Dienstag, 31. Dezember 2013

2013 eine positive Bilanz?!

Beim Wichteln hat mir mein Kiddie-Wichtelchen ein wunderschönes Heftchen geschenkt bekommen: "Übungsbuch für Optimismus". Ich weiß so ungefähr, wer es war, auf jeden Fall ein Mädel. Die Gedanken, die sie (oder ihre Mutter) sich gemacht hat, finde ich so liebenswert.
Optimismus brauche ich mit meinen Lieben und jetzt weiß ich, dass sie es auch wissen, zumindest teilweise.

Auf jeden Fall habe ich angefangen in diesem Büchlein zu lesen und möchte eine Übung hier machen: Den Rückblick auf das Jahr, nur mit Fokus auf die positiven Dinge.
Auch wenn dieser Teil vielleicht kleiner ausfällt als der Rückblick letztens, ich gebe mir Mühe.

Das Jahr begann mit meinen Prüfungen, die ich allesamt auf anhieb bestanden habe. Auch die erste.
Während der Prüfung konnte ich sogar lächeln, über das Verhalten eines meiner Schützlinge.
Es gab viele weitere Momente mit meinen Lieben, die mir doch so viel zurück gegeben haben.

Ich habe angefangen im Fitnessstudio zu trainieren, habe dort Kontakte knüpfen können, zwarte Kontakte, aber ich war nicht komplett verschlossen. Es hat mir Spaß gemacht, mich auszupowern.

Es kam die Zeit der Bewerbungen und auch die habe ich einigermaßen gemeistert, ich konnte mich gut verkaufen, habe insgesamt 7 Stellenangebote bekommen. Bei nur etwa 20 Bewerbungen. Ich konnte mir genau die Stelle aussuchen, die ich jetzt habe. Mitlerweile weiß ich, dass mein Chef die Auswahl hatte, auf meine Rückmeldung hoffte und bereits befürchtete, ich würde absagen. Warum frage ich mich zwar, aber den Gedanken unterdrücke ich jetzt mal.

Es kamen meine mündlichen Prüfungen, in die ich seltsamerweise sehr selbstbewusst gegangen bin.Bis zur Prüfung war ich der Meinung, wenig gelernt zu haben, konnte dann aber aus den Aussagen anderer erkennen, dass ich doch genügend und vor allem richtig gelernt hatte.
Meine Prüfer waren zum Teil beeindruckt, lobten mich sehr.  Ich habe einen großen Überblick über die Zusammenhänge. Mein einer superkritischer  Ausbilder konnte zwar noch was finden, aber auch er war beeindruckt. Trotzdem die beste Note bei ihm hätte ich nie erwartet.

Es war klar: Ich bekomme mein Zeugnis, meinen Abschluss. Egal was mein Chef sagen würde, es würde nichteinmal schlecht werden. Und auch er gab mir ein "gut". Insgesamt habe ich nach Studium und praktischer Ausbildung nun eine 1,8 auf dem Zeugnis stehen. Das ist ein gutes "GUT".

Auch im neuen Job konnte ich mich einigermaßen zurecht finden, habe bereits viel Lob gesammelt und konnte mich mit den Kollegen gut...wie soll ich das sagen...arrangieren?!
Ich kenne einige etwas besser, habe noch keine echten Freunde gefunden, weiß aber, dass sie hinter mir stehen würden, wenn ich Hilfe bräuchte.

Privat, war es kein so supergutes Jahr. Aber immerhin leben mein Liebster und ich wieder zusammen, planen doch tatsächlich zum dritten Mal unsere Hochzeit (es muss diesmal klappen).
Mit meinen Eltern, vor allem mit meinem Vater, komme ich immer besser klar. Die Unabhängigkeit von ihnen und der Abstand hat mir sehr geholfen. Ich konnte auch in diesem Jahr "Kotzfrei" bleiben.

Nun gibt es noch einige persönliche Ziele für 2014.
Ich bin überrascht darüber, wie viel mir doch eingefallen ist. Und dabei habe ich noch nicht die einzelnen, ganz kurzen, kleinen Dinge beschrieben. Es gab so viele schöne Momenten mit Freunden und Bekannten, mit der Familie und einfach so in der Natur. Erinnerungen, die auch bleiben sollen.

Ich wünsche euch allen ein schönes, positives und gesundes neues Jahr 2014, in dem ihr die Kraft habt, Ziele zu erreichen, die vielleicht auch jetzt nicht erreichbar scheinen.

Montag, 23. Dezember 2013

Frohe Weihnachten

Ich wünsche euch allen ein fröhliches und gesegnetes Weihnachtsfest!

Für mich, wie immer eine kleine Qual. Trotzdem versuche ich es, zu genießen.

Heute war ich nochmals einkaufen. Eigentlich wollte ich nur raus aus der Wohnung und bin knapp 2 Stunden in die Innenstadt gelaufen. Dabei entstanden einige schöne Fotos. Vielleicht komme ich dazu, ein paar hoch zu laden, aber heute nicht mehr.
Es war kalt, sehr kalt. 0°C zeigte die Anzeige an der Apotheke, mein Handy 3°C. Gefühlt war es noch kälter. Der Wind wehte leicht und es war mal wieder sehr feucht in der Luft.
Aber die Sonne kam raus, schaute immer wieder hinter den Wolken hervor, eine schöne Stimmung.
Außer mir waren nur einige Jogger und Herrchen von Hunden unterwegs.

Der Weihnachtsmarkt öffnete gerade als ich an kam und es war noch recht leer. Also gleich mal in den Bücherladen. Raus kam ich 50€ ärmer, wovon nur 15€ ein Geschenk waren. Den Rest habe ich für mich ausgegeben. Vielleicht kommt bald mal wieder eine Buchvorstellung.
An der Kasse wartete ich dann schon 30Minuten. Es war mir zu voll, also bin ich in die U-Bahn geflohen und Heim gefahren. 5 Stunden war ich unterwegs.

Kein ereignisreicher Tag, doch ein schöner - mit wenig Essen. Ein Wunder, es war auch nichts da.
Wenigstens Platz für die nächsten Tage. Vielleicht komme ich ja zum bloggen.


Sonntag, 22. Dezember 2013

2 Jahre

Nach langer Zeit ein Post von mir...und gleich folgt der zweite.

Vielleicht hat das damit zu tun, dass ich wieder alleine bin und, wie auch anders an einem Wochenende, nichts zu tun habe.
Doch es ist mir wichtig, diesen Tag und diese Erkenntnis mit euch zu teilen:

ICH BIN SEIT 2 JAHREN KOTZFREI

Ja, genau!
Wann genau ich das letzte mal absichtlich die Kloschüssel besucht habe, kann ich nicht sagen, doch am 22.12.2011 ging es auf zu den Weihnachtsbesuchen und da ich, wie ich vielleicht schon geschrieben habe, nur zu Hause und dann erbrochen habe, wenn es niemand mitbekommen konnte, blieb mir nichts anderes übrig, als dem Druck stand zu halten.
Wie ich dann die folgenden Wochen überstanden habe, das weiß ich nicht. Doch es wurden immer mehr Tage, Wochen, Monate und nun sogar Jahre.

Ganz zufällig ist mir das Datum ins Blickfeld geraten und aufgegangen, dass es nun zwei Jahre sind.

Was hat sich geändert?
Gefühlt nichts.
Der Druck ist noch immer da, es ist nur einfacher, ihm nicht nachzugeben.
Die ES ist, trotz gegenteiliger Diagnose, noch immer nicht ganz weg, der Kampf gegen die Kilos geht weiter.
Mein Gewicht ist nahezu das gleiche. Es turnt immer um die gleichen Zahlen herum, mal etwas mehr, mal etwas weniger, aber immer um den BMI 22.
Und der Wunsch: Zurück zu den 54kg, mit denen es mir gut ging.

ich starrte aus dem Fenster in die dunkle Leere

Jetzt gerade ist es hell, ich sitze alleine im Wohnzimmer, habe meinen kleinen Computer mit vor den Fernseher  geschleift, es läuft Ski-Sport. Auf meinem Schoß sitzt mein kleiner Mietz, kuschelt und schnurrt. Jetzt gerade habe ich doch ganz gute Gedanken, sein Schnurren und Treteln tut gut. Es ist dort etwas warmes und sagt mir: Du bist nicht alleine, ich bin da und hab dich lieb!

In den letzten zwei Wochen hatte ich wahnsinnigen Stress. Es standen die letzten Tage Arbeit im Jahr an. Noch einiges zu tun und dann die Nachricht: Die Großmutter meines Liebsten ist gestorben.
Umplanen der Weihnachtszeit. Wir konnten nun statt 4 Tage nur knapp zwei bei meiner Familie verbringen und mussten noch am 21.12. zur Beerdigung zu seiner Familie fahren.
Gestern bin ich dann auch noch wieder nach Hause (ein Kater braucht eben Zuwendung), er blieb bei seiner Familie. Bisher war ich schon knapp 20 Stunden in den letzten gut 3 Tagen unterwegs und es kommen noch etwa 8 Stunden dazu bis kurz nach Weihnachten.
Sehr viel Fahrereri in nur kurzer Zeit. Mich strengt das immer so an. Ich kann auf Autifahrten kaum schlafen und bekomme sehr schnell Hummeln im Hintern, kann kaum sitzen, meine Beine schlafen ein.

Auf der Fahrt am Freitag kamen wieder viele gemeine Gedanken.
Wir mussten meine Heimat, meine Eltern und meine Familie nach nur so kurzer Zeit wieder verlassen. Ein dreiviertel Jahr war ich schon nicht mehr dort und nun wares nach kurzer Zeit vorbei.
Wir fuhren nur weg, weil wir zur Beerdigung seiner Großmutter mussten.
Wie oft würde ich noch meine Eltern sehen?
Sie sind nun die älteste Generation. Sie werden wohl als nächste sterben.
Wenn schon der Tod einer Frau, die nicht mit mit verwandt ist, die ich nur von ein paar Besuchen kenne, mich so mit nimmt;
Wenn schon der Tod meiner Großmütter mich in so tiefe schwarze Gedanken stürzt, zu was werde ich dann noch fähig sein, wenn meine Eltern sterben?

Vor nur wenigen Jahren hätte ich das nicht gedacht. Da wäre ich froh gewesen, sie los zu sein. Doch nun ist alles anders.
In dem Moment im Auto, als wir uns Meter um Meter von meiner Heimat weg bewegten, als es dunkel wurde und kalt, als draußen nichts mehr zu sehen war, da vermisste ich meine Eltern so sehr, bekam ich so Heimweh.
Die Sehnsucht nach dem Vertrauten Geruch von zu Hause, den vertrauten Geräuschen, dem Geschmack des Essens, den es nur zu Hause so gibt, verursachte eine solche Leere in mir.
Eine Leere, wie sie auch dort draußen vor dem Fenster herrschte, denn dort war nichts in der Dunkelheit.
Ich starrte aus dem Fenster in die dunkle Leere, die sich gerade in mir ausbreitete.

Mittwoch, 4. Dezember 2013

2013 eine erste Bilanz

2013 war ein Jahr, das mir lange in Erinnerung bleiben wird.
Es gibt auch positive Dinge doch die negativen bleiben wohl mehr in Erinnerung.
Es ist wie immer: Das Schlechte, Unangenehme, Peinliche, Schlimme, Traurige, es bleibt tief und fest verankert in der Erinnerung.

Mir fällt ein, dass ich nicht zum Geburtstag meiner Oma konnte. Es war noch nicht ganz klar, aber abzusehen, dass es der letzte sein würde, den sie erlebt.

Mir fällt meine erste Prüfung mit einer 3 ein, mit der ich alle und vor allem mich enttäuscht habe.

Mir fallen auch die anderen zwei Prüfungen ein, die beide auch nicht so ausgefallen sind, wie mein Ehrgeiz und mein Perfektionismus das von mir verlangen.

Mir fällt der Tod meiner Oma ein, das Bewusstsein, dass das Leben so endlich ist, die Angst davor, die nächste Generation, also meine Eltern auch zu verlieren.

Mir fällt das Zusammentreffen. It meinem Liebsten ein, das erste nach Monaten, das mir wahnsinnige Angst machte. Angst vor einer Zukunft mit ihm, da nichts mehr war, wie es einmal war.

Mir fällt der Abschied von meiner Heimat ein, die vielen Angsttränen, die Zukunftsängste, das Gefühl, alles zu verlieren und die Angst, auch meinen Liebsten zu verlieren, alleine ohne irgendwen da zu stehen, einsam, verloren und dazu in einer Umgebung, die nicht meine Heimat ist.

Mir fällt die Einsamkeit der letzten Wochen ein, in denen wirklich keiner da war.

Mir fallen die ersten Wochen hier ein, in denen ich viel alleine war, die Einsamkeit nicht enden wollte obwohl ich doch alles aufgegeben hatte um der Einsamkeit zu entkommen.

Mir fällt mein schwerer Start hier ein, mein Heimweh und das ungute Gefühl, das ich noch immer habe, wenn ich Zeit zum Nachdenken habe.

Mir fällt der Sport ein, den ich vernachlässige, die Vorsätze die ich nicht einhalte.
Mir fallen die vielen Kilos ein, die ich verloren und wieder zugenommen habe.

Mir fällt der Satz ein, der mich in ein tiefes Loch hat fallen lassen "Ich weiß nicht, ob ich dich noch liebe!".

Mir fällt ein, dass es mir immer schwerer fällt, körperliche Nähe und Liebe zuzulassen und die daraus folgenden Konsequenzen.

Mir fällt so vieles ein, was ich in diesem Jahr 2013 hätte erreichen können, es aber nicht habe. Warum?
Habe ich zu wenig Kraft investiert? Habe ich zu wenig Ausdauer gehabt?

Wird mein Leben 2014 geradliniger verlaufen?
Es liegt nur an mir!