang August ein Volkslauf über 10km und ich kam und kam nicht wirklich über die 10km. Aber Ende Juli ist dann wieder der Knoten geplatzt, der Volkslauf lief super.
Knapp unter 52:30min kam ich ins Ziel. Die meiste Zeit musste ich alleine laufen.

Mein Ziel jetzt: Unter 50Minunten kommen.

Es bleibt nicht viel Zeit bis zum nächsten Lauf, aber ich trainiere fleißig auf mein Ziel hin.
Dann werde ich nicht alleine laufen müssen.



Kopfsachen: Warum bin ich so, wie ich bin?

Es gibt gerade einige Themen, die ständig in meinem Kopf sind:
1.) Essen, nicht essen, ...
2.) Ungenügend
3.) Kein Grund dafür

Also Thema 1.) , dazu brauche ich glaube ich nichts sagen!

Das Thema 2 muss ich, glaube ich erklären:
Seit vielen Jahren fühle ich mich oft ungenügend. Es gibt nichts, das ich wirklich besonders gut kann oder das anderen wirklich etwas bedeutet. Warum sind manche Menschen besonders und ich nicht?
Als Kind waren es Sport, Kunst, Musik, Schule. Der Sport hat mich mein Leben lang begleitet, es waren tolle Momente, mir war es wichtig, viel Sport zu machen, ich wollte etwas leisten, habe mich auch immer und immer wieder verbessert aber es war nie besonders gut.
Genauso das Zeichnen, Malen, ... das Musik machen. Es gab kein Talent.
In der Schule konnte ich besser werden, mein Abi ist mir trotzdem nichts wert, es ist mir selbst zu schlecht, besonders wäre eine 1,0 gewesen.
Im Studium war es dann auch so, ich war einfach oberes Mittelmaß (meiner Meinung nach).
Auch jetzt, ich fühle mich einfach ungenügend, unbesonders, ich kann nichts wirklich so, dass man sagen würde, es sei besonders.
Und ich frage mich, warum es bei anderen so ist.

Ähnlich geht es mir, wenn jemand etwas hat, das ich gerne hätte. Nicht, dass es wegen des Geldes wäre, aber ich hätte gerne einfach einen besseren Job, das geht nicht von einem Tag auf den anderen, das ist mir auch klar, aber ich habe das Gefühl, es liegt an mir, an meiner Fähigkeit.
Um mich herum heiraten gerade sehr sehr viele - ich nicht, warum? Es wäre ein weiterer, besonderer  Lebensabschnitt, der aus irgendeinem Grund nicht kommt.
Um mich herum bekommen gerade einige Kinder - ich nicht, warum? Es wäre ein weiterer, besonderer  Lebensabschnitt, der aus irgendeinem Grund nicht kommt.
Ich wäre gerne erfolgreich in irgendwas, aber das bin ich nicht.

Und dann kommt noch  3.)

Ich finde keinen Grund dafür, dass ich das so empfinde.
Ich habe doch alles!
Eine liebende Familie, die mich in der Therapie unterstützt hat, die mich immer unterstützt hat, die immer zu mir gestanden hat. Eine eigentlich intakte Familie.
Wenn ich eure Blogs lese, dann ist meine Familie himmlisch: Keine körperliche Gewalt (ich habe mir glaube ich zwei mal eine gefangen, zu recht), keine Suchterkrankungen, keine wirklich schlimmen Krankheiten, keine Scheidung - ja Streit gab es und mein Vater ist doch ab und zu sehr cholerisch, aber es war alles nur verbal, es gibt in meiner Familie keinen Grund für das, was ich empfinde.

Sonst habe ich auch nichts erlebt, was man als traumatisch bezeichnen könnte.

Und eigentlich war ich doch in meinem bisherigen Leben erfolgreich. Wie viel Prozent der Bevölkerung schaffen sowohl Abitur, als auch Studium und Berufsausbildung mit 1,x?*

Aber ich kann das so nicht sehen. Warum?

*ich komme mir so prahlerisch vor, wenn ich das schreibe. Mir geht es aber nur darum, zu verdeutlichen, worum es eigentlich geht.

Mittwoch, 6. August 2014

Aufgabe gesucht

Ich suche eine Aufgabe und finde keine.
Doch, ich mache die Wäsche, spüle ab, putze die Wohnung, meine Steuer, räume aus,.... es zählt nicht, deprimiert mich, nichts zu machen, zieht mich runter.
An Tagen mitAufgaben geht es mir gut. Habe kein Problem mit dem Essen, mache sauber meinen Sport, denke auch nicht daran, mir weh zu tun. Es geht mir dann gut.
Ich suche heute meine Aufgabe und finde sie nicht. Gestern konnte ich meiner lieben, süßen Freundin etwas Arbeit abnehmen. Wir haben den ganzen Tag zusammen verbracht, sie, ihr Kindlein und ich.
Er ist süß und lieb aber gerade sehr trotzig...ich bin sehr verliebt in ihn...oder auch nur in die Idee Mutter zu werden, irgendwann. Am Besten irgendwann bald.
Ihn mal abnehmen, wickeln, mit ihm spielen, auf ihn achten, für sie und mich kochen, ihr Zeit für dich gönnen...sie will ihn noch nicht ganz abgeben, nur. Manchmal an ihre Mutter, aber sie vertraut ihn mir manchmal ein wenig an und ich nehme ihr das gerne ab. Auch wenn es echt schwierig ist, 14kg Muskeln auf dem Wickeltisch zu bändigen, wenn die das nicht wollen ;-)
Ja, gestern hatte ich eine Aufgabe, da ging es mir gut.

Ich sehne mich nach dem Ende der Sommerferien, wenn ich meine Kids wieder habe. Die sind absolut nicht so süß, wie der Kleine (kleine Kinder, kleine Sorgen; große Kinder,...) und weitaus anspruchsvoller, aber ich habe dann wieder meine Aufgabe - ich werde von ihnen gestresst und genervt sein, aber ich werde eine Aufgabe haben, eine echte Aufgabe.
Vielleicht bekomme ich mich dann wieder besser in den Griff...

Sonntag, 27. Juli 2014

Es ist so viel und nichts passiert

Es ist ewig her, seit meines letzten Eintrages auf meinem Blog.
Ein kurzer unbedeutender Überblick:

Mein Verhalten mir selbst gegenüber hat sich absolut nicht gebessert. Bei Stress brauche ich etwas, um Druck abzubauen - und leider schadet es mir.
Mein Gewicht: Tendenz sinkend 56kg, also knapp 5kg und dank Sport fast 2 Kleidergrößen verloren.

Eine heftige Krankheit hat mich außer Gefecht gesetzt. Nur eine kleine Erkältung, die mein Immunsystem heftig geschwächt hat. Von der Arbeit habe ich dann Viren und Bakterien mit genommen und lag mir einer Nahezu Lungenentzündung im Bett. Eine Woche war ich krank geschrieben.

Das Laufen musste in dieser Zeit leider ruhen und danach tat es heftig weh, wieder anzufangen, aber ich bin wieder bei über 10km und etwa 100km im Monat. In den nächsten zwei Monaten habe ich jeweils einen 10km-Lauf und einen will ich eigentlich in unter 55min schaffen.

Zur Zeit sind Ferien und damit habe ich frei. Es gab den ersten Urlaub seit 7 Jahren. Sehr erholsam, auch wenn mein Liebster und ich uns am Anfang ziemlich gezofft haben - wegen nichts.

Insgesamt bin ich schlecht drauf: Es hätte unser Monat werden sollen (Hochzeit, Flitterwochen,...) und jetzt: Um mich herum heiraten alle oder bekommen Babys. Nur ich nicht und das macht mich echt fertig.

Es ist so wahnsinnig viel zu tun hier in meinem Arbeitszimmer, es hat sich alles angesammelt, weil die letzten Arbeitswochen wahnsinnig stressig waren. Neben dem Laufen und meiner Musik hatte ich für nichts Zeit.
Oder doch: Für eine neue Freundin. Sie hat einen kleinen Sohn, er ist ein Herzensbrecher und sie wahnsinnig toll. Ich mag die beiden so sehr und vermisse sie schon. Wir haben uns wegen des Urlaubs jetzt seit knapp 3 Wochen nicht gesehen (nur telefoniert und geschrieben) und bin echt gespannt, was der Kleine gelernt hat.
Es ist toll, ihn auf dem Arm zu haben und seine Wärme zu spüren.

Donnerstag, 15. Mai 2014

Wie kann ich nur

Wie kann ich meinem Körper wieder so viel Schaden zufügen?
Er erträgt es nicht mehr.
Mir geht es richtig schlecht, psychisch, physisch, allgemein...

"Willst du es mir sagen?",  fragt er mich und ich antworte, dass ich es noch nicht wisse, ob ich das will.
Wenige Minuten vorher waren die Worte noch in meinem Mund: "Bitte hilf mir wieder raus!"
Doch bin ich dann zu kraftlos, sie auszusprechen.
Leben ist mir momentan zu viel!

Donnerstag, 8. Mai 2014

Lachen tut weh

Die Kraft reicht für den Tag, doch nicht für den Abend und die Nacht.
Ich kämpfe mich durch die Arbeit und kann dann nicht mehr. Homeoffice wird immer anstrengender und kaum machbar und ist trotzdem unabdingbar...
Ich sitze am Schreibtisch, zwinge mich zur Arbeit, bin oft abgelenkt, kann mich kaum konzentrieren.
Im Treppenhaus kommt jemand die Treppe herunter, Frauen, die Schuhe verraten es auf dem Holz der Stufen klappert es. Die Frauen lachen, sie sind heiter und vergnügt.

Träume mich zu den Frauen, die lachend auf die Straße treten.
Wäre gerne dabei, Hand in Hand, Arm in Arm mit einer besten Freundin, lachen, feiern, das Leben genießen.
Noch nie hatte ich so eine Freundin, die in guten und schlechten Tagen mit mir die Straße entlang geht um mit mir zu quatschen, mir alles erzählt, mir bei allem zu hört, mit mir alles unternimmt, alles tut...ich war z.B. noch nie mit einer Freundin einkaufen - nur mal dabei in einer Gruppe...ich war noch nie mit einer Freundin abends weg, nur mit Gruppen von Kerlen, manchmal auch mit deren Freundinnen oder Schwärmen.

Die zwei laufen vor meinem Fenster vorbei. Die eine wohnt einen Stock über uns und ich bin in diesem Moment so neidisch auf sie, denn sie hat all das, was ich mir in diesem Moment :
Sie hat vor kurzem geheiratet, wird bald Mutter und hat dazu eine Freundin, die all diese schönen Augenblicke mit ihr genießt und Lacht.

Sie lacht ein Lachen, das mir weh tut, denn es ist ein glückliches Lachen.

Ich sitze da mit meinen Büchern und meinem Computer und meinem Papier und versuche weiter, zu arbeiten.


Donnerstag, 24. April 2014

Rückfall

Ich schäme mich so und hasse alles an mir....ALLES!
In den letzten Tagen habe ich einen heftigen Rückfall, habe gestern und heute gek.... wodurch alles noch wilder wird.
Alles möchte ich hier nicht schreiben, weil ich gerade wirklich in einem tiefen tiefen Loch stecke mit so viel Blödsinn, den ich mir antue. Sogar mein Liebster hat's meinem Körper schon angesehen...Hilfe darf ich mir nicht holen, ich überlege mit meinem Liebsten zu sprechen, habe aber Angst vor seiner Reaktion.
Verdammt, was ist mit mir los. Nach über zwei Jahren ohne jetzt der Rückfall. Jetzt brauche ich eine wahnsinnige Disziplin. Ob ich die zur Zeit haben kann?
Drückt mir die Daumen!

Sonntag, 13. April 2014

Musik sehen, riechen, spüren, erinnern

Musik kann (nicht nur) bei mir Gefühle auslösen, verstärken, löschen.
Das ist ja hinlänglich bekannt.

Musik macht bei mir noch mehr. Ich kann Musik nicht nur hören, sondern auch sehen, riechen, spüren und erinnern, vielleicht auch schmecken, aber das fällt eher in erinnern.

Ein Beispiel:
Seit gestern wohnt in unserer momentan wachsenden Filmsammlung "Smaugs Einöde". Da ich zum Zeitpunkt, als der Film im Kino lief den ersten Teil des kleinen Hobbit noch nicht gesehen hatte, habe ich ihn erst jetzt gesehen und damit auch die Abspannmusik zum ersten Mal gehört.

"I see fire" von Ed Sheeran: http://www.youtube.com/watch?v=mllXxyHTzfg

Text und Melodie ergänzen sich, es ist Melancholie mit Zuversicht und Mut. Genau das, was die Zwerge und Bilbo wohl empfinden in dem Moment, in dem sie wissen, Smaug ist erwacht und er wird versuchen die Eindringlinge zu töten, er wird all das Verbrennen, was rund um den Berg ist.
Die Melodie will genau das bewirken.

Doch da ist mehr. Ich sehe kein Feuer in dem Lied, sondern Sommer.
Es ist eigentlich warm, doch friere ich angenehm durch Schatten und Wind an einem schönen, kühlen Sommermorgen.
Es ist ein Tag, den ich nie erlebt habe und doch erinner ich mich an ihn.
An diesem Tag wird etwas unerwartetes geschen, etwas, das ein Leben verändert, nichts schönes, nichts, was zu diesem Morgen passen wird, aber ich weiß nicht was.

Es ist nur eine vage Erinnerung, die mir Angst macht.
Ich versuche mich zu erinnern, was ich sonst noch spüre, rieche, fühle, sehe, höre um herauszufinden, was mich erwartet, an was ich mich da erinnere und mit fällt nur ein, dass es keine Erinnerung ist, zumindest nicht meine Erinnerung.

Es macht mir Angst, nicht zu wissen, was es sein wird.
Es macht mir Angst, dieses ungewisse Gefühl zu haben.
Es macht mir Angst, dass es nicht meine Erinnerung ist und ich mich doch erinnere.
Es macht mir Angst, denn die Zukunft liegt in mir und ist doch so ungewiss, weit weg, unvorhersehbar.

Vielleicht macht es mir deshalb so eine Angst, weil es genau mein Gefühl ist?
Vielleicht ist es gar keine Erinnerung, sondern Gegenwart?
Vielleicht ist es gar nicht das Lied, das mir diese Angst erzeugt, sondern mein Leben selbst?

Ich höre das Lied immer und immer wieder. Betrachte die Liedzeilen, singe mit, übersetze, bin im Bann dieses Liedes und versuche immer und immer wieder herauszufinden, was dieses Gefühl ist.
Was danach kommt, was an diesem Sommertag geschieht.
Fast unfähig etwas anderes zu tun, als herauszufinden, was dieses Gefühl ist.

Ich habe das Gefühl, es ist die Depression und die Krankheit, die ich da fühle. Es könnte sich um einen der Tage in meiner Kindheit handeln, als ich zum ersten Mal die Traurigkeit gefühlt habe. Die endlose, immer wieder kehrende, nie aufhörende Melancholie (wiedermal ein Widerspruch in sich, aber so fühle ich).

Es vielleicht das Gefühl, dieses Gefühl wieder zu haben. Und so ist es keine wirkliche Erinnerung, sondern ein Erinnern an ein Gefühl, ein Gefühl, das mich schon lange begleitet, das Heimat und Fremde, Freund und Feind in einem ist.

Vielleicht ist es genau das, weshalb das Lied dieses Gefühl auslöst:

Ein Kampf
mit einem Drachen, weit entfernt von der Heimat, ohne zu wissen, ob die Heimat jemals wieder Heimat sein wird,
mit einem Ring in der Tasche, der das Wesen verändert,
mit der Vorahnung, dass etwas sehr Dunkles kommen wird,
mit der Angst, im nächsten Moment zu sterben, mit denen, die einen auf diese Reise mitgenommen haben
mit der Ungewissheit, was kommen wird
mit dem Mut und der Zuversicht, doch alles zu meistern.

Donnerstag, 10. April 2014

Falsch

Das, was ich mache ist falsch,
Das, was ich denke ist falsch,
Das, was ich fühle ist falsch,
Zumindest fühle ich das so.

Ein Widerspruch in sich.
Und doch geht es mir so.
Die Tage ziehen an mir vorbei, ohne signifikante Änderung in meinem Leben, ohne ein wirkliches Leben.

An welchen Moment meines Lebens will ich mich immer erinnern und dabei jedes Mal beginne zu lächeln?
Es gibt wenige solche Momente und eigentlich keinen aus der jüngsten Vergangenheit.

Und momentan fühle ich mich einfach nur falsch.

Freitag, 4. April 2014

More than a month - Himmelhochjauchzendzutodebetrübt

Mehr als ein Monat ist vergangen. Es ist viel passiert.
Wie ich bereits geschrieben hatte, war ich wieder nach Hause gezogen. Viel geredet haben wir leider nicht seither über das, was passiert ist. Er will es nicht. Er will nichts davon hören, wie es mir ging. Er will mir nicht erklären, wie er oder es dazu kommen konnte, dass er mir ins Gesicht sagt, er würde nichts mehr für mich empfinden, nur um dies wenige Tage später mehr als zu revidieren...er will meine Eifersucht nicht akzeptieren und respektieren, ich muss sie verstecken und er füttert sie weiter.
Es ist vieles, wie es war und doch anders.

Es wird mehr gelacht bei uns und ich versuche, alles für ihn zu tun, mir so viel Zeit wie möglich frei zu schaufeln, um sie ihm zu widmen. Versuche in dieser Zeit all meine Probleme zu verstecken und ihm das Gefühl zu geben, es gäbe sie nicht mehr.
Wir unternehmen mehr miteinander, wenn es auch nur kleine Dinge sind. Und ich versuche seiner massiven körperlichen Nähe nichts entgegen zu setzen, sie dafür zu genießen oder ihm wenigstens das Gefühl zu geben. Ich bin gerne bei ihm, schlafe gerne auf seiner Brust oder wenigstens so nahe bei ihm, dass ich seine Wärme spüre und seinen Herzschlag höre, aber mehr brauche ich nicht ständig.

Ist er nicht da, merke ich die Depression um so mehr. Ich bin so müde, so hilflos leer. Habe Fressanfälle, habe nach über zwei Jahren wieder gekotzt - ja leider, aber nur ein Mal und es war furchtbar. Mein Gewicht ist dadurch wieder gestiegen, laufen gehen habe ich bisher noch nicht wieder geschafft, dafür ein neues Hobby: Viola spielen.
Es ändert nichts daran, dass ich nicht gesund bin, ich verberge es aber jetzt wieder vor allen Menschen und mache es nicht besser, indem ich zusätzlich zum Job, der momentan noch mehr Zeit fordert, viel Zeit in unsere Beziehung investiere, nur um zu merken, dass es sich nicht sooo viel ändert. Immerhin erzählt er mir wieder etwas uns versteckt sich nicht nur noch hinter der Technik.

Madame Jolene ist für mich noch immer ein großes Thema.
Ich. Nenne sie aufgrund des gleichnamigen Liedes so.
Anfang März hatte ich Urlaub und war bei meinen Eltern. Meine Eltern sind sehr anstrengend gewesen, vor allem mein Vater oder eher nur mein Vater. Ich war allerdings viel mit Freunden unterwegs. Samstag war ich mit meinem besten Freund (meinem Ex) unterwegs. Wir hatten so viel Spaß, auch wenn seine Freundin mal wieder einen schlechten Tag hatte und auch dabei war.
Am gleichen Abend war mein Liebster aber mit einem Kumpel unterwegs. Sie haben sich dann aber angeblich spontan noch mit Kollegen von ihm getroffen. Und oh wunder: Jolene war dabei. Es gibt wieder Fotos, an die er sich nicht erinnern kann. Und weil seine Handyfotos automatisch hochgeladen werden, habe ich Zugang...er mit je einer Frau in jedem Arm. Von ihm: kein Kommentar.

Runterschlucken und akzeptieren.

Seinen Eltern erzählt er quasi nichts. Erst sagt er ihnen nichts von unseren Probleme, so dass sie denken ich wäre einfach so gegangen, dann erzählt er nur, dass ich wieder da bin, allerdings sonst nichts.  Sie telefonieren laut miteinander, ich kann mit hören und sie sprechen mit ihm so, als ob sie ihn schützen wollen. Vor mir? Wenn überhaupt können nur wir uns gemeinsam eine Vorwurf machen aber ich bin nicht alleine schuld!
Er ist jetzt bei seinen Eltern,. Mich mitnehmen wollte er nicht. Akzeptiere ich auch, denn ich habe ihm versprochen ihm den Freiraum zu geben. Ich erwarte aber von ihm, dass er dann seinen Eltern die Wahrheit sagt, das hat er aber nicht. Angeblich habe ich keine Zeit...

Es gibt so viele Dinge, die mich beschäftigen und immer wieder ist es die selbe Frage: Liebt er mich wirklich oder will er nur Sex und eine Haushälterin?

Beziehung ja, offen zu mir stehen und Zukunftsaussichten nein.
Sex ja, Gedanken zur Verhütung seinerseits und Gedanken über gemeinsame Kinder nein - was für ein Widerspruch.

100000 Fragen und keine Antwort und dann wieder so viel Glück, dass ich sie alle vergesse.
Himmelhochjauchzendzutodebtrübt - Teenieprobleme.

Donnerstag, 27. Februar 2014

wieder "zu Hause"

Ich bin wieder "zu Hause" eingezogen. Es gab leider Stress mit dem Vermieter meiner Freundin, die mich aufgenommen hatte. Nicht, weil sich andere Mieter beschwert hätten, sondern weil er einfach ein riesen Depp ist. Sie dürfe die Wohnung nicht untervermieten - hat sie nie getan und überhaupt...
Auf jeden Fall bin ich ausgezogen, musste ausziehen, so schnell wie möglich.
Über das Wochenende war mein Liebster nicht zu Hause, also konnte ich das nutzen. Und er wollte, dass ich auf jeden Fall da bleibe, auch wenn ich es lieber noch langsamer angehen hätte lassen.
Seiter haben wir noch nicht über unsere Zukunft gesprochen, leider war dazu einfach keine Zeit.
Er war Montag, Mittwoch und ist auch heute weg, ich war am Dienstag bis um 21 Uhr auf Arbeit.
Dienstag und Mittwoch habe ich insgesamt mehr als 24 Stunden gearbeitet und auch heute wieder 10 Stunden und werde noch etwa eine Stunde dran hängen.
Am Wochenende haben wir Zeit für uns und ich habe ihn auch schon gefragt ob wir darüber reden können.
Er scheint schwer verliebt oder einfach nur sehr bedürftig, was Zuwendung angeht.
Ich kann es nicht beschreiben, wie er zu mir ist, aber ich habe das Gefühl, er geht mehr auf mich zu was Umarmungen und Küsse an geht, als ich...ich nehme sein Angebot gerne an.

Es ist wundervoll, sein Herz schlagen zu hören, seine Wärme zu spüren und seinen regelmäßigen Atem zu merken,ihn zu riechen, mit dem Kopf auf seiner Brust liegen und doch nochmal schlafen zu können, auch wenn ich schon um halb 4 aufstehe, weil ich nicht mehr schlafen kann.

Ich habe wahnsinnige Schlafstörungen, würde rasant abnehmen, wenn ich nicht dauerhaft futtern würde, ich bin leicht außer Kontrolle.

Mir sagen viele Kollegen, ich würde glücklich aussehen, man sieht es mir wohl an, dass es mir besser geht. Ich hoffe so sehr, dass er weiterhin so verliebt bleibt, dass wir uns weiterhin Zeit gönnen, vielleicht in Urlaub fahren und uns selbst gegenseitig Zeit für uns selbst geben.
Es machr mir nicht wirklich viel aus, dass er mehrfach unter der Woche weg ist. Ich kann die Zeit für mich nehmen (ich will ein Instrument lernen und tanzen und joggen und ...) - momentan würde ich aber trotzdem gerne noch ein wenig Zeit mit ihm haben, unser Gespräch wartet eben schon ein wenig lange.

Ich danke euch, dass ihr mir die Daumen gedrückt habt, an mich gedacht habet und mir so viel Gutes gewünscht habt.
Vielleicht könnt ihr ja noch ein bisschen weiter drücken?! Bis klar ist, dass wir doch das Traumpaar sind, für das ich uns halte.

Montag, 17. Februar 2014

FUCK - oder totale Verwirrung

Seit über einer Woche wohne ich nicht mehr zu Hause.
Morgen besichtige ich eine Wohnung.
Und habe mein nächstes Date mit meinem Liebsten.

Mir geht es besser, auch wenn das mit dem Essen gerade richtig mies läuft. Entweder ich esse gar nicht und habe auch keine Kraft dazu, keinen Hunger, keinen Appetitt oder ich esse für mich zu viel.
Mein Gewicht bleibt darum insgesamt relativ konstat mit noch immer Tendenz nach unten. Gut oder nicht gut, das ist jetzt wirklcih fraglich.

Seit Freitag habe ich das totale Gefühlswirrwar:
Wir haben uns getroffen, um halb 7 zum Essen. Er nahm mich zur Begrüßung in den Arm und lies mich kaum los. Ich dachte da schon wieder an meinen Traum von diesem Date: Seine Hand halten und einen Abschiedskuss bekommen - ich schob ihn beiseite, auch wenn seine Hand ganz nah an meiner war.
Wir waren erst essen, seine Beine stießen rein zufällig gegen meine, oder tat er nur zufällig?!
Auf jeden Fall haben wir viel gesprochen und gelacht und Wein getrunken.

Umzug in eine Bar direkt in der Nachbarschaft. Dort den ersten Cocktail. Nachdem ich seit letztem Jahr gar keinen Alkohol mehr getrunken hatte, habe ich es stark gemerkt.
Aber es war er, der mir immer näher kam, mich schließlich geküsst hat, immer wieder beteuerte, nicht über uns sprechen zu wollen und es dann doch getan hat, den Arm um mich legte, mich küsste,...
sein Lieblingswort: Fuck!
Warum? Nun ja, er war aufgrund seiner Gefühle total verwirrt. Und ich auch.
Was folgte, wollte ich absolut nicht. Er wollte unbedingt aufbrechen, warum weiß ich nicht, vielleicht hoffte er, den Alkohol bei mir ausnutzen zu können, er hatte bereits gesagt, er würde mich mit Heim nehmen, es aber bestimmt am nächsten Morgen nicht mehr so gut finden.
Er brachte mich zur Bahn, fuht mit bis zum Umsteigen, fuhr weiter mit, bekam einen Hustenanfall und das betrunkene oder nur noch angetrunkene Ich musste ihm unbedingt einen Tee anbieten.
Er war dann hier, das wollte ich absolut vermeiden, auch das mit zu ihm fahren, kurz danach war es mit fast allen Vorsätzen zu spät und knapp zwei Stunden später mit wirklich allen...
Auf jeden Fall hat er es nicht bereut. In der Nacht vielleicht aber am Morgen fand er es gut.
Das hätte ich nie erwartet.

Ich hatte ihm irgendwann meinen Traum von diesem Abend erzählt und wie ich dann meine Erwartungen runter geschraubt hatte: "Spaß" als Ziel.
Und ja, Spaß hatten wir an diesem Abend.

Morgen treffen wir uns wieder und ich freue mich wahnsinnig - und er auch.
Drückt mir bitte weiterhin die Daumen. Er will sich noch entscheiden, ob ich wieder kommen soll in wenigen Wochen oder ob ich lieber eine eigene Wohnung suchen soll. Beides wäre mir recht, auch wenn ich mir sehr wünsche, einmal wieder eine ganze Nacht mit ihm zu verbringen und neben ihm aufzuwachen. Eventuell ein Ziel für übernächstes Wochenende, dieses ist er nicht hier.
Ich bin vielleicht zu zuversichtlich aber ich hoffe weiterhin.
Ach und: Fuck!
Auch ich bin total verwirrt...und frisch verliebt!
Er ist wieder da! ER ist wieder da!

Donnerstag, 13. Februar 2014

Lieber Valentin

Morgen ist Valentinstag.
Er hatte nie eine große Bedeutung für mich und doch ist er dieses Jahr eine Qual.

Danke an alle unter euch, die an mich denken und mich unterstützen wollen.
Leider ist es gerade wirklich schwierig, mir zu helfen, denn helfen kann mir eigentlich nur ER.
Vielleicht hilft das viele Daumendrücken aller - das könntet ihr für mich tun!

Wir sind noch nicht getrennt und wohnen doch nicht mehr zusammen.
Wir sprechen miteinander, aber nur sehr wenig.
Gestern gab es ein längeres Gespräch per Chat.

Vielleicht schafft der liebe Valentin es ja morgen, den Tag doch noch zu einem schönen Tag zu machen:
Wir haben ein Date!
Er und ich, unser zweites seit meinem Auszug.
Ich hoffe auf seine Hand in meiner, vielleicht einen Kuss und erwarte eine schöne Zeit mit ihm und einige gute Gespräche. Einige Worte zu meiner Lage, vielleicht sein Angebot an mich, wieder zu ihm zu ziehen oder zumindest die Aussage, dass wir es weiterhin ernsthaft versuchen wollen und wieder näher zusammen kommen wollen.

Zu große Erwartungen, ich weiß, aber es macht mich noch immer fertig.
Zur Zeit schaffe ich es auch nicht, eure Beiträge zu lesen oder auch nur einige wichtige Dinge zu tun, wie z.B. essen.
Ich esse etwas und halte seit ein paar Tagen gefühlt das Gewicht.
Seit Tagen stand ich das erste Mal auf der Waage: Mit Klamotten, Essen und am Abend 56,7kg
Wer hätte gedacht, dass ich es doch noch schaffe abzunehmen.
Aber so?!

Lieber Valentin,
verschieß doch morgen ein paar schöne Pfeile auf ihn und mich.
Zielwasser wäre auch nicht schlecht, vor allem, wenn du ihn treffen willst.

Dienstag, 11. Februar 2014

Es hat sich alles geändert, alles!

Freitag hatte ich einen Nervenzusammenbruch. So richtig.
Und es interessierte ihn gar nicht. Zumindest hat er es nicht gezeigt.
Seither bin ich ausgezogen, bin quasi "Obdachlos" - habe aber ein Dach über dem Kopf.

Mir geht es so lala.
Habe mir pflanzliche Hilfe geholt, sonst würde ich wohl Tag und Nacht weinen. Aber mir geht es nicht wirklich gut. Gerade jetzt gar nicht. Ich vermisse ihn, den Kater, bin alleine, einsam.

Wie es weiter geht?
Keine Ahnung.

Betet für mich, drückt mir alle Daumen, ....
Mein Leben liegt nicht mehr in meinen Händen.

Mittwoch, 5. Februar 2014

Übelkeit

In mir ist noch immer alles leer, mir ist es täglich übel, dauerhaft.

Esse ich nicht, ist mir übel;
esse ich, ist mir noch viel schlechter;
trinke ich nicht, ist mir übel;
trinke ich, ist mir noch viel schlechter.

Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll, zu erzählen, darum lasse ich es glaube ich, weitestgehend bleiben.

Noch immer status quo: Er will lieber alleine sein, sein Leben lang. Er braucht niemanden.

Donnerstag haben wir miteinander gesprochen oder besser: Ich habe gesprochen, denn von ihm kommt nur etwas, wenn ich es ihm aus der Nase ziehe.

Ich vermute noch immer, er ist gerade verknallt in eine andere, mit ihr schreibt er auf Whatsapp, das weiß ich, sein Handy behandelt er wie eine Glucke ihr Ei, seinen Pin hat er auch gewechselt (ja, ich spioniere). Trotzdem will er mich nicht gehen lassen, nicht alleine lassen;
Ja, ich tue ihm leid, aber nicht nur.

Am Montag haben wir miteinander gesprochen, oder besser ich...
Und beide Male endeten damit, dass wir im Bett gelandet sind.
Versteht das jemand? Er will nicht mit irgendwem zusammen sein, aber Sex?

Aus unserem Traum, irgendwann eine Familie zu haben, ist mein Traum geworden;
Sein Traum ist es, alleine zu sein, sein Leben lang...

Mir wird Übel, wenn ich daran denke, mein Leben lang alleine zu sein...ohne ihn.

Ich liebe ihn so sehr!

Bitte weckt mich auf aus diesem Traum!


Montag, 27. Januar 2014

Augen voll Tränen

Wie eine Seifenblase ist meine "heile" rosarote Welt zerplatzt.

Ihr habt ja teil nehmen dürfen an der Beziehungskrise, die ich gerade durchmache. Doch es kam noch schlimmer.

"Aber das nächste wird dann unser Wochenende!", habe ich noch vor einer Woche gesagt, glücklich, weil er sein Versprechen, mich zu heiraten doch einlösen wollte, obwohl er zweifelt(e).
Die letzten zwei Wochenenden hatten wir kaum etwas voneinandern, er am Samstag jeweils nen dicken Kater und ich musste auch arbeiten.

Ich hatte Pläne: Samstag vormittag einen gemeinsamen Spaziergang, Mittag oder Abendessen zu zweit in einem Restaurant, das wir schon lange ausprobieren wollten, gemeinsam den Tag ausklingen lassen, vielleicht Kino, das hatten wir schon seit Weihnachten vor.

Es kam anders.

Schon die Woche über wurde er wieder stiller, ja stumm könnte man es nennen.
Am Samstag früh eröffnete er mir, er wolle shoppen gehen. Mein Vorschlag, statt mit der Bahn zu fahren doch zu laufen prallte an ihm ab. Ja, -15°C über 1,5h wäre schon sehr kalt...aber danach so einen schönen warmen Kaffee?!
Gut, also fahren, kein Problem, ich komme mit, es soll ja unser Wochenende werden.
Er hat meine Hand kaum gehalten, als ich sie ihm gegeben habe, er hat mich kaum angesehen, er hat kaum ein Wort mit mir gesprochen, wie die Woche über schon.
So aus dem Augenwinkel bekomme ich mit, wie er mit einer Kollegin schreibt.

Kaum waren wir wieder zu Hause, knallt er sich vor den Fernseher, sagt kein Wort, macht nichts mit mir. Schaut mich nichtmal an. Ich koche ihm, damit wir wenigstens was zusammen machen.

Er schaut den Rest des Tages fern und ich traue mich nicht, ihn anzusprechen. Dafür nehme ich sein IPad und dank Cloud sind natürlich die Fotos von seinem Handy auch darauf geladen. Fotos vom letzten Samstag, er kann sich ja angeblich an nichts mehr erinnern, die Fotos zeigen ihn mit der Kollegin, so nah, wie er mich seit Samstag oder länger nicht mehr an sich läst.
Irgendwie zerreißt es mir das Herz, auch wenn ich mir sicher bin, dass es nur mein Empfinden ist.

Am Abend konnte ich den Schein nicht mehr länger bewahren, habe mich ins Bett gelegt, eine runde geweint wie so oft in den letzten Tagen und später gelesen.
Irgendwann schaltete ich das Licht aus, schlief ein, wachte auf, er war nicht da. Lag im Wohnzimmer, bei laufendem Fernseher, eingeschlafen.

Sonntag lief genau gleich weiter, er wortreich wie ein Fisch, ich kurz vorm zusammenbrechen. Saß in meinem Zimmer und habe geweint. Hoffte, er käme zu mir, um mich in den Arm zu nehmen, um nur ein Mal in dieser Woche zu zeigen, dass er mich lieb hat.
Am Nachmittag war es dann auch so weit. Ich konnte nicht mehr und habe ihn konfrontiert, damit, dass es mir zu viel ist, damit, dass ich mit seinem Verhalten nicht mehr klar komme. Irgendwann konnte ich natürlich auch nicht meinen Scheißverdacht bei mir behalten.

Immerhin erklärte er mir etwas: "Es ist nunmal so, dass ich nicht mit Menschen auskomme. Und ich will momentan einfach lieber alleine sein. Das hatt um Gottes Willen nichts mit dir zu tun! Und auch nicht mit meinen Gefühlen zu dir, aber ich will einfach lieber alleine sein!"

Ich weiß nicht so genau, wie viele Tränen ich seither geweint habe, wie viele Taschentücher klatschnass im Müll gelandet sind, ich weiß nur, dass meine Augen rot sind, ständig voller Tränen, meine Kollegen heute bei meinem Anblick erschrocken sind, mein Gesicht nach Salz schmeckt und die Haut unter meinen Augen brennt.

Ich weiß nicht, wie viel Kraft ich in den nächsten Tagen haben werde, sicherlich nicht genügend, zu bloggen.
Vielleicht sind ein paar von euch so lieb und wünschen mir einfach Kraft und das Glück, dass er sich besinnt.

Bis dahin bleiben meine Augen wohl doch weiterhin voller Tränen.

Mittwoch, 22. Januar 2014

Traumwelt - Bett

Würde am Liebsten liegen bleiben, tagein tagaus.
Im Bett die Kraft sammeln, die ich brauche...doch die Tage sind lang.
Im Bett weit weg träumen in eine Welt in der noch träume wahr werden, nein, wahr sind.
Im Bett liegen, den Kater auf den Füßen, den Beinen, in den Kniekehlen, auf dem Bauch, der Brust, seine Wärme und Nähe spüren.
Ewig im Bett bleiben um vor dem zu fliehen, was mich draußen erwartet: Kälte.

Meine Träume in der Nacht sind wirr, kaum zu verstehen, furchterregend, doch meine Träume am Morgen, halb wach, halb schlafend, sind wundervoll warm, erfüllt von Freude und Liebe.
Aus ihnen aufzuwachen: Ein harter Fall in die Realität.


Aus meinem Leben:
Momentan muss ich nur zu Sitzungen, habe kaum was zu tun. Kann die Zeit aber nicht effektiv nutzen, denn mir fehlt die Motivation. Ich kann gerade einfach nicht. Bin zu blockiert im Kopf.
Mir fehlt ein Mensch mit dem ich über alles sprechen kann und fresse es im wahrsten Sinne des Wortes in mich hinein. Heute kann ich mich noch nicht einmal zum Laufen motivieren, das zur Zeit doch ganz gut läuft, aber meine allgemeine Motivation macht mir zu schaffen. Zwei Mal die Woche war ich jetzt trotzdem immer und merke Fortschritte.
Und was meine Beziehung an geht...da fragt mal lieber nicht nach. Auf Anfang stellen konnte auch er nicht. Da waren wohl die Hormone Vater des Gedankens. Es ist blöd so zu denken, aber ich glaube, er hat kalte Füße und Erkennt es in den Massen an Gefühlen, die er momentan haben müsste aber unterdrückt nicht.

Euch danke ich für
eure offenen Ohren bzw. Augen, denn wenigstens hier hört mir jemand zu.
und für eure lieben Kommentare
Und eure Unterstützung

Sonntag, 19. Januar 2014

Leben oder nichtleben

Um mich herum Leben





Ich laufe nach Hause, nach einer anstrengenden Nacht, nach einem anstrengenden Tag.
Mir entgegen kommt ein Vater mit seiner Tochter.
Es ist eindeutig seine Tochter.
Sie hält ihn an der Hand, schlenkert den Arm nach vorne und nach hinten.
Sie strahlt.

Vom Spielplatz her höre ich lachen.
Eine Familie spielt Tischtennis.
Sie sehen so fröhlich aus.

Auf dem Parkplatz balgt ein junges Pärchen herum.

Wann beginne ich zu leben?

frage ich mich und werde traurig.
Die letzten 27 Jahre kann ich mich nur an wenig Leben erinnern.
Ich bin nicht tot und doch nicht richtig am Leben.
Ich bewege mich zwischen Arbeit und isolierter Einsamkeit zu Hause.

Wie sehr wünsche ich mir Menschen um mich, Freunde, jemanden, der mir zuhört.
Und doch schaffe ich es nicht, mich zu überwinden, Freunde zu machen.

In Kürze

denke ich mir. Doch genau das habe ich schon oft gedacht.
Es gab auch immer wieder Menschen, doch waren die wohl nie echte Freunde, denn es blieb irgendwann bei Funkstille. Wohl auch, weil ich mich nicht traute, Kontakt zu halten.

Es liegt in meiner Hand, eigentlich, oder?!
Leben oder nichtleben!

Freitag, 17. Januar 2014

Einfach wieder zurück auf Anfang?!

"Ich habe mich entschieden: Ich will dich heiraten!"

So einfach per SMS, so wie mein erster Freund mit mir Schluss gemacht hat (ja ehrlich!), sagt mir der jetzige, er habe so einfach mal von jetzt auf nachher eine Entscheidung gefällt, die ihm doch so schwer fällt.

Schön, oder?
Nein, ich kann es nicht so richtig glauben.
Hat das sein Kopf, sein Herz oder sein... entschieden?
Kann ich mir sicher sein, dass er das jetzt ernst meint?
Ich sollte mich freuen und zweifle.

Er scheint alles ausblenden zu können, zurück auf Anfang zu gehen.
Aber geht das so einfach?
Ich kann nicht so einfach zurück auf Anfang!

Es tut weh, daran zu denken, was er zu mir gesagt hat, wie er mich behandelt hat, dass er mir nicht in die Augen schauen konnte.
Und so plötzlich soll alles wieder gut sein?

So als ob der Gips von einem gebrochenen Bein abgenommen wird ohne schlaffe Muskeln zu haben.

Egal, hauptsache er hat sich entschieden...und dazu für micch.

Sonntag, 12. Januar 2014

Leere

Ich fühle mich leer.
Gefühlsleer?!
Oder gefühlsvoll?
Zu viele Gefühle auf ein Mal.
Möchte sie herauslassen.

Mir ist übel, so übel, dass ich leer sein möchte.
In meinen Gedanken leere ich mich.
Fühle leere, echte wahre leere.
Ein Hohlraum in mir.
Verhindere es, halte stand.

Brauche ein anderes Ventil.

In meinen Gedanken färbt sich das Wasser an meinen Beinen rot.
Doch nur in meinen Gedanken.
Ich bleibe voll, voll von Gefühlen
oder ist es doch Leere?

Wochenrückblick

Diese Woche war absolut nicht meine Woche.
Zwischen meinem Liebsten und mir ist sozusagen Eiszeit. Nein, wir machen uns nicht gegenseitig Vorwürfe oder streiten, jeder macht sich schön für sich selbst Vorwürfe.

Es sind Dinge vorgefallen in den letzten Monaten, die er anders wahrgenommen hat, als ich.
Meine Sicht hat ihn in ein Loch gestürzt. Ich hätte meinen Mund halte sollen.
Unsere Hochzeit ist nicht mehr sicher, wie sie das an Weihnachten war. Auf jeden Fall kümmert er sich um seinen Teil der Organisation, und das sind die essentiellen Teile, gar nicht.
Die Vermutung liegt nahe: Er will nicht.
Und er ist sich auch wirklich nicht mehr sicher. Kann aber auch nicht erklären, warum.

Genau das macht mich fertig.
Warum bin ich denn hier her gekommen? Doch nur wegen ihm.
Warum habe ich wirklich alles außer ihm aufgegeben? Natürlich nur wegen ihm.
Was, wenn nun er mich aufgibt?

Wenn dann auch noch im Bekanntenkreis Menschen sich verloben, heiraten,...
Ich lass den Gedanken daran.


Arbeit läuft semigut. Es gibt vieles zu tun, viel mehr, als die Zeit her gibt.
Mein Laufvorsatz läuft auch nur semigut. Ich gehe laufen und komme auch meinem Ziel schneller näher, als gedacht, allerdings finde ich tatsächlich unter der Woche kaum die Zeit zum Laufen.
Das liegt vielleicht daran, dass ich momentan fast jeden Tag bei Dunkelheit aus dem Haus gehe und bei Dunkelheit wieder komme, aber ich muss einen Rhythmus finden, mit dem ich klar komme.
Mein Plan Dienstag, Freitag, Sonntag laufen zu gehen, ist nicht aufgegangen.
Weder Dienstag, noch Freitag habe ich die Kraft, noch irgendwas zu machen am Abend.
Ich werde verscuhen, am Wochenende für Dienstag vor zu arbeiten und Montag, Mittwoch, Wochenende je eine Runde zu laufen.

Meine Runde musste ich schon erweitern und muss ab nächster Woche nochmal etwas dran hängen. Ein wenig bin ich schon stolz auf mich...mal sehen, wie es weiter geht.

Freitag, 3. Januar 2014

2014 - ein Fehlstart

Zunächst euch allen ein wundervolles neues Jahr! 

2014 startete für mich eigentlich schön. Leider ist es das nicht mehr!

Zunächst zu Silvester: 
Es waren zwei Freunde bei uns, einiges an Alkohol und natürlich Essen gesellten sich dazu.
Wir haben zu viert getrunken, gelacht, Musik gehört, Dinner for one geschaut und sind um kurz nach 23 Uhr mit einer Flasche Sekt und Gläsern im Gepäcke los, um auf einer Brücke das Feuerwerk anzuschauen.
Es war wirklich toll, aber eisig kalt.
Gegen 2 Uhr waren wir wieder in der Wohnung, haben noch etwas weiter getrunken, geredet, gelacht und sind um 5 Uhr ins Bett.
Vielleicht klingt der Abend nach nichts besonders Tollem, es war auch nicht die Superparty des Jahres, aber es war sehr schön.

Der erste Januar:
Wie auch immer ich das geschafft habe, aber ich war um 9 Uhr laufen. Ja, guter Vorsatz und gleich am 1.1. etwas davon geschafft. Auf  Laufen, Laufen, Laufen werde ich euch auf dem laufenden halten, was meinen Sportvorsatz angeht.
Nach dem Duschen habe ich noch Früstück gemacht und irgendwann waren mein Liebster und ich wieder alleine und machten uns noch einen schönen Nachmittag zu zweit auf dem Sofa.

Ich fand es schön, was er dazu sagt?
Ich denke ihm war es zu wenig. Aber körperliche Nähe zuzulassen fällt mir momentan sehr schwer. Mein Körper ist für mich momentan nur noch ekelig. Gewichtsmäßig geht es, aber ohne Sport...
Eigentlich dachte ich, es war für ihn auch ein schöner Abend. Wir haben irgendwann beschlossen, auf dem Sofa zu übernachten.

Der zweite Januar:
"Was ist eigentlich mit uns los? Ich komme nicht damit klar, wie du dich verhälst. Du machst dich nur fertig, sagst immer du seist so fett und müsstest was machen, Sport und abnehmen...und dann lässt du mich auch nicht an dich ran!" - rums! Seid ihr schonmal morgens so begrüßt worden?

Wahrscheinlich hat diese Aussage ihre Wurzeln im alten Jahr. Mein Kerl hat sich immer mehr in sich zurück gezogen, teilweise hat er noch nicht einmal mehr "guten Morgen" und "gute Nacht" gesagt, hat wieder angefangen, an den Nägeln zu kauen usw.
Mit Psychosomatikerfahrung und -ausbildung und den Kenntnissen über das, was in seinem Leben gerade so vor sich geht, ist ziemlich klar, warum das so ist.
Ich habe ihn darauf angesprochen. Er meint, er würde das auch bemerken, aber es sei nichts mit ihm, darum müsse er auch nicht mit mir darüber reden. Wunderbar!
Auf jeden Fall habe ich ihn dann gebeten, sich mal darüber Gedanken zu machen. Eventuell wollte er mir mit seiner Aussage nur seine Gedanken dazu mitteilen, aber das ist gründlich in die Hose gegangen.
Ich bin wortlos aufgestanden, habe mich angezogen und bin in mein Arbeitszimmer verschwunden. Daran, dass er eigentlich nur noch dann was mit mir zu tun haben will, wenn es darum geht, dass er jemanden zum kochen,..., herzeigen oder zum Druckabbauen braucht, bin seiner Ansicht nach also ich schuld?!

Er hat sich in den letzten Wochen so sehr verändert, aber das sieht er nicht.
Es tut verdammt weh, dass er, beim Versuch, sich zu erklären, noch nichteinmal das Wort "Entschuldigung" in den Mund genommen hat, sondern nur mit "Ich"-Sätzen und Vorwürfen kam: "Du hast das falsch verstanden!"

Wir wollten eigentlich dieses Jahr heiraten, aber so, wie das Jahr begonnen hat, werde ich im Sommer nicht in die Flitterwochen gehen, sondern alleine in irgendeinem Loch vor mich hin vegetieren und darauf hoffen, dass die Arbeit bald wieder anfängt und ich Menschen um mich habe...